von Günter Müchler

Dr. Günter Müchler ©privat

Es war nicht die erste Repressionswelle, doch so brutal und hemmungslos ist das Regime noch nie vorgegangen. In nur wenigen Tagen sind im Iran tausende Menschen erschossen, erschlagen oder hingerichtet worden. Das iranische Volk will sie nicht mehr, die Mullahs und ihre Milizen. Die aber klammern sich an die Macht. Sie geben vor, ihre Stellung in göttlichem Auftrag zu verteidigen und servieren die billigste Ausrede, die autoritären Herrschern bleibt, wenn ihr Thron wackelt: Das Ausland stecke hinter den Protesten. Während die Mullahs ihr Land in eine Schlachtbank verwandeln, schaut die Welt zu. In Deutschland haben viele Iraner Zuflucht gefunden. Auf die Solidarität der Zivilgesellschaft warten sie vergebens. Die hiesige Protestmaschine funktioniert vor allem dann, geht es gegen „rechts“. Auch wenn radikale Palästinenser und Hamas-Anhänger sich empören, stehen linke Unterstützer zuverlässig bei Fuß. Aber Freizeit opfern für die Menschen im Iran? Nicht einmal der Umstand, dass es besonders Frauen sind, die dort alles riskieren, lässt die Maschine anspringen.

Vielleicht erklärt Scham die Gleichgültigkeit. Es gab nämlich eine Zeit, da beschäftigte sich die Linke in Deutschland sehr wohl mit der Menschenrechtslage im Iran. Nur setzte man damals, wie so oft, auf das falsche Pferd. Die Älteren werden sich daran erinnern: In den frühen Jahren der Bundesrepublik war der Iran – damals sagte man Persien – sehr beliebt. Das lag auch daran, dass der Kaiser Mohammad Reza Pahlevi sich eine Frau genommen hatte, deren Mutter aus Berlin stammte. Die Kaiserin Soraya, eine echte Schönheit, war das erste Glamour-Idol der Nachkriegsdeutschen.

Ein Märchenland blieb Persien auch dann, als sich der Schah Ende der Fünfziger von Soraya trennte, aus denselben Gründen wie einst Napoleon I. einst von Joséphine: Soraya konnte ihm keinen Thronerben gebären. Auch ihre Nachfolgerin, die Kaiserin Farah Diba, war schön. Auch sie war bald ein Star der Boulevardpresse. Eine komische Szene ist mir erinnerlich. Als Schüler, der irgendetwas einkaufen wollte, wahrscheinlich Zigaretten, ärgerte ich mich in einem Zeitungsladen über eine Kundin, die alles aufhielt, weil sich nicht entscheiden konnte, welche aus der stattlichen Anzahl der Illustrierten sie kaufen sollte. Schließlich beschied sie die Verkäuferin: „Geben Sie mir alle, wo die Farah vorn drauf ist.“

Politisch versuchte der Schah, Persien westlichen Vorstellungen anzunähern. Er war ein beachtlicher Modernisierer, schaffte die Feudalrechte ab und führte das aktive und passive Wahlrecht auch für Frauen ein. So viel Westlichkeit gefiel jedoch nicht allen in dem schiitischen Land. Der wachsenden Opposition erwehrte sich der Schah durch immer härtere Unterdrückung. Sein Geheimdienst, der SAVAK, war berüchtigt. Dann geschah etwas Unerwartetes. In Deutschland erkoren die Achtundsechziger das Schah-Regime zum Feindbild. Ausschlaggebend dafür war nicht des Kaisers Autoritarismus – in dieser Hinsicht hätte sich die Außerparlamentarische Opposition (APO) beliebige andere Zielscheiben aussuchen können, zum Beispiel im Ostblock. Viel wichtiger war, dass Reza Pahlevi den jungen, marxistisch getönten Linken als Schoßkind der Amerikaner galt, und die verkörperten für sie nun einmal den Inbegriff des Bösen.

Dazu noch eine Anekdote: Ich studierte damals, Wintersemester 68/69, in München u.a. Zeitungswissenschaft. Das diesbezügliche Institut logierte im Amerika-Haus am Karolinenplatz, 2. Etage. Eines Tages stand für mich die Zwischenprüfung an. Einigermaßen nervös erreichte ich den Prüfungsort, wurde aber ausgebremst. Das Institut war von linken Kommilitonen besetzt, darunter Brigitte Monhaupt, die später als Chefin der 2. RAF-Generation namhaft wurde. Quer über die Front des Amerikahauses flatterte ein großes Transparent mit der Aufschrift: „Bahman Nirumand Institut“. Ich konnte wieder nach Hause fahren.

Der Deutsch-Iraner Nirumand, ein Germanist, war in seiner persischen Heimat am Aufbau oppositioneller Zellen beteiligt, die als Stadtguerilla gegen das Schah-Regime operieren sollten. In der linken Berliner Studentenszene gehörte er zu denen, auf die man hörte. Wie viele andere bewegte sich der Dutschke-Freund im Grenzbereich der Gewaltszene. Später engagierte sich Nirumand für die Grünen.

Als Mohammad Reza Pahlevi und Farah Dibah am 2. Juni 1967 die geteilte Stadt besuchten, war die Stimmung aufgeheizt. Während das Herrscherpaar zusammen mit dem damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke und dem Regierenden Bürgermeister Heinrich Alberz in der Deutschen Oper einer Aufführung der „Zauberflöte“ lauschten, kam es draußen zu Zusammenstößen zwischen bestellten „Jubel-Persern“, die mit Dachlatten auf Demonstranten eindroschen, und Studenten. Letztere waren u. a. durch Bahman Nirumand, der zuvor bei einem „Teach-In“ an der FU einen Vortrag über das „Folterregime“ von Teheran gehalten hatte, auf Betriebstemperatur gebracht worden. Die Krawalle fanden ihren schrillen Höhepunkt, als der Student Benno Ohnesorg von einem Polizeibeamten in Zivil erschossen wurde.

Als Täter stand rasch der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras fest. Er hatte Ohnesorg mit der Dienstpistole einen Schuss in den Hinterkopf versetzt. Über die Hintergründe der Tat gab es unter den rebellierenden Studenten keine zweite Meinung. Kurras musste ein Handlanger des Systems sein, der entweder auf direkten Befehl oder unter dem Eindruck der „Bild Zeitung“ handelte. Wirklich ließ das Springer-Blatt in jenen aufgewühlten Tagen keine Ausgabe ungenutzt, ohne Stimmung gegen die „Langhaarigen“ zu machen. Ein weiterer „Beweis“ war der Umstand, dass Kurras zwar angeklagt, in einem zweifelhaften Prozess aber wegen Notwehr freigesprochen wurde. Indessen, so einfach lag die Sache nicht. Man muss in dem Kriminalobermeister Kurras eine der typischen Schattengestalten des Kalten Krieges sehen. Er gehörte sowohl der SPD wie der SED an. Schließlich, 2009, kam heraus, dass er jahrelang als Inoffizieller Mitarbeiter für die Stasi gearbeitet hatte. Ob der DDR-Geheimdienst Drahtzieher der Ohnesorg-Erschießung war, wurde nie aufgeklärt. Ein Motiv hätte die Absicht sein können, die Lage in West-Berlin zu eskalieren. Aber wie gesagt, behaupten kann man die Mittäterschaft der Stasi nicht. Unbestreitbar hingegen ist, dass die Mielke-Behörde Ende der sechziger Jahre die aufmüpfige Studentenschaft West-Berlins weiträumig infiltrierte. Mindesten zwei Dutzend IM trieben ihr Wesen in diversen Organisationen der APO, beispielsweise dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und dem Republikanischen Club.

Zwölf Jahre nach den Berliner Ereignissen stürzte der Schah. Die Monarchie wurde abgeschafft. Es übernahm der aus dem französischen Exil heimgekehrte Ajatollah Khomeini. Er modelte den Iran in einen Gottesstaat um, gestützt auf sogenannte Revolutionsgarden, die noch heute alles andere als harmlose Kirchenschweizer sind. Sie wachen darüber, dass Frauen sich nicht so kleiden wie sie wollen, dass Wahlen so ausgehen wie sie sollen und dass Oppositionelle, wenn sie sich trauen, mundtot oder gleich tot gemacht werden wie gegenwärtig.

Für die, die in den endsechziger Jahren an den Anti-Schah-Demonstrationen in Berlin teilnahmen, war Khomeni gewiß nicht die Traumfigur des Schah-Nachfolgers. Allerdings sind das Datum 2. Juni sowie die Namen des „Märtyrers“ Benno Ohnesorg und Bahman Nirumand fester Bestandteil und Chiffre im Gründungsmythos der der „Achtundzechziger“ , was dem Wegschauen von den aktuellen Vorgängen im Iran vielleicht eine Erklärung liefert, wenn auch nicht die Rechtfertigung.

Es scheint ein stabiles Verhaltensmuster linker Bewegungen zu sein, zuerst mit Getöse wegzuräumen, um dann über das, was daraus geworden, den Mantel des Schweigens zu breiten. Jedenfalls verhielten sich die Achtundsechziger so. In ihrem Kessel garte eine Menge Buntes. Sie nannten sich autonom, leninistisch oder trotzkistisch. Sie bewunderten die Bolschewiki und die Kommunarden von Paris. Irgendeinem Orden sozialistischer Observanz wollten sie alle angehören. Zugleich verausgabten sie sich in bitteren Fraktionskämpfen. Ihren gemeinsamen Nenner fanden sie in Signalwörtern, die sämtlich mit anti begannen: anti-amerikanisch, anti-kapitalistisch, anti-imperialistisch, anti-kolonialistisch. Das eigentlich Auffällige war, wie wenig wählerisch sie bei der Bestimmung ihrer Hoffnungsträger im weltweiten Anti-Kampf verfuhren.

