Tag archives for Aide Rehbaum
Rezension: Alice Horáčková – Geteiltes Haus
Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern – wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten – und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.
Rezension: Köstering. – Die Heldinnen von Weimar
Weimar und Jena im Sommer 1805: Der junge Geselle Wilhelm träumt von einer Familie und einer eigenen Werkstatt als Gitarrenbauer - und davon, endlich seine leibliche Mutter zu finden. Seine Frau Annette, klug und eigenwillig, sucht ihren Platz in einer Welt, die Frauen kaum Raum lässt.
Gabor Pox – Letzte Ausfahrt Patagonien
Victor pausiert sein Studium in Bozen, um eine Abenteuerreise nach Patagonien zu unternehmen. Er plant dabei zwei Projekte umzusetzen: einen Outdoor-Film für die E.O.F.T. zu drehen und sein Buch über Südtirol fertigzuschreiben. Unerwartete Hindernisse zwingen ihn jedoch, mehr Zeit als geplant in das Buchprojekt zu investieren.
Joachim Meyerhoff – Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Mit zwanzig wird der Erzähler unerwartet auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern. Die Tage der ehemaligen Schauspielerin und des emeritierten Professors für Philosophie sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Mia Couto – Der Kartograph des Vergessens
Der Dichter Diogo Santiago kehrt in seine Heimatstadt Beira zurück. Alle verehren ihn, doch als er Einsicht erhält in alte Akten der Geheimpolizei, gerät seine Welt ins Wanken. Während der Zyklon Idai drohend über Beira aufzieht, stürzen neue Wahrheiten auf ihn ein. Sein Vater, auch ein Poet, versuchte, im Geheimen die Verbrechen der Kolonialtruppen zu dokumentieren.
Luise Berg-Ehlers: Mörderisches England
Im Lauf der Lektüre lernt man London als Hauptstadt des Verbrechens kennen, macht sich mit den mörderischen Curricula der traditionsreichen Universitätsstädte Oxford und Cambridge vertraut, spürt Mordfällen im Norden und am Meer nach – vom Lake District bis Yorkshire und von Norfolk bis Cornwall – und wagt schließlich den Schritt in die gefährliche Idylle des Heart of England, in die natürlichmalerischen Cotswolds.
Steffen Weinert: Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
Kriminalhauptkommissarin Mara Eisfeld hat gerade genug private Sorgen: Ihr Noch-Ehemann Matti drängt sie zu kräftezehrenden Mediationsgesprächen, um ihrem Sohn die Trennung zu erleichtern, und dann taucht auch noch ihr Vater in Berlin auf und will sich unbedingt treffen. Doch als der Investigativ-Journalist Peter Hester mitten in der Stadt brutal ermordet wird, gerät all das in den Hintergrund.
Samantha Hayes: Eine von uns
Gina und ihre Familie finden nach einem Brand notgedrungen Unterschlupf im Haus einer Freundin, aber die unheimliche Haushälterin und albtraumhafte Erinnerungen lassen Gina keine Ruhe. Doch der wahre Albtraum hat noch gar nicht begonnen …
Franzobel – Hundert Wörter für Schnee
Im Herbst 1897 bringt der US-amerikanische Entdecker und Abenteurer Robert Peary sechs Inughuit, so der Name der im Norden Grönlands lebenden Menschen, auf einem Dampfschiff nach New York. Untersucht sollen sie werden, vor allem aber ausgestellt und hergezeigt.
Rezension: Heumahd
Als König Ludwig II. 1886 im Starnberger See ums Leben kommt, sind die Menschen im Werdenfelser Land schockiert. Dass ihr Ehemann in einer eiskalten Nacht erfriert, empfindet Vroni Grasegger dagegen als großes Glück: Endlich ist sie nicht mehr seinen Misshandlungen ausgeliefert.
