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Königliche Krankheit
Die als Ruth Rendell geadelte britische Krimiautorin nimmt als Insiderin sehr vergnüglich Prozedere und Alltag im House of Lords als Rahmen für ihre Geschichte. Sie war bis zu ihrem Tode 2015 dort aktiv, weiß also sehr genau, was sie schildert.
Der Empfänger
Lenze verarbeitet die Lebensgeschichte ihres Großonkels mithilfe einer fiktiven Figur. Das gelingt ihr, indem sie drei Zeitebenen anlegt, zwischen denen sie hin und herspringt: die Zeit, während der Immigrant in New York Fuß fasst
1925-1939, ein Besuch in Neuss 1949 und die Phase in Buenos Aires bzw. Costa Rica 1953.
Äquatoria
Es ist nicht das erste Buch von Patrick Deville, in dem er sich einen historischen Aufhänger sucht, um sein Detailwissen über politische Machtzusammenhänge der letzten hundert Jahre auszubreiten. In „Äquatoria“ ist dies die Biographie eines italienischen Adeligen, Pierre Savorgnan de Brazza, nach dem eine Stadt im heutigen Kongo benannt wurde.
„Furcht“
Bob Woodward, die Ikone des investigativen Journalismus in den USA, hat alle amerikanischen Präsidenten aus nächster Nähe beobachtet. Nun nimmt er sich den derzeitigen Präsidenten vor und enthüllt den erschütternden Zustand des Weißen Hauses unter Donald Trump.