Die Orthodoxen störten sich kaum daran, dass Stalin, der kaum zufällig den Gründer Lenin als oberster Bolschewik beerbt hatte, nicht nur der Sieger im Großen Vaterländischen Krieg gegen die Nazis war. Stalin besitzt auch einen weiteren Eintrag im Buch der Geschichte: Er ließ das Blut seiner Landsleute derart in Strömen fließen, dass ihm der Rang eines Mega-Verbrechers des 20. Jahrhunderts nicht zu nehmen ist. Allein auf dem Höhepunkt des Großen Terrors 1937/38 wurden in seiner Verantwortung mehr als 1,5 Millionen Menschen verhaftet, 700.000 von ihnen hingerichtet – was, nebenbei bemerkt, seinen Nach-Nachfolger Putin nicht davon abbringt, ihn schrittweise wieder in die Gemeinschaft der Nationalheiligen einzufädeln. Zwischen 1931 und 1933 führte die Sowjetmacht unter Stalins Regie in der Ukraine eine beispiellose Hungersnot herbei. Der Holodomor („Mord durch Hunger“) löschte rund vier Millionen Ukrainer aus.

Die meisten Strömungen der Achtundsechziger waren keine Apologeten Stalins, die Genossen vom orthodoxen MSB Spartacus vielleicht ausgenommen. Auch mit den späteren Kremlherrn konnte man nicht warm werden. Sie eigneten sich schon wegen ihrer grotesken schwarzen Hüte und ihres überwiegend mumienhaften Aussehens nicht als Idole einer Jugendbewegung. Da kam „Onkel Ho“ schon eher in Betracht. Ho-Chi-Minh war auf kommunistischer Seite die Galionsfigur im Vietnamkrieg. Und weil seiner Befreiungsarmee das für unmögliche Gehaltene gelang, nämlich die Amerikaner aus Vietnam hinauszuwerfen, machte ihn die APO zur Monstranz, hinter bei Protestaktionen hinterherzulaufen Ehrensache war. Das skandierte „Ho-ho-ho-chi-minh“ wurde zu einer Art Marseillaise, die die im Nebenfach Straßenkampf engagierten Politik-, Lehramts- oder Philosophiestudenten überall in der Bundesrepublik mit Inbrunst sangen.

Doch kaum hatten die Amerikaner Vietnam verlassen, verstummten die „Ho-ho-Gesänge“. Die Einparteienherrschaft der Kommunisten, die mit dem Sieg von „Onkel Ho“und seinen Erben Einzug hielt, entbehrte vollkommen des Sex Appeal. Und obwohl man gern in eine andere Richtung geschaut hätte, so ließ sich doch nicht ganz ignorieren, dass die Rache der Sieger in Vietnam fürchterlich war. Geschätzte 165.000 Süd-Vietnamesen starben in Umerziehungslagern, etwa 200.000 wurden hingerichtet. Dazu addierten sich weitere 50.000 Opfer, die bei der Zwangsarbeit in den „Neuen Ökonomischen Zonen“ ihr Leben verloren. Vietnam, das Land der Freiheit? Massenflucht dementierte die Verheißung. Allein die Bundesrepublik nahm 38 000 sogenannte „Boatpeople“ auf. Interessanterweise waren es hauptsächlich CDU-Politiker, die sich für die Aufnahme einsetzten, namentlich Ernst Albrecht und Norbert Blüm.

Die Utopie ist tot. Es lebe die Utopie! Nachdem Ho-Chi-Minh abgehakt war, suchten die Achtundsechziger die Blaue Blume eben woanders, in China und in Kambodscha. Diverse, als K-Gruppen gebrandete Einheiten entflammten für den großen Führer Mao und für Pol Pot, die kleinere Ausgabe. Andere Gruppen wandten sich Lateinamerika mit den Lichtgestalten Fidel Castro und Che Guevara zu. Revolutionsromantiker aus Berlin oder Bremen packten ihren Rucksack und verlegten ihren Wohnsitz nach Managua, der Hauptstadt von Nicaragua. Dort hatte gerade die sandinistische Guerilla Daniel Ortegas den Präsidenten Somoza, einen üblen Diktator, überwunden. Leider erwies sich auch diese Fraternisierung als Irrtum. Ortega übernahm eins zu eins die Führerbunker des vertriebenen Diktators als Hauptquartier, und schon bald übertraf der Geheimdienst der neuen sandinistischen Herren (der Geheimdienst wurde vor Ort in Managua von Stasi-Beamten geschult wurde), den Somozas an Effektivität.

