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Wettlauf der “Militärexperten”

„Was nützt“, schrieb vor mehr als einem Jahrhundert der liberale Politiker und Theologe Friedrich Naumann, „die beste Sozialpolitik, wenn die Kosaken kommen?“ Der langjährige christdemokratische Bundeskanzler Helmut Kohl baute das Zitat gern und oft in seine Reden ein. Vor allem, wenn es ihm darum ging, bei seinen Zeitgenossen das Bewusstsein zu wecken, dass es gelte, Frieden und Freiheit zu bewahren und es dafür der Sicherheits- und Außenpolitik bedürfe. Für diese Mahnung erntete der Pfälzer nicht selten Hohn und Spott sowohl vom politischen Gegner und von großen Teilen der Medien, als gern auch aus dem Bürgertum, das sich in den langen Jahrzehnten des Friedens und ständig steigenden Wohlstands an diese „Normalitäten“ gewöhnt hatte. Schöne Beispiele dafür sind der Bundestagswahlkampf im vergangenen Jahr und das Regierungsprogramm der darauf folgenden, neuen Ampel-Regierung. Außen- (vor allem Ost-)Politik, Verteidigungs-Anstrengungen angesichts des erbarmungswürdigen Zustands der Bundeswehr usw. kamen so gut wie nirgends vor. Sie wurden allerdings von den Wählern auch nicht abgefragt.
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feingeist

Am Ende ist zu wenig Tag

Die Autorin berichtet über den Verlauf der Krankheit ihres Ehemannes und wie diese den Alltag der Familie in Etappen veränderte. Die Jahrzehnte davor fasst Flow (Pseudonym) auf wenigen Seiten in einer wilden Sammlung von Schlaglichtern zusammen, die wie Erinnerungsstützen in einem Kalender wirken. Der Leser gewinnt ein recht oberflächliches, skizzenhaftes Bild dieser Zeit und Beziehung. Das Paar bekam drei Kinder. Über dem beruflichen Stress des Hauptverdieners ging die Zweisamkeit teilweise verloren. Vieles wurde auf die Rentnerzeit verschoben, wo Verpasstes nachgeholt werden soll.
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feingeist

Vortex

Der Regisseur Gaspar Noé ist bekannt für Filme, die schockieren. Sein neues Werk „Vortex“ erzählt leise und zärtlich von einem alternden Ehepaar, von Demenz und Tod. Ein genialer gestalterischer Einfall macht den Film besonders eindrücklich.
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Weirichs Klare Kante

Bundeskanzler Olaf Scholz könnte den in die deutsche Geschichte als „großen Schweiger“ eingegangenen Chef des Preußischen Generalstabs im deutsch-französischen Krieg von 1870/71, Helmuth Graf von Moltke, ablösen. Der Regierungschef ist im Ukraine-Krieg auf Dauer-Tauchstation, lässt die Bevölkerung im unklaren, zu welchem konkreten Beistand Deutschland im Kampf gegen das verbrecherische russische Regime bereit ist. Ein Gas-Embargo kommt nicht in Frage, mit wechselnden Ausreden wird gleichzeitig die Lieferung schwerer Waffen problematisiert. Bei unseren Nachbarn und Freunden entsteht auf diese Weise der Eindruck, dass die von Scholz nach dem Beginn des Angriffskrieges ausgerufene „Zeitenwende“ ein Versprechen ohne Konsequenzen ist. Der Eindruck: Berlin laviert.
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feingeist

Video

Creedence Clearwater Revival (abgekürzt als CCR) war eine US-amerikanische Rockband aus Berkeley, Kalifornien, die unter diesem Bandnamen zwischen November 1967 und November 1972 aktiv war. Musik und Text ihrer Stücke stammen im Wesentlichen von ihrem Gründer, dem Sänger und Gitarristen John Fogerty. Zu den bekanntesten Hits der Gruppe gehören Proud Mary, Bad Moon Rising, Green River, Down on the Corner und Have You Ever Seen the Rain.
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Gesellschaft

Warum heißt die Marke so? Heute: Amazon

1994, als der heute zweitreichste Mann der Welt, der Informatiker Jeff Bezos, noch die Hilfe von Investoren brauchte, gründete er bekanntlich einen Internet-Bookstore, der im Sommer 1995 online ging. Der Hintergrund war weniger sein Faible für Bücher, sondern vielmehr die kluge Einschätzung der Möglichkeiten des Internets; denn keine Buchhandlung der Welt kann die Masse aller verfügbaren Bücher in einem Laden ausstellen.
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Gesellschaft

Burg Kirspenich

1166 wird ein Geschlecht von Kirspenich aktenkundig, das sich nach dem Adelssitz am Ort genannt haben muß. Gerlach von Dollendorf, der auch die Arloffer Burg erbaute, besaß 1278 Kirspenich, und auf ihn wird der viereckige Wohnturm aus Bruchstein zurückgehen, der dem zu Arloff so ähnlich ist und den er im selben Jahr dem Kölner Erzbischof zu Lehen auftragen muß, nachdem er in dessen Gefangenschaft geraten war. Schon 1301 wird zu Kirspenich ausdrücklich eine Wasserburg mit separater Vorburg erwähnt, die der neue Besitzer Gerhard von Alfter dem Grafen von Jülich als Offenhaus anbietet.
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Gesellschaft

“Open-Air-Zeitreise” in die Vergangenheit

Das einzigartige Konzept des Freilandmuseums Oberpfalz macht die Geschichte, Kultur und Natur der Oberpfalz anhand der unterschiedlichen Regionen erlebbar.So entstanden die Oberpfälzer Hauslandschaften mit den regional typischen Gebäuden. Nach dem Spatenstich 1980 wurden auf über 30 Hektar Fläche die Museumsdörfer - Stiftland, Oberpfälzer Wald, Oberpfälzer Jura, Mühlental und Nabburger Straße - aufgebaut. Verbunden wurden die mittlerweile 50 übertragenen und wiedererrichteten Gebäude durch historische Landstraßen und Wege im Stil des 19. Jahrhunderts.
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