Saoirse Ronan, Eddie Waller © Pulse Films

Bad Apples ist ein spannender und ungewöhnlicher Kinofilm, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre und die zunehmend beklemmende Handlung überzeugt. Der Film verbindet Spannung mit schwarzem Humor und schafft es, den Zuschauer immer wieder zu überraschen. Besonders gelungen ist die Atmosphäre. Schon früh entsteht ein Gefühl der Unsicherheit, das sich im Verlauf der Geschichte immer weiter verstärkt. Dabei setzt der Film nicht ausschließlich auf klassische Schockmomente, sondern baut seine Spannung häufig langsam auf. Dadurch wirkt vieles unberechenbar und sorgt dafür, dass man aufmerksam bleibt.

Saoirse Ronan © Pulse Films

Auch die Figuren sind interessant gestaltet. Sie wirken nicht durchgehend sympathisch, sondern haben ihre Ecken und Kanten. Gerade diese moralischen Grauzonen machen die Handlung reizvoll, weil man als Zuschauer immer wieder darüber nachdenkt, wer eigentlich auf der „richtigen“ Seite steht. Allerdings hat der Film auch einige Schwächen. Manche Entwicklungen wirken etwas vorhersehbar, während andere Fragen nicht ganz zufriedenstellend beantwortet werden. Dadurch verliert die Geschichte stellenweise etwas an Tempo. Trotzdem bleibt Bad Apples über weite Strecken unterhaltsam und schafft es, seine besondere Stimmung aufrechtzuerhalten. Insgesamt ist Bad Apples ein sehenswerter Film für alle, die düstere Geschichten mit Spannung, schwarzem Humor und ungewöhnlichen Wendungen mögen. Er ist vielleicht nicht in jeder Hinsicht perfekt, bietet aber genügend interessante Ideen und spannende Momente, um nach dem Abspann noch darüber nachzudenken.

Die Grundschullehrerin Maria (Saoirse Ronan) versucht mit allen Mitteln, ihre Klasse von Zehnjährigen zu begeistern und zu fördern. Doch es gibt einen einzelnen, besonders chaotischen und unberechenbaren Schüler, der den Unterricht immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt. Da ihre berufliche Zukunft zunehmend auf dem Spiel steht und das Verhalten des Kindes immer schlimmer wird, trifft Maria mehrere desaströse Fehlentscheidungen. Dadurch kommt es letztendlich dazu dazu, dass sie den Störenfried aus Versehen zu sich mit nach Hause nimmt und dort im Keller einsperrt. Maria versucht zwar, die Situation wieder zu reparieren, doch als die Klasse plötzlich gedeiht und sowohl ihre Kolleg*innen als auch Eltern von den positiven Veränderungen angetan sind, gibt es scheinbar keinen einfachen Ausweg aus ihrer Zwickmühle.