Es ist gespenstisch und heute nur schwer zu begreifen, welche Wahlverwandtschaften im Milieu als hoffähig galten und wie instinktsicher man bei der Partnerwahl danebengriff. Sogar für den Steinzeitkommunismus des Albaners Enver Hodscha begeisterte man sich zeitweilig. Hodscha isolierte den Balkanstaat vom Rest der Welt; bloß nach Peking gab es eine Versorgungsleitung. 25 000 Menschen starben in Enver Hodschas Regierungszeit, der längsten eines kommunistischen Machthabers, durch Hinrichtung, Mord oder Verhungern.

Für einen Kleinstaat wie Albanien ist die Zahl von 25 000 Opfern unvorstellbar hoch. Dennoch war Hodscha im Vergleich mit anderen Massenverbrechern, die sich auf die Lehren des Marxismus-Leninismus beriefen, eher ein Kleinkrimineller. Pol Pot hatte deutlich mehr zu bieten. Er schaffte es in nur vier Regierungsjahren, die Bevölkerung Kambodschas von acht auf sieben Millionen zu reduzieren, nach einigen Schätzungen sogar auf sechs. Und China? In seinen letzten zehn Regierungsjahren (1966-1976) strengte sich Mao noch einmal an, die Reinheit der Revolution, so wie er sie imaginierte, herzustellen. Die von ihm angezettelte und mit Hilfe einer kleinen Clique, der auch seine Frau angehörte, durchgesetzten Kulturevolution wütete nirgendwo so schlimm wie unter Mongolen, Tibetern und Uiguren. Insgesamt verloren in diesem Jahrzehnt drei Millionen Chinesen ihr Leben, die meisten durch Verhungern. Was die Gesamtzahl der Opfer unter Maos Regime in den Jahren 1949 bis 1976 angeht, klaffen die Annahmen weit auseinander. Die Skala beginnt bei 35 Millionen.

Sicher, das ganze Ausmaß der Mao zuzurechnenden Verbrechen war in der Zeit, von der hier die Rede ist, noch nicht abzusehen. Aber dass Maos Art, sein Land zu regieren, kein „Deckchensticken“ war, konnte man damals wissen. Politik sei nun einmal kein „Deckchensticken“ liest man in dem „Kleinen Roten Buch“, besser bekannt als „Mao-Bibel“. Das Büchlein reihte insgesamt 427 Zitate des Großen Vorsitzenden aneinander, Zitate, die die armen Chinesen auswendig lernen mussten. Ganz ohne Zwang geschah das durch die Mitglieder des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), der einflussreichsten pro-chinesischen Gruppierung der Achtundsechziger. Etliche Mitglieder des KBW gelangten später in hohe und höchste Polit-Etagen der Bundesrepublik, darunter Winfried Kretschmann, der sehr angesehene Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der in diesem Jahr in Ruhestand gehen will.

Als Maoisten bekannten sich zahlreiche Intellektuelle, beispielsweise die französischen Philosophen Jean Paul Sartre, der bekanntlich auch ein Faible für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof hatte, und Michel Foucauld. In Deutschland lies sich der Fußballstar Paul Breitner vor Mao-Postern ablichten, die man damals genauso wie die Mao-Bibel in jedem Kaufhaus erwerben konnte. Mao war ein Popstar. Andy Warhols berühmtes Mao-Gemälde kann man heute im Berliner Museum für Gegenwartskultur betrachten. Sogar in die Mode floss der Maoismus ein. Der sogenannte Mao Look bestand aus einer Jacke bescheidener, das Proletarische betonenden Machart, deren Charakteristika der Stehkragen und vier vorn aufgesetzten Taschen waren.

Heute wirkt die Galerie linker Polit-Ikonen im Weichbild der Achtundsechziger unwahrscheinlich, fiktional. Dass sie überwiegend aus Großverbrechern besteht, ist nicht KI-generiert, ist kein übler Fake. So sahen die Hoffnungsträger der Bewegung tatsächlich aus in der Zeit „links-radikaler Verwirrung“ (Winfried Kretschmann). Von denen, die damals verzweifelt nach dem einem sozialistischen Experiment, das nicht scheiterte, Ausschau hielten und unermüdlich neue Fotos in den Wechselrahmen klemmten, haben nur wenige ihren Irrtum eingestanden. Man erinnert sich ungern und bleibt deshalb, wenn Exil-Iraner in deutschen Städten zu Solidaritätsaktionen aufrufen, zu Hause.

Dr. Günter Müchler ist Journalist, Politik- und Zeitungswissenschaftler, war viele Jahre Korrespondent in Bonn und zum Schluss Programmdirektor beim Deutschlandfunk.