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Offizielle Anerkennung des Völkermords in Namibia
„Mehr als 115 Jahre nach dem Völkermord deutscher Kolonialtruppen an der indigenen Bevölkerungsgruppe der Herero und Nama erkennt die Bundesregierung die Verbrechen offiziell als Völkermord an. Mit einem Programm soll der Wiederaufbau und die Entwicklung der Siedlungsgebiete der Herero und Nama vorangetrieben werden." Am 11. Dezember 1904 taucht das Wort erstmals in einem Schreiben der deutschen Regierung auf. Reichskanzler Bernhard Fürst von Bülow telegrafiert an diesem Tag nach Deutsch-Südwestafrika und ordnet an, "Konzentrationslager" errichten zu lassen "für die Unterbringung und Unterhaltung der Reste des Hererovolkes". Adressat ist der Oberbefehlshaber in Deutsch-Südwest, Lothar von Trotha.
Luxus Wohnung
Wenn derzeit sprichwörtlich eine Aussage zutrifft, dann „My home is my castle“. Das „Zuhause“ ist eine Burg, die vor der Seuche schützt, ein Zufluchtsort, der ein Minimum an Geborgenheit suggeriert, einer Pandemie zum Trotz, die selbst die wirtschaftlich entwickelten Länder jeden Tag den Spagat zwischen Freiheit, Gesundheit und Wirtschaft neu abwägen lässt.
Höher, weiter, dreister
Olympia um jeden Preis: Japans Regierung will die Spiele trotz aller Proteste durchziehen. Schuld ist auch der Filz zwischen Regierung und Beamtentum. Früher war Japan berühmt für seine perfekte Organisation. So fährt der Shinkansen mit sekundengenauer Präzision im Fünf- bis Zehnminutentakt von Tokyo aus nach Norden und Westen – für europäische Reisende ein Traum. Und auch die Bauten für „Tokyo 2020“ waren termingerecht fertiggestellt worden – das ist längst nicht bei jeder Olympiade der Fall. Heute strahlen diese Bauten ein Flair von moderner Funktionalität und lokaler Tradition aus.
Die zwei Seiten des chinesischen Wirtschafts- wachstums
Trotz der phänomenalen wirtschaftlichen Aufholjagd in den letzten vier Jahrzehnten bleibt China ein armes Land. Die Wirtschaftsberichterstattung über China konzentriert sich viel zu stark auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das ganze Land und nicht genügend auf das BIP pro Kopf, das die aussagekräftigere Kennzahl ist. Und diese verzerrte Berichterstattung hat Folgen, denn die beiden Kennzahlen zeigen deutlich unterschiedliche Bilder von Chinas aktueller wirtschaftlicher und politischer Lage.
Schwerstarbeit
In der britischen Politik ist der sprichwörtliche Groschen endlich gefallen. Die Labour-Partei erlitt bei den Nachwahlen in Hartlepool eine bittere Niederlage und verlor in Arbeitergegenden ihre Ratssitze nicht nur an die Konservativen, sondern auch an die Grünen und an progressive Nationalisten. Im schottischen Parlament konnten die Pro-Unabhängigkeitsparteien ihre Mehrheit weiter ausbauen. Damit zeichnen sich die Konturen der politischen Landschaft nach dem Brexit deutlich ab.
Mit rechts geschafft
„Katastrophe“ oder „Wunder“ von Madrid – die Einschätzungen gehen je nach politischer Positionierung auseinander. Klar ist, die Wahlen in Madrid am 4. Mai 2021 gehen in die Geschichte ein: Mitten in einer tiefen wirtschaftlichen Rezession und der vierten Welle der Covid-Infektionen im von der Pandemie besonders stark betroffenen Madrid gewann die Amtsinhaberin Isabel Díaz Ayuso als Kandidatin der rechtskonservativen Volkspartei Partido Popular (PP) die vorgezogenen Neuwahlen haushoch.
Spiel mit hohem Einsatz
Die politische Landschaft Polens erlebt gerade ein Beben mittlerer Stärke: Die Fraktion der Linken (Polska Lewica) im Parlament hat sich mit der regierenden rechtskonservativen PiS (Recht und Gerechtigkeit) von Jarosław Kaczyński auf Bedingungen geeinigt, unter denen die Linke der Verabschiedung des EU-Haushalts und des „NextGenerationEU“-Fonds im polnischen Unterhaus Sejm zustimmen wird.
Gewalt als Ritual
Gewalt auszuüben, ist schwierig, so der Soziologe Randall Collins. Sie adäquat einzusetzen, auch. Wir seien gegen Gewaltausübung programmiert, so Collins, und wenn Einzelne doch darauf zurückgriffen, so geschehe dies oft in unqualifizierter und unberechenbarer Weise. Hoffnungslosigkeit, Armut und Indoktrination lieferten für sich betrachtet keine befriedigende Erklärung für Gewalt.
Ein Fall von German Angst?
John Kampfner lobte, Deutschland sei „viel besser [auf Covid-19] vorbereitet als andere Länder“ und habe „mehr Testkapazitäten, mehr Lüftungsgeräte und mehr Schutzausrüstung“, pries das „stabile Netz von Biotech- und Pharmaunternehmen, die auf Notsituationen schnell reagieren können“ und die föderale Ordnung des Landes: „Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass die aus der Nachkriegszeit stammende deutsche Verfassung während der Pandemie für Chaos sorgt. Stattdessen stellte Merkel zügig die Weichen, damit Entscheidungen gemeinsam getroffen werden konnten und das System – mit der einen oder anderen regionalen Abweichung – die Situation vortrefflich bewältigt hat“.
Aus dem Studium in die Unternehmernachfolge
Hochschulabsolventen stellen sich spätestens mit ihrem Abschluss die Frage: Was kommt danach? Neben dem klassischen Einstieg in die Erwerbstätigkeit als Angestellter kommt dafür immer häufiger die Gründung eines Unternehmens in Betracht, eines Start-Up. Übersehen
wird jedoch oft eine weitere sehr gute Option – die Unternehmernachfolge.
