Max Werner – Rain in May
Rain in May (englisch für: „Regen im Mai“) ist ein Popsong des niederländischen Sängers und Schlagzeugers Max Werner aus dem Jahr 1981.
Rain in May erschien im April 1981 als Single-Auskopplung aus Werners zweitem Soloalbum Seasons. Der Song wurde von Chris Meldon, Chris Pilgram und Max Werner geschrieben; Pilgram übernahm auch die Produktion. Am 17. August 1981 trat Werner mit dem Stück in der ZDF-Musiksendung Disco auf. (Siehe auch Disco Episodenliste 1981). Rain in May ist im 4⁄4-Takt gehalten. Der Titel hat ein Tempo von 98 bpm und wird in der Tonart G-Dur gespielt. Im Lied kommen neben einem dominanten Schlagzeug auch die Instrumente Flöte, Klarinette, Altsaxophon, Trompete, Euphonium, Posaune und E-Gitarre zum Einsatz. Im Liedtext beschreibt Werner seine depressive Stimmung („Feeling down when the autumn has come“) zu den drei Jahreszeiten Herbst (1. Strophe), Winter (2. Strophe) und in der letzten Strophe Sommer. Die einzige Jahreszeit, in der er sich wohl fühlt, ist der Frühling, insbesondere der Monat Mai. Es werden unterschiedliche unangenehme Erscheinungen, die in jeder Jahreszeit auftreten, thematisiert, wie Kälte und Glätte auf den Straßen im Winter. Am Ende jeder Strophe („Get your share from the rain in May“) und im Refrain bringt er seine Euphorie in Bezug auf den titelgebenden „Regen im Mai“ zum Ausdruck.
In Sachen Popmusik hatten die Niederlande in den 60er und 70er Jahren einiges zu bieten. Wir alle kennen The Cats (“One Way Wind”), George Baker Selection (“Paloma Blanca”), Golden Earring (“Radar Love”) oder Earth & Fire
(“Weekend”). Dazu zählte auch die Band Kayak, die mit “Starlight Dancer” (1977) und “Ruthless Queen” (1979) ihren größten Hit in den Niederländischen Charts zu verzeichnen hatten.
Zu den Gründungsmitgliedern zählten Gitarristist Johan Slager, Bassist Cees van Leeuwe, Schlagzeuger Pim Koopman (* 1953; † 2009), Keyboarder und Bassist Ton Scherpenzeel und Sänger Max Werner. Cees von Leeuwe verließ die Band bereits 1974, während sich die Band in der Heimat langsam etablierte. Auch ihr Sänger Max Werner wollte mehr und beschloss 1979 seine eigenen Ideen umzusetzen. Seine erste Single veröffentlichte er mit “Rainbow End”, die erfolglos blieb.
Wir gehen einfach einmal davon aus, dass er vom Sound der Debüt-Single “In The Air Tonight” von Genesis Schlagzeuger Phil Collins fasziniert war. Denn nach dem zunächst missglückten ersten Solo-Versuch veröffentlichte er 1981 die Single “Rain In May”. Dieses Schlagzeug erinnerte sehr an das Spiel des Genesis Schlagzeugers und Sängers. In jedem Falle begeisterte er mit diesem Ohrwurm nicht nur seine Landsleute, sondern auch die deutschen Radiosender. Am 17. August 1981 stellte der Niederländer seinen Hit in
Ilja Richters “Disco” vor. Diesen Hit wollten auch die deutschen Fans hören. Die Single stand zwei Wochen später in den Offiziellen Deutschen Charts. Max Werner kletterte umgehend bis auf Platz 2 der Charts. Einzig der “Ententanz”, sprich der Hit des Jahres “Dance Little Bird” von den Electronicas, hinderte Max Werner daran, es auf Platz 1 zu schaffen.
Auch das Album “Seasons” mit der Erfolgs-Single konnte sich in den Charts platzieren. Allerdings, ein weiterer Hit gelang dem singenden Schlagzeuger nicht. Die Nachfolge-Single “Like An Autumn Leaf ” schaffte es zwar auch in die Charts, war aber nach nur zwei Wochen wieder verschwunden.
Nach zwei weiteren Flops wurde die Single “Roadrunner” mit aufwendiger Promotion veröffentlicht. Allerdings ist sie bestenfalls als kleiner Hit zu bezeichnen.
“Rain In May” war einfach ein zu starker Song, so dass alle weitere Veröffentlichungen verpufften. Max Werner wird mit diesem Song ganz gewiss immer wieder in 80er Jahre-Shows rund um den Erdball eingeladen werden, denn “Rain In May” war auch in England und den Vereinigten Staaten ein Hit.



