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Rezension: Eine Reise durch Deutschland
1936 reist der afroamerikanische Soziologe W. E. B. Du Bois zu einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt ins nationalsozialistische Deutschland. Als scharfer Kritiker des Rassismus in seinem eigenen Land beobachtet er den Antisemitismus und die Entrechtung der Juden im "Dritten Reich".
Für diesen Sommer
Die Autorin legt eine autobiographisch inspirierte Familiengeschichte vor, die sich vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart spannt. Im Zentrum steht der gebrechliche Witwer Heinrich, der von seiner jüngeren Tochter Franziska eine Zeitlang gepflegt werden soll. Die ältere Schwester Monika, die das bis jetzt getan hat, ist mit einem Burnout ausgefallen und soll in einer Psychiatrie wieder zu Kräften kommen. Franziska ist aber das schwarze Schaf der Familie, da sie im Gegensatz zu ihrer perfekt funktionierenden Schwester weder Ausbildungen durchgehalten noch eine dauerhafte Beziehung hat, für Unordnung sorgt und davonläuft, wenn eine Situation schwierig wird.
Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr
Tom lebt seit fünfzig Jahren in einem abgelegenen Dorf am nördlichsten Punkt Schottlands. Doch nun macht sich der 90-Jährige auf die weite Reise nach Land’s End nahe dem südlichsten Punkt Englands, seinem Geburtsort – alles mit dem öffentlichen Bus. Seine geliebte Frau ist verstorben und er hat ihr versprochen, ihre Asche zurückzubringen, dorthin, wo sie sich kennengelernt und verliebt haben.
Die dritte Quelle
Der Gründer des Kulturfestivals „lit.COLOGNE“ hat ein Aussteigerdrama vorgelegt, das auf einer wahren Geschichte fußt. Ein möglicher Nachfahre will die zwischen März und November 1934 hauptsächlich um zwei deutsche Aussteigerpaare auf der zum Galápagos-Archipel gehörenden Insel Floreana kreisende, sog. Galapagos-Affäre, aufrollen. Drei Personen starben damals unter ungeklärten Umständen und drei verschwanden spurlos. Ganz modern schlachteten die Medien die Geschichte aus.
Guglhupfgeschwader
Die achte Eberhofer-Verfilmung – ab 4. August 2022 im Kino! In seinem zehnten Fall bekommt es der Eberhofer mit brutalen Geldeintreibern, einem gut getarnten Mord und einem bockigen Birkenberger zu tun. Dabei könnte er sich so schön feiern lassen zum Dienstjubiläum.
Wie im echten Leben
Die renommierte Schriftstellerin Marianne beginnt ein Doppelleben auf Zeit. Sie gibt allen Komfort der Pariser Kulturelite auf und reist in die nordfranzösische Hafenstadt Caen, wo das Wetter launisch ist und das Leben rauh. Im Jobcenter gibt sie vor, nach einer Scheidung jede Stelle anzunehmen – egal wie schmutzig sie sich die Hände macht. Ihr eigentlicher Plan: Sie will eintauchen in ein Leben zwischen Plackerei und Geldknappheit, zwischen Allesgeben und Nichts bekommen, und ein Buch schreiben über die starken Persönlichkeiten, die diese Welt auf ihren Schultern tragen.
Kunst und Kultur vor historischen Kulissen
Die Kulturregion Nordschwarzwald lädt vom 15. Juli bis 14. August zum Kultursommer ein. Die Besucher können sich auf über 100 Events aus verschiedenen Kunst- und Kultursparten freuen, deren Veranstaltungsorte sich über die gesamte Region verteilen.
Ein großes Versprechen
Juditha und Erik können eigentlich auf ein langes Leben und eine erfüllende Ehe zurückblicken: Sie haben eine Tochter großgezogen und und waren trotz der üblichen Höhen und Tiefen meist glücklich. Nun, wo Universitätsprofessor Erik in Pension geht, wollen sie eigentlich mehr Zeit miteinander verbringen, doch ausgerechnet nun schreitet die Multiple Sklerose, an der Juditha leidet, stärker voran. So gestaltet sich der neue Alltag für beide anders als geplant, denn Erik tut sich mit der häuslichen Enge schwer, während Juditha unglücklich ist, dass ihr Ehemann nicht für sie da ist.
Ferne Gestade
Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz.
Genussreise entlang der Donau
Hochmut kommt vor dem Fall! Schonungslos enthüllt der Verfasser des Nibelungenliedes den Wesenskern seiner Helden und lässt dabei kein gutes Haar an ihnen. Gunther, Kriemhild, Siegfried und Hagen, sie alle sind für den Autor Getriebene ihrer jeweiligen Charakterschwächen. Mit Verrat und Betrug torkeln sie ihrem Untergang entgegen, bis die von Kriemhild gestellte Falle gnadenlos zuschnappt. Denn offenbar hat Gunthers Schwester noch alte Rechnungen zu begleichen. So tarnt sie ihre Rachegelüste als gut gemeinte Familieneinladung an den ungarischen Hof ihres Ehemannes, des Hunnenkönigs Etzel. Die List gelingt, und die über die Donau angereisten Gäste fallen an ihrem Ziel einem blutigen Gemetzel zum Opfer. Die Donau wird damit für sie zum Schicksalsstrom. Noch heute erinnert der Nibelungengau bei Pöchlarn an die fest in der Sagenwelt verankerten Geschehnisse.
