Spritpreis-Rallye
Mit diesen 8 Tipps senken Sie den Verbrauch um bis zu 20 Prozent
Aktuell steigen die Spritpreise in immer neue Höhen und erreichen an vielen Tankstellen mehr als 2 Euro pro Liter. Ob für den täglichen Arbeitsweg oder die Fahrt in den Urlaub: Die steigenden Kraftstoffkosten
belasten das Haushaltsbudget vieler Autofahrer. Doch effizientes Fahren ist kein Hexenwerk. „Vielen Autofahrern ist gar nicht bewusst, wie viel Sparpotenzial in ihrem Fahrzeug und ihrem eigenen Fahrstil steckt“, erklärt Christopher Lang, Kfz-Experte bei ATU. „Mit den folgenden acht Tipps lässt sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren.”
1. Tempo drosseln
Der größte Einflussfaktor auf den Kraftstoffverbrauch ist das Tempo. Da der Luftwiderstand mit steigender Geschwindigkeit stark zunimmt, können Fahrer signifikant sparen, indem sie ihre Fahrweise anpassen. Ein deutliches Beispiel: Wer auf der Autobahn statt 140 km/h hauptsächlich 120 km/h fährt, kann je nach Fahrzeugtyp bis zu zehn Prozent Kraftstoff einsparen.
2. Dachträger abbauen
Auf dem Dach montierte Transporthilfen wie Ski-, Gepäck- oder Fahrradträger verstärken den Luftwiderstand eines Fahrzeugs erheblich und erhöhen zudem das Gesamtgewicht. Mit zwei Rädern auf dem Dach verbrennt der Motor bis zu 40 Prozent mehr Kraftstoff – deutlich sparsamer ist dagegen der Transport auf einem Heckträger: plus 18 Prozent. Aber auch ohne Fahrräder erhöht der Dachträger den Verbrauch um rund fünf Prozent. Christopher Lang: “Daher ist es ratsam, einen nicht benötigten Gepäckträger stets zu entfernen.”
3. Reifendruck checken
Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch massiv. “Bereits 0,5 Bar zu wenig können den Kraftstoffverbrauch um rund 5 Prozent steigern”, sagt Experte Lang. “Deshalb lohnt es sich, den Luftdruck der Pneus regelmäßig zu überprüfen.” Die empfohlenen Werte finden sich in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel oder am Holm der Fahrzeugtür.
4. Elektrische Verbraucher gezielt einsetzen
Elektrische Verbraucher wie Sitzheizungen, Scheibenheizung, Beleuchtung und Klimaanlagen erhöhen zwar den Komfort, benötigen aber ebenfalls Sprit. Christopher Lang rät: „Im Sommer lässt sich die Klimaanlage entlasten, indem man vor der Abfahrt das Fahrzeug gründlich durchlüftet, damit warme Luft aus dem Fahrzeug entweichen kann und weniger Kühlleistung benötigt wird.“ Andere elektrische Verbraucher, wie zum Beispiel Scheiben- oder Sitzheizung sollten nur bei Bedarf genutzt werden, um sie danach direkt wieder auszuschalten. So kann man den Energieverbrauch wirksam senken, ohne auf Komfort zu verzichten.
5. Energiesparreifen nutzen
Der Rollwiderstand der Reifen hat einen erheblichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Durch die Wahl optimierter Reifen mit sehr geringem Rollwiderstand lassen sich bis zu 0,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer einsparen. Ein auf den ersten Blick teurerer Reifen kann sich somit über seine gesamte Nutzungsdauer durch die Kraftstoffersparnis mehr als amortisieren.
6. Kurzstrecken vermeiden oder bündeln
Es rechnet sich nicht, für kurze Wege zur Post, Drogerie oder zum Bäcker das Auto zu nutzen, denn so lange der Motor noch kalt ist, verbrennt er mit Abstand am meisten Kraftstoff. „Auf den ersten ein bis zwei Kilometern kann der Verbrauch umgerechnet schnell auf bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer ansteigen“, betont Lang. „Daher empfiehlt es sich, Kurzstrecken zusammenzulegen oder den Wagen auch mal stehen zu lassen und das Fahrrad oder den ÖPNV zu nutzen.“
7. Vorausschauend fahren
Den höchsten Spritverbrauch hat ein Auto beim Anfahren und Beschleunigen – hier hilft es, möglichst vorausschauend zu fahren und früh in den nächsthöheren Gang zu schalten. Zudem ist es ratsam, den Motor bei Pausen von 30 Sekunden oder länger abzustellen – etwa vor einer roten Ampel oder im Stau. Fahrzeuge mit Start-Stop-Automatik regeln dies eigenständig.
8. Wartung ist das A und O
Ein schlecht gewarteter Motor arbeitet ineffizient. Verschmutzte Luftfilter oder alte Zündkerzen können den Verbrauch schleichend in die Höhe treiben. “Regelmäßige Inspektionen und frisches Motoröl reduzieren die Reibung und sorgen dafür, dass die Technik im optimalen Wirkungsbereich arbeitet”, so Christopher Lang. “Gleichzeitig lassen sich so durch frühzeitiges Erkennen von Schäden teure Folgekosten vermeiden.”
Fazit: Angesichts eines Literpreises von zwei Euro macht sich jeder zusätzliche Liter Benzin oder Diesel direkt bei den Kosten bemerkbar. Bereits geringe Verbrauchsabweichungen können über das Jahr hinweg Mehr- oder Minderkosten von mehreren hundert Euro verursachen. Die größten Einflussfaktoren auf den Verbrauch sind die Geschwindigkeit, die Fahrweise und der Luftwiderstand. Durch die Kombination verschiedener Maßnahmen lässt sich die persönliche Tankrechnung spürbar reduzieren, auch wenn der Marktpreis nicht beeinflussbar ist.
Quelle: https://www.atu.de



