feingeist

Stadt aus der Retorte

Ägypten bietet den Besuchern heute mehr als seine beeindruckende Geschichte, seine Prachtbauten und Nilkreuzfahrten. Denn unablässig hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Teil des Besucherinteresses auf das Westufer des Roten Meeres verlagert, wo sich der nahezu immerwährende Sonnenschein für sonnenhungrige Europäer besonders gut nutzen lässt. Und dies in einem „Leben wie es sein sollte“? So suggeriert es das Motto von El Gouna, jener Kunststadt aus dem Wüstensand, die sich seit ihrer Gründung vor nunmehr dreißig Jahren zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt hat.
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Aktionen

Osteuropa hat ein HIV-Problem

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag, an dem zu Solidarität gegenüber Infizierten aufgerufen und Diskriminierung entgegen gewirkt werden soll. Außerdem erinnert er an die Menschen, die an den Folgen der Krankheit verstorben sind und setzt sich für weltweiten Zugang zu Prävention und Versorgung ein.
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Gesellschaft

Sicher-Hype

Zwei Themen scheut die Linke weltweit - den Nationalstaat und die Sicherheit. Alternativ neigt sie dazu, die Rhetorik der Konservativen in diesen Themenfeldern zu kopieren. In der Folge besetzt die Rechte das Thema, derzeit zu beoachten sowohl in Europa als auch in Lateinamerika - dem Kontinent, dessen progressives Lager der europäischen Linken traditionell am nächsten steht. Diese Übernahme des Sicherheitsthemas durch die Rechte hat gewaltige Konsequenzen: mehr Intoleranz und Gewalt drohen, wenn noch mehr Demokratien in den Autoritarismus abwandern.
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Endzeitwurst auf Schalke (Teil 7)

Vieles geht zu Ende an diesem kalten und ungemütlichen Abend in der VELTINS-Arena auf Schalke in Gelsenkirchen: Für die deutsche Fußballnationalmannschaft das Jahr mit einer verkorksten WM und den insgesamt schlechtesten Spielergebnissen seit ewigen Zeiten, für Mercedes-Benz eine 46jährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußballbund, für den wieder schwach spielenden Thomas Müller nach seinem 100 Spiel in der DFB-Elf vielleicht eine große internationale Karriere und eventuell auch eine Stadionwurst-Tradition auf Schalke.
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feingeist

Filmtipp: Die Erbinnen (2018)

Dank des Vermögens, das sie einst erbte, konnte sich eine Frau lange Zeit ein zurückgezogenes Leben leisten. Doch dann im Alter von 60 Jahren muss sie plötzlich feststellen, dass ihr langsam das Geld ausgeht. Und das wiederum zwingt sie dazu, ihre eigene kleine Welt zu verlassen und nach draußen zu gehen in eine Welt, die sie kaum kennt.
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feingeist

Der Humboldt von Java.

Ausgangspunkt für diese seltene Mischung aus Biografie und rekonstruierten Zeitzeugenkommentaren, (Freund, Kollege, Träger, Vorgesetzten) war ein Grab auf Java. Der Name Junghuhn darauf weckte 1989 die Neugier der Autorin, die langjährig als Lektorin in Japan arbeitete und die von dem Deutschen erforschten Gebiete aus eigener Anschauung kennt. Ihre Möglichkeit Vergleiche zu ziehen zwischen der Landschaft damals und heute, ist einer ihrer Vorteile, die einen zusätzlichen Reiz des Buches ausmachen, das anschaulich mit Fotos und Zeichnungen Junghuhns illustriert wurde.
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Beruf

Finanzcheck zum Jahreswechsel

2019 Änderungen bei Kindergeld, Freibeträgen und betrieblicher Altersversorgung. Das Jahr geht zu Ende und die Feiertage stehen bevor. Auch wenn in der Adventszeit meist wenig Zeit bleibt, ist es gerade jetzt lohnenswert, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern. Wer noch 2018 handelt, kann sich Vorteile sichern und Geld sparen.
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“Zwischen Hühnerstreicheln und Chicken-Nugget”

Überraschung in der Einöde. Hoch oben auf dem Hunsrück, sozusagen in der Mitte von nirgendwo, gibt es einen Tier- und Erlebnispark von besonderer Qualität. Betrieben von Remo Müller und einer kleinen, ehrgeizigen Truppe werden hier vor allem Tiere gehalten, für die anderswo kein Raum mehr beteht. Und nicht nur das - jede einzelne Kreatur wird sinnvoll beschäftigt. Kein Wunder, dass nicht wenige Schulen Besuche hier oben bereits in ihr Unterrichtsprogramm aufgenommen haben. Zudem aufgepasst: Kunst und Kulinarik kommen auch nicht zu kurz.
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feingeist

Made in Germany: Ein Massaker im Kongo

Das Thema Fluchtursachenbekämpfung ist in der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik in aller Munde. Dass Industrie- und Schwellenländer z.B. durch Handelspolitik und Rohstoffhunger zu Fluchtursachen beitragen, wird wenigstens teilweise anerkannt und soll durch Maßnahmen wie den Compact with Africa ausgeglichen werden. Schon schwerer fällt es, die Langzeitfolgen des Kolonialismus zu bewerten und auszugleichen, aber auch hier gibt es immerhin eine Diskussion, nicht nur unter Fachhistorikern. In dem Comic „Made in Germany“, einer Zusammenarbeit des Correctiv-Journalisten Frederik Richter und des Zeichners El Marto, geht es um die wenig bekannte unrühmliche deutsche Beteiligung an einer jüngeren afrikanischen Tragödie, den Ausläufern des Genozids in Ruanda 1994.
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