Aktionen

Wo die AfD die meisten Mitglieder hat

Am 1. September wählen Brandenburg und Sachsen ihre Landtage neu, in Thüringen wird am 27. Oktober gewählt. Die politische Stimmung im Osten des Landes unterscheidet sich dabei deutlich vom bundesweiten Trend, am deutlichsten in Bezug auf die AfD. In allen Ländern darf sich die rechtspopulistische Partei auf Erfolge freuen - kein Wunder, wie die Grafik von Statista zeigt. Auf die Einwohnerzahl gerechnet hat die Partei auch bei den Mitgliedern dort die größten Zuläufe.
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Gesellschaft

Detox in Brüssel

Wer kennt es nicht? Brüssel, das sei lebensfremde Bürokratie und außerdem ein riesiger Verwaltungsapparat, der wahlweise nur deutsche Steuergelder frisst oder verteilt. Der Dauerbrenner antieuropäischer Wahlkampfschlager verfängt immer wieder. Ob Horst Seehofer, der Bund der Steuerzahler oder Sebastian Kurz: Alle wollen mit einer kleineren EU-Kommission Geld sparen. Auch Emmanuel Macron und Angela Merkel haben Sympathien für eine kleine, aus rotierenden Mitgliedern bestehende Kommission.
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400 Meter für den Kanzler der Einheit

Nach langem Gefeilsche und Gewürge hat jetzt auch Bonn eine Helmut-Kohl-Straße. Es ist ein 400 Meter langer Abschnitt der Bundesstraße 9. Immerhin allerdings exakt in Höhe der Museumsmeile, die nicht zuletzt auf Betreiben des einstigen Bundeskanzlers als Ausgleich für den Wechsel der Politik nach Berlin entstand. Die Einweihung war zugleich auch ein Treffen der alten Kanzleramts-Veteranen.
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Totschlag-Begriffe

Vorschläge für das "Unwort des Jahres 2019" - wie wäre es mit "Populismus". Oder vielleicht "Klimawandel". Nicht, dass man sich darüber lustig machen müsste, die Sache ist ja auch viel ernster. Diese Begriff (und noch viele andere) dienen in der deutschen öffentlichen Debatte nicht etwa in erster Linie dazu, Probleme wirklich zu diskutieren und am Ende vielleicht sogar zu lösen. Sondern, um möglichst frühzeitig die Deutungshoheit für sich zu reklamieren und diese durchzufechten - und zwar komme, was da wolle.
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Gesellschaft

Zu Fuß zurück zur Natur

Mit Geistern und Fabelwesen erschafft sich die Natur zuweilen ihre eigene Wirklichkeit. Ein Zusammentreffen mit diesen illustren Gestalten ist daher nicht von vornherein auszuschließen. Auch dort nicht, wo sie sich in unüberschaubarem Gelände der Entdeckung durch neugierige Blicke entziehen. Eine jener Landschaften, in denen man stets mit Überraschungen rechnen muss, ist der Harz. Seinen geheimnisvoll raunenden Wäldern und den von Nebelfetzen umhüllten Felskuppen gelingt es auch heute noch, dem unbefangenen Wanderer einen gehörigen Schrecken einzujagen.
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feingeist

Paranza – Der Clan der Kinder

„Blutiger Sommer“ tauften die Medien die brütend heiße Jahreszeit in Neapel 2015. So viele Morde versetzten die Stadt in Angst und Schrecken, dass Gennaro Buonerba, einer der führenden Mafiosi Neapels, davon sprach, dass seine Heimat mittlerweile gefährlicher sei als Bagdad. Einer der vielen Toten war der 20-jährige Emanuele Sibillo, ein Clan-Anführer, der von einer verfeindeten Gang auf offener Straße brutal erschlagen wurde.
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aufgefallen

Michael „Bully“ Herbig: Nur VOR der Kamera witzig

Michael „Bully“ Herbig ist den meisten Menschen aus der Comedy bekannt. Mit Slapstick-Filmen wie „Schuh des Manitu“ oder „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ feierte der „Bullyparade“-Star große Kinoerfolge. Dann versuchte der 51-Jährige eine Kehrtwende und bewies im letzten Jahr, dass er als Regisseur auch ernste Stoffe in Szene setzen kann.
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Bonn hat sehr gut überlebt

Vor 20 Jahren verlor Bonn seines Status als Bundeshauptstadt endgültig. Da zog der größte Teil der regierungsamtlichen Leitungsebenen nach Berlin an die Spree. Am Rhein herrschte Endzeitstimmung. Und heute? Nein, Bonn ist nicht untergegangen, sondern moderner, jünger und wirtschaftlich attraktiver als vorher Und es ist international geblieben durch die Ansiedlung wichtiger UNO-Referate. Eijn Spaziergang durch die Realität und die Erinnerung.
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Gesellschaft

Das Gift breitet sich aus

Das Internet steckt ohnehin voller Verschwörungstheorien und Hyperparteilichkeit. Doch am vergangenen Samstag wurde ein neues Kapitel in unserer postfaktischen, Schaff-dir-deine-eigene-Realität-Krisengeschichte aufgeschlagen. Es begann am Samstagmorgen. Da verbreitete sich die Nachricht, dass sich der in Ungnade gefallene Finanzmanager Jeffrey Epstein offenbar in einem Gefängnis in Manhattan erhängt hatte. Epstein starb nur einen Tag, nachdem Gerichtsdokumente einer seiner Anklägerinnen entsiegelt worden waren, was bei Journalisten, Politikern und in den üblichen Randzonen des Internets sofort für Misstrauen sorgte.
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