Tag archives for Reise - Page 3
Kreuzfahrt im Wandel
Wem gehört das Mittelmeer? Wegen seiner landschaftlichen, klimatischen und wirtschaftlichen Attraktivität erweckte es zu allen Zeiten Begehrlichkeiten, die sich oftmals nur schwer miteinander vereinbaren ließen. Vor allem die Römer und Karthager kämpften in drei Punischen Kriegen verbissen um die Vorherrschaft. Selbstbewusst und nicht ohne Stolz erklärten die Römer nach ihrem Sieg das Mittelmeer als „mare nostrum“, zu ihrem Privateigentum. Damit lehrten sie jeden das Fürchten, der an diesem Anspruch zu rütteln wagte.
Leeres Spanien
Kaum ein Buch hat Spanien in den letzten Jahren so sehr bewegt: Sergio Del Molino erzählt vom extremen Ungleichgewicht zwischen Stadt und Land. Eine andere Kulturgeschichte Spaniens, ein unterhaltsam zu lesender, faszinierender Essay über die Leere und die Spuren, die sie hinterlässt.
Nah, nachhaltig und günstig
In den letzten drei Jahren haben die Menschen in Deutschland ihre Heimat neu lieben gelernt. 2023 sprechen zwei weitere Aspekte für einen Urlaub in der heimischen Region: Er ist zum einen erheblich nachhaltiger als eine Fernreise und in Zeiten, in denen viele Haushalte den Gürtel enger schnallen müssen, auch meist deutlich günstiger.
Reise: Wiederentdeckung der Wildnis
Tiere, Savanne und Victoriafälle machen Sambia zu einem herausragenden Reiseziel im südlichen Afrika.
Rezension: Eine Reise durch Deutschland
1936 reist der afroamerikanische Soziologe W. E. B. Du Bois zu einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt ins nationalsozialistische Deutschland. Als scharfer Kritiker des Rassismus in seinem eigenen Land beobachtet er den Antisemitismus und die Entrechtung der Juden im "Dritten Reich".
Eine Reise (fast) bis zum Mittelpunkt der Erde
Es ist bis heute eines der spektakulärsten Forschungsprojekte der Wissenschaftsgeschichte: Die Kontinentale Tiefbohrung (KTB) bei Windischeschenbach in der nördlichen Oberpfalz. Dort haben Geologen mit dem mit 83 Metern höchsten Bohrturm der Welt über vier Jahre lang das immer noch tiefste offene Bohrloch der Erde in hartem Gestein geschaffen.
Vier unvergessliche „Open-Air-Zeitreisen“ in die Vergangenheit
Ostbayerns vier Museumsdörfer sind begehbare "Visitenkarten" der Geschichte: Die Freilichtmuseen Massing (Kreis Rottal-Inn) und Finsterau (Kreis Freyung-Grafenau), das Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling (Kreis Passau) sowie das Oberpfälzer Freilichtmuseum Neusath-Perschen (Kreis Schwandorf) begeistern nicht nur jetzt in der Ferienzeit mit besonderen Einblicken in den Alltag und das Siedlungswesen aus fast 1.000 Jahren regionaler Geschichte.
Ich glaub’, mich tritt ein Stier
In Erinnerung an das Jahr 1959, in dem Ernest Hemingway vor genau fünfzig Jahren die spanische Stadt Pamplona am Südrand der Pyrenäen zuletzt mit seinem Besuch beehrte. Und natürlich an das Jahr 1923, als er erstmals hier erschien, um den „Sanfermines“ beizuwohnen. Jenem illustren Fest zu Ehren des Heiligen Fermin, an dessen Höhepunkt eine ungezügelte Stierherde in wildem Ungestüm eine lebhafte Schar junger Männer vor sich hertreibt. Nur bewaffnet mit einer zusammengerollten Zeitung versuchen die Läufer in einer Mischung aus Wagemut und Tollkühnheit den hämmernden Hufen und den auf sie gerichteten spitzen Hörnern geschickt auszuweichen – nicht immer mit Erfolg.
Genussreise entlang der Donau
Hochmut kommt vor dem Fall! Schonungslos enthüllt der Verfasser des Nibelungenliedes den Wesenskern seiner Helden und lässt dabei kein gutes Haar an ihnen. Gunther, Kriemhild, Siegfried und Hagen, sie alle sind für den Autor Getriebene ihrer jeweiligen Charakterschwächen. Mit Verrat und Betrug torkeln sie ihrem Untergang entgegen, bis die von Kriemhild gestellte Falle gnadenlos zuschnappt. Denn offenbar hat Gunthers Schwester noch alte Rechnungen zu begleichen. So tarnt sie ihre Rachegelüste als gut gemeinte Familieneinladung an den ungarischen Hof ihres Ehemannes, des Hunnenkönigs Etzel. Die List gelingt, und die über die Donau angereisten Gäste fallen an ihrem Ziel einem blutigen Gemetzel zum Opfer. Die Donau wird damit für sie zum Schicksalsstrom. Noch heute erinnert der Nibelungengau bei Pöchlarn an die fest in der Sagenwelt verankerten Geschehnisse.
Pharaonengräber und Korallengärten
Es geht aufwärts. Ein letzter fauchender Feuerstrahl überwindet die Schwerkraft und trägt den bunt gestreiften Ballon wie eine riesige Christbaumkugel hinauf in den Nachthimmel. Knarrende Seile halten die enge Korbgondel, aus der heraus neugierige Augenpaare die Umrisse in der Uferlandschaft des Nils auszumachen versuchen. Ein Lehmziegeldorf hier, ein Palmenhain dort, die mit zunehmender Höhe auf Spielzeugformat zurechtgestutzt werden.
