Das Elend der Verschickungskinder
Anja Röhl machte das Trauma der Verschickungskinder 2019 in der breiten Öffentlichkeit publik. Als Betroffene gründete die Sonderpädagogin und Autorin 2019 mit anderen ehemaligen Verschickungskindern die Initiative Verschickungskinder (www.verschickungsheime.de). Sie hält Vorträge zum Thema und sammelt seit Jahren Betroffenenberichte.
Die Frau vom Strand
Der Plot spielt zwischen Hamburg und der Ostseeküste in der Nähe von Warnemünde. Ein lesbisches Paar mit Säugling führt derzeit eine Wochenendehe, da Rebekka, die Mutter, nach der Geburt eine Erholungszeit braucht. Sie geht mit ihrem Kind am Strand spazieren, als die Touristin Julia, der man offenbar beim Schwimmen die Kleidung gestohlen hat, ihre Hilfe ersucht. Im Laufe einer Woche erschleicht Julia die Freundschaft der nach Kommunikation dürstenden Physiotherapeutin Rebekka.
Königliche Krankheit
Die als Ruth Rendell geadelte britische Krimiautorin nimmt als Insiderin sehr vergnüglich Prozedere und Alltag im House of Lords als Rahmen für ihre Geschichte. Sie war bis zu ihrem Tode 2015 dort aktiv, weiß also sehr genau, was sie schildert.
Julia Mann, die Mutter von Heinrich und Thomas Mann
Dagmar von Gersdorff, die Erfolgsautorin von Goethes Mutter, legt mit diesem Buch die erste Biografie über Julia Mann vor und enthüllt dabei ganz neue Seiten im Leben der vieldiskutierten Familie Mann.
Barracoon
Das wissenschaftliche Debüt der später anerkannten afroamerikanischen Völkerkundlerin Hurston wurde 1931 fertiggestellt. Es ist auch ein forschungsgeschichtliches Dokument. Die Autorin recherchierte im Auftrag von Dr. Franz Boas, dem Vater der
amerikanischen Anthropologie. Da sie sich der Problematik subjektiver Erinnerungen aus 67 Jahren Rückschau bewusst war, benutzte sie zur historischen Absicherung weitere Quellen, gab diese aber nicht ordnungsgemäß an. Das ist wohl einer der Gründe, weshalb der Text nie veröffentlicht wurde. Sie hätte ihre Karriere aufs Spiel gesetzt.
Hera Lind: Sie schreibt immer noch
Was ist eigentlich aus Hera Lind geworden? Begonnen hatte die Bielefelderin ihre Karriere als Konzertsängerin und trat unter ihrem bürgerlichen Namen Herlind Wartenberg mit dem Kölner Rundfunkchor auf der ganzen Welt auf. Während ihrer ersten Schwangerschaft pausierte die Künstlerin mit dem Singen und verlegte sich aufs Schreiben. Innerhalb weniger Wochen entstand ihr Debüt „Ein Mann für jede Tonart“ (1989) – ein Bestseller – der 1993 mit Uwe Ochsenknecht, Gudrun Landgrebe und Katja Riemann verfilmt wurde.