von Wolfgang von Brauchitsch

© Rene Knabl

Eine „Streitmeier“ – das ist eine Jagdwaffe von Weltruf. Und sie kommt nicht aus Ferlach, nein, sondern aus St. Paul in Kärnten! Die dortige Traditionswerkstatt von Herbert Streitmeier fertigt Büchsen, die unter Experten aufgrund ihrer hohen Qualität und Perfektion in der Verarbeitung eine absolute Spitzenstellung einnehmen. Gelernt hat Herbert Streitmeier sein Handwerk in der Büchsenmacherstadt Ferlach, ehe er nach Gesellenjahren im Ausland 1981 die Werkstatt in St. Paul eröffnete. Dort entstehen ausschließlich handgefertigte Unikate, die mit Akribie, Präzision und hohem Kunstverständnis gefertigt werden, wobei es bis zu drei Jahre dauern kann, bis die fertige Büchse die Werkstatt verlässt. Heute zählt er zur Weltelite. In allen Erdteilen gehen Jäger mit einer von Herbert Streitmeier gefertigten Waffe zur Jagd. Von Anfang an waren solides Handwerk und das Streben nach Präzision Streitmeiers Markenzeichen und absolute Spitzenqualität sein Ziel, das er auch erreichthat. Beste Büchsenmacherqualität hat einen Namen. Die Wertschätzung meisterhafter Handwerkskunst verhalf dem Namen Streitmeier zu Weltruf. Seine Jagdwaffen zeichnen sich durch höchste handwerkliche Perfektion und besonderer Liebe zum Detail aus und gehören zu den exklusivsten weltweit. Für Streitmeier ist seine Arbeit weniger Beruf denn Berufung, die ihn erfüllt und glücklich macht. Das zeigt sich auch daran, dass er noch im hohen Alter täglich in seiner Werkstatt steht. 

Hahn Kipplauf Stutzen by Herbert Streitmeier, Cal. 6,5x57R. ©Hunting-Heritage.com/Wolfgang von Brauchitsch

Einer der schönsten Gewehrtypen ist in den Augen traditionsbewusster Jäger der so genannte “Ischler Stutzen” aus Österreich. Ischler Stutzen ist der Sammelname für die legendären einschüssigen Hahnbüchsen, die der österreichische Kaiser Franz Joseph I. gerne führte. “Ischler” bezieht sich auf das österreichische Dorf Bad Ischl, wo diese Gewehre zuerst vom Büchsenmacher Wolfgang Leithner hergestellt wurden. “Stutzen” kommt von dem deutschen Wort “gestutzt”, denn die Gewehre haben verkürzte, voll geschäftete Läufe von nur 55 – 60 cm Länge. Bis in die sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts waren es großkalibrige Perkussionswaffen mit Kupferzündhütchen zum Verschießen von Bleigeschossen, später mit Zentralfeuer und im Kaliber 8 mm. Der Ischler Stutzen erfreut sich in den Alpen nach wie vor großer Beliebtheit und mehrere Büchsenmacher bieten diese schönen Gewehre auch heute noch dem traditionellen Jäger an.

Hahn Kipplauf Stutzen by Herbert Streitmeier, Cal. 6,5x57R. ©Hunting-Heritage.com/Wolfgang von Brauchitsch

Einer davon ist Herbert Streitmeier aus St. Paul im Lavanttal, eine knappe Auto-Stunde von Ferlach entfernt. Er fertigte dieses schöne Exemplar im Kal. 6,5x57R mit Achtkantlauf und vollständiger Gravur des österreichischen Graveurs J. Deflorian. Montiert ist ein Stahl-Zielfernrohr Kahles Helia Super 3-9 x 42. So wird der leichte und einfach zu handhabende Stutzen zum perfekten Werkzeug für die Jagd in den Bergen. Wer diesen Stutzen jemals in die Hand genommen hat, der wird begeistert sein und sehen und fühlen, was den besonderen Reiz dieser zierlichen und führigen Waffe ausmacht. Sollten Sie einmal ein solches Schmuckstück kaufen können, zögern Sie nicht und erfüllen Sie sich den Traum von einer legendären Büchse.

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