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Im Abseits
Verärgerung und Ratlosigkeit in Paris. Ohnmacht in Brüssel. Was die jüngsten Alleingänge der Biden-Regierung für Deutschland und die EU bedeuten. Hat sich seit Trumps Abgang als Präsident der Vereinigten Staaten zwar der Ton in den transatlantischen Beziehungen, nicht aber die Substanz der „America First“-Politik geändert? Die beiden außen- und sicherheitspolitischen Alleingänge der Biden-Regierung innerhalb weniger Wochen drängen diesen Verdacht auf.
Gretchenfrage
Der 11. September 2001 war der Schlusspunkt des optimistischen Jahrzehnts, des vermeintlichen Endes der Geschichte. Terror und Tod brachen in die prosperierenden westlichen Gesellschaften ein, die sich eigentlich schon als Sieger im „Kampf um die Moderne“ sahen und deren Modell über kurz oder lang die ganze Welt befrieden würde. Wie auch die 9/11-Anschläge hat das demütigende Finale des 20-jährigen Krieges in Afghanistan mit einem Schlag die Distanz zu den ‚tatsächlichen‘ Realitäten zunichte gemacht. Es herrscht doppelte Verunsicherung im Westen: Wir sind verwundbar und wir können fremde Gesellschaften und Staaten nicht nach unseren Vorstellungen modellieren.
Jugendstudie 2021
Eine deutliche Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland hat spürbar unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten und fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Das geht aus der Jugendstudie 2021 des Bankenverbandes hervor. Demnach geben 85 Prozent der Befragten im Alter von 14 bis 24 Jahren an, dass die Politik sehr wenig bis wenig in der Pandemie für sie getan habe. 82 Prozent fühlten sich im Vergleich mit älteren Menschen benachteiligt.
Die Lehren aus dem Scheitern
Die erste Rede, die US-Präsident Joe Biden nach dem Chaos und den katastrophalen Szenen in der wieder unter die Kontrolle der Taliban geratenen afghanischen Hauptstadt Kabul hielt, enthielt für Russland implizit so manche wichtige Botschaft. Biden lieferte in dieser Rede eine neue Interpretation der Mission der USA in Afghanistan und anderen Ländern, in denen Washington sich vorgenommen hat, den Übergang zur Demokratie zu überwachen.
Hässlich, so grässlich hässlich
Die Corona-Pandemie trägt dazu bei, dass ein zweites und nicht minder ansteckendes Virus immer stärker um sich greift: das Hass-Virus. Das Coronavirus lässt sich voraussichtlich mit wirksamen Impfstoffen besiegen. Was wir jetzt noch brauchen, sind ähnlich zielgenaue gesetzliche Maßnahmen gegen diejenigen, die Hass schüren. Derzeit erleben wir eine weltweite Renaissance von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die sich gegen Minderheiten wie Juden, Ostasiaten und LGBT-Personen richtet. Diese Minderheiten werden für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht, drangsaliert und physisch angegriffen.
Die Grünen Wahlwerbespot 2021
Die Grünen haben einen neuen Wahlspot veröffentlicht: Für die umgedichtete Version des Volkslieds „Kein schöner Land“ bekam die Partei viel Aufmerksamkeit – und vor allem Spott in den sozialen Medien.
Trauer um CDU-Politiker: Kurt Biedenkopf ist tot
Gut elf Jahre lang war Kurt Biedenkopf Ministerpräsident - eine Zeit, die Sachsen stark geprägt hat. Nun ist der CDU-Politiker im Alter von 91 Jahren gestorben. Kanzlerin Merkel würdigte ihn als "herausragenden politischen Kopf".
Eine tödliche Kombination
Am 4. August 2020 um 18.07 Uhr blieb im Libanon die Zeit stehen. An diesem schrecklichen Tag wurde nicht nur eine Stadt verstümmelt, sondern eine ganze Bevölkerung. Viele Zahlen wurden bekannt: 2 750 Tonnen Ammoniumnitrat, 215 Todesopfer, mehr als 6 500 Verletzte, mindestens zwei Opfer, die nach einem Jahr noch immer im Koma liegen, über 70 000 beschädigte Wohneinheiten, mehr als 300 000 Menschen, die ihr Zuhause verloren haben.
In Schockstarre
Parallel zum Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan, der mittlerweile praktisch abgeschlossen ist, haben die Taliban in den vergangenen Wochen gut 200 der etwa 400 Distrikte des Landes eingenommen. Den überwiegenden Teil davon können sie bislang halten. Die Soldaten der Regierung schienen in entfernt gelegenen Distrikten buchstäblich auf verlorenem Posten zu kämpfen und sahen sich angesichts ausbleibender Nachschublieferungen zum Aufgeben gezwungen.
Gemeinsam einsam
Was mein Interesse weckte, war nicht seine Berichterstattung über das Chaos im Weißen Haus und Trumps erschreckende Entgleisungen – einige Details sind neu, aber insgesamt ist diese Seite der Geschichte bekannt. Fasziniert war ich vielmehr von Benders Bericht über die Menschen, die Trump von Kundgebung zu Kundgebung folgten wie autoritätshörige Hohlköpfe.
