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Vertreibung aus dem Steuerparadies
Schon lange nutzen multinationale Unternehmen (MNU) die Regeln der Weltwirtschaft dafür, ihre Steuerlast zu minimieren – oder gar völlig auf Null zu bringen. Und bereits seit einiger Zeit setzt sich die Independent Commission for the Reform of International Corporate Taxation (ICRICT, Unabhängige Kommission für die Reform der Internationalen Unternehmensbesteuerung) für eine einheitliche Besteuerung multinationaler Konzerne ein. Glücklicherweise gibt es nun einige ermutigende Hinweise darauf, dass diese Idee einer Einheitssteuer an Fahrt gewinnt.
Kein Stillstand für “Europa”
Stellen Sie sich eine Gruppe von sechs Menschen vor, die vor geraumer Zeit beschlossen, eine WG zu gründen, um ihre Interessen, Ressourcen und Energien besser zu bündeln und zu nutzen. Also: Eine für alle bessere gemeinsame Lebensbasis aufzubauen, inklusive ihrer unterschiedlichen Geschichte, verschiedenen Sprachen und Kulturen. Kein leichtes Unterfangen seinerzeit, im Gegenteil, ein Megaprojekt.
Glück im Unglück – Vorsorgen ist besser als Jammern
Es muss ja nicht gleich ein schlimmer Unfall sein wie kürzlich in Madeira. Reisende im fortgeschrittenen Alter, zumal wenn sie Vorerkrankungen haben, sind anfälliger gegen alles Mögliche. Malaria, Denguefieber oder Ebola? Nein, eine normale Klimaanlage reicht, um sich ganz profane Bakterien oder Viren einzufangen. Haben Sie sich schon mal ausgemalt, in einem orientalischen Lazarett zu landen? Keine Angst, die türkische Medizin hat sich seit der Belagerung von Wien weiterentwickelt.
Alle, außer mir
Der große Roman der römischen Autorin Francesca Melandri: eine Familiengeschichte, ein Porträt Italiens im 20. Jahrhundert, eine Geschichte des Kolonialismus und seiner langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen.
Die China-Misere Europas
Die Europäer können sich nicht einigen, wie sie mit dem aufstrebenden China umgehen sollen. Während sich kürzlich die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel versammelten, um einen entschlosseneren gemeinsamen Ansatz zu diskutieren, besuchte der chinesische Präsident Xi Jinping Rom. Anlass für seine Visite war Italiens unabhängige Beteiligung an der Seidenstraßeninitiative, Xis billionenschwerem paneurasischen Infrastruktur-Investitionsprogramm, das auf eine Stärkung von Chinas wirtschaftlichem und politischem Einfluss zielt. So viel zu einer gemeinsamen Haltung der EU.
Gemischte Signale vom Ganges
In Indien, der größten und auch weitgehend gut funktionierenden Demokratie der Welt, wird seit dem 11. April über mehrere Wochen verteilt gewählt; das Ergebnis wird am 23. Mai bekannt gegeben. Fast 900 Millionen Menschen sind aufgerufen, das Parlament zu bestimmen. Die jetzige Regierungskoalition unter Narendra Modi liegt in den Umfragen vorne, hat aber in den letzten Monaten an Zustimmung verloren.
Genießen wie die alten Römer
Ostbayern und Oberösterreich bieten heute eine einzigartige kulinarische Entdeckungsreise auf römischen Spuren — bei Bayerns größtem Römerfest, römischen Stadtführungen, mit der ältesten römischen Brauerei nördlich der Alpen und mit Weinreben an der Donau, die einst die Römer anlegten.
Josef Groll: “Vater des Ur-Pils”
Wir schreiben das Jahr 1838. In der westböhmischen Metropole Pilsen gibt es eine Vielzahl von Hausbrauereien, 290 brauberechtigte und zehntausende durstige Bürger. Doch die ortsansässigen Brauer produzieren nur das wenig haltbare obergärige Bier, das den Leuten nicht schmeckt. Die Qualität wird immer schlechter, bis es zu einem regelrechten Bier-Aufstand kommt. In ihrer Wut über den ungenießbaren Gerstensaft stürmen die Pilsner die Brauhäuser, klauen die Fässer, rollen sie auf die Straße und kippen die Plörre mitten auf den Stadtplatz vor dem Bartholomäusdom.
Chinas Wege führen nach Rom
Drei Tage war Chinas Präsident Xi Jingping in Italien zu Gast, und am Ende gab es zwei Lesarten über das Ergebnis des Besuchs. Endlich könne Italien Orangen genauso wie gefrorenes Schweinefleisch nach China liefern, verlautete nachher – neue Chancen für Italien also, ohne dass das Land dafür seinerseits bindende Verpflichtungen eingegangen sei, so die erste Version.Die zweite sieht ein bisschen anders aus: Schließlich haben die Regierungen beider Staaten ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, das Italiens Beteiligung am chinesischen Megaprojekt der „Belt and Road Initiative“ (BRI) – auch Neue Seidenstraße genannt – vorsieht.
(Unfreiwilliger) Retter in der Not?
Die Zahl der Organspender hat sich im vergangenen Jahr erstmals seit 2010 wieder deutlich positiv entwickelt. Allerdings stehen in Deutschland aktuell noch immer rund 9.400 Patienten auf den Wartelisten für eine Organtransplantation. Zum 1. April 2019 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das für verbesserte Organisationsstrukturen und mehr finanzielle Unterstützung für die Kliniken sorgen soll.
