Sandra Hüller © 2026_Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz

Rose ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm von Markus Schleinzer aus dem Jahr 2026. Das Historiendrama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich als männlich gelesener Soldat verkleidet Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft. Die Hauptrolle übernahm Sandra Hüller. Ihre Figur ist inspiriert von zahlreichen dokumentierten Berichten über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Die österreichisch-deutsche Koproduktion wurde im Februar 2026 im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt, wo die schauspielerische Leistung von Hüller preisgekrönt wurde.

Sandra Hüller © 2026_Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) taucht ein mysteriöser Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf. Er behauptet, der rechtmäßige Erbe eines seit langer Zeit verlassenen Gutshofs zu sein. Seinen Anspruch macht er mit einem Dokument geltend. Den Fremden umgibt ein Geheimnis – tatsächlich ist „er“ eine Frau namens Rose (Sandra Hüller), die eine falsche Identität und Geschlecht angenommen hat, um ihr Glück zu finden. Dabei schreckt sie auch nicht vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna, der Tochter eines Großbauern zurück. Als Suzanna von einem Unbekannten schwanger wird, glaubt Rose sich am Ziel ihrer Wünsche. Einige Monate später kommt es zu einem Unfall beim Imkern. Rose bricht von mehreren Bienen gestochen zusammen und wird von Suzanna und einer Magd versorgt. Dabei kommen die beiden hinter Roses Geheimnis und schon bald spricht sich das Gerücht im Dorf herum. Suzanna versucht „ihren Mann“ zu decken, doch beide werden festgenommen. Suzanna wird wegen Beihilfe zum Betrug und Ehebruch zum Tod durch Ertränken verurteilt, Rose soll wegen Betrug und Erbschleicherei durch Enthauptung hingerichtet werden. Die Hinrichtung muss allerdings verschoben werden – Rose ist durch eine Vergewaltigung nach der Festnahme selbst schwanger geworden. In der Zeit, die ihr durch den Aufschub gewährt wird, schreibt Rose ihre Lebensgeschichte auf.

Für den Österreicher Markus Schleinzer ist Rose der dritte realisierte Spielfilm als Regisseur. Das Skript zum Film verfasste er gemeinsam mit Alexander Brom. Als Inspiration für die Titelfigur dienten beiden zahlreiche dokumentierte Berichte über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Schleinzer und Brom bemühten sich bei ihrer Recherche um größtmögliche Authentizität. Für die Hauptrolle des Rose wurde die vielfach preisgekrönte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller verpflichtet. Den Part der Großbauerstochter Suzanna erhielt die deutsche Theaterschauspielerin Caro Braun, die unter Schleinzers Regie ihr Spielfilmdebüt gab. In weiteren Rollen sind unter anderem Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, Sven-Eric Bechtolf und Rainer Egger zu sehen, während Marisa Growaldt als Erzählerin der Geschichte fungierte.

„Rose“
Österreich/Deutschland 2026
Länge: 94 Minuten
Regie: Markus Schleinzer
Darstellende: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek u.a.
Kinostart: 30. April 2026