Archives for Reisen und Touren - Page 22
Eiszeitkunst und Schwabengeiz
Im Jahr 2017 ging ein großes Aufatmen durch die Bevölkerung der Gegend um das Städtchen Blaubeuren bei Ulm: Die Höhlen im Blau-und Lonetal wurden unter dem Titel „Höhlen und Eiszeitkunst“ als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen. Besonders erfreut war man in dem 4700 Einwohner zählenden Städtchen Niederstotzingen im Landkreis Heidenheim. Denn dort hatte man schon längere Zeit eine Archäo-Erlebnispark angelegt, der sich um die Vogelherdehöhle gruppiert.
Irland: Die Cliffs of Moher
Die Cliffs of Moher sind Irlands Wahrzeichen. Es gibt wohl keinen Irland-Fan, der die Cliffs of Moher nicht besucht oder wenigstens Bilder der majestätischen Klippen bewundert hat. Die 300 Millionen alten Klippen von Moher ragen südwestlich von Galway, nur ein paar Autominuten des kleinen Örtchens Doolin entfernt ehrwürdig bis zu 200 Meter über dem brausenden Atlantik empor. Seine feine, prickelnde Gischt kann der Besucher selbst in dieser Höhe noch auf seinem Gesicht spüren.
Barfuß zurück zur Natur
„Liegt das Paradies im Jenseits oder im Abseits?“ Mit sanftem Schwung erklimmt der Bug des kleinen Motorboots den feinsandigen flachen Strand, aus dem das Eiland allein zu bestehen scheint. Eine weiße Sandbank mitten im Indischen Ozean und sonst nichts. Wäre da nicht, im gleißenden Sonnenlicht zunächst nur mit Mühe erkennbar, jene reetgedeckte kleine Dachkonstruktion, unter der vier fleißige Hände im Gewirr von Tellern, Töpfen und Schälchen ein Mittagsmenu zubereiten. Davor, als improvisierter Speisesalon, ein schützender Sonnenschirm, unter dem bereits zwei Liegestühle den soeben eingetroffenen Gästen einen romantischen Nachmittag versprechen.
Draußen aktiv, im Innern entspannt
An der Nordsee weht den Spaziergängern im Winter eine frische Brise um die Nase, in der Lüneburger Heide sind sie zwischen nebligen Mooren und knorrigen Wacholdern ganz für sich, und auf den Harzer Gipfeln stapfen sie oftmals durch den Schnee. In Niedersachsens typischen Landschaften wird es im Winter still.
Irland: Sligo
Sligo ist die Hauptstadt der irischen Grafschaft Sligo und liegt am Garavogue River in der Provinz Connaught. Der irische Name bedeutet übersetzt „Platz der Muscheln“, da die Küste vor Sligo bekannt war für ihre reichen Vorkommen an Schalentieren.
Unterwegs: Donegal
Donegal ist eine Stadt im Nordwesten Irlands an der Mündung des River Eske. Das Donegal Castle wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut und später in der jakobinischen Zeit erweitert. Das Four Masters Memorial erinnert mit einem Obelisk an 4 Schreiber aus dem nahen Franziskanerkloster, von dem nur noch Ruinen erhalten sind. Das Donegal Railway Heritage Centre ist in einem alten Bahnhofsgebäude untergebracht und beschäftigt sich mit der Geschichte der örtlichen Eisenbahn. In der Donegal Bay leben eine Robbenkolonie, Kormorane und Kraniche.
Reise: Wie aus dem Ei gepellt
Evas Verführungskünste in allen Ehren! Aber womit hat sie es wirklich geschafft, ein gestandenes Mannsbild wie Adam gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte von seinen guten Vorsätzen abzubringen? Der saure Apfel, in den er beißen sollte, ist längst verbannt in den Bereich der Mythologie. Auch erwiesen sich die süßen Salzburger Nockerln, die ebenfalls als Anlass für den Sündenfall herhalten mussten, schon bald als der wenig überzeugende Wunschtraum eines ausgeprägten Lokalpatriotismus. Was aber war es dann?
Eine „gläserne Kathedrale“: Visionäre Industrie-Architektur
Walter Gropius war zwar kein Amberger. Für die Stadt in der Oberpfalz aber schuf er mit der 1970 eröffneten, so genannten Glaskathedrale ein Bauwerk, das bis heute fasziniert. Dort können Besucher die Geschichte des Gebäudes in einer moderierten Multimedia-Show erleben. Das Herzstück der Anlage ist die über 100 Meter lange Schmelzofenhalle.
Unterwegs: Die Klippen von Slieve Leagues
Die Klippen von Slieve League im Westen der irischen Grafschaft Donegal am Atlantischen Ozean sind eine der Hauptsehenswürdigkeiten dieser Region. Die steil ins Meer abfallenden Klippen gehören mit ihren 601 Metern Höhe zu den höchsten Klippen in Europa. Sie werden in Reiseführern oft fälschlich als die höchsten Meeresklippen in Europa bezeichnet, beispielsweise die Klippen von Croaghaun auf Achill Island, auf den Färoern (Enniberg) sowie Klippenformationen in Skandinavien sind jedoch höher.
Reise: Der Dolmen bei Kilclooney
Dieses neolithische Monument stammt aus der Zeit zwischen 4.000 und 3.000 v. Chr. und ist eines der schönsten Beispiele in Irland. Diese Art von Grabmal findet man an so unterschiedlichen Orten wie Deutschland (Hünengrab), Portugal (Anta), Spanien, den Kanalinseln, Wales (Cromlech) und Irland (Dolmen). Das in Kilclooney gelegene Monument besteht aus einem riesigen, etwa vier mal sechs Meter großen Deckstein, der von zwei 1,8 Meter hohen Pfosten, den so genannten Portalen getragen wird.
