Tag archives for Rezension - Page 6

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Meine Schwester

Der auf den ersten Blick belanglose Titel verrät nicht, was sich in der Familie der Autorin Dramatisches abgespielt hat. Der Text führt den Leser allmählich hinter die Kulissen, die für Außenstehende eine heile Welt vorspiegeln. Im Zentrum steht eine Art Lebensgemeinschaft zum Abgewöhnen, genannt „Familie“.
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Die Frauen der Rothschilds

Ihre Dinnerpartys waren legendär, sie haben Wahlkämpfe choreographiert, sich für soziale Reformen eingesetzt, an der Börse gehandelt und wissenschaftlich geforscht. Hinter den Kulissen hielten sie die Fäden in der Hand, aber in Erscheinung traten immer nur ihre Männer: die Frauen der mächtigen Rothschilds. Die Biographien dieser charismatischen Personen lässt die Historikerin Natalie Livingstone nun in ihrem Buch wieder aufleben.
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Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste

Schwenke nimmt die Biographie Karl Mays zum Thema. Im Gymnasium wurde Karl May von Deutschlehrern verteufelt und nach der Lektüre schlimmste Spätfolgen für das Gehirn prophezeit. Dennoch ist der Volksschriftsteller mit fiktivem Doktortitel aus dem sächsischen Radebeul über 100 Jahre nach seinem Tod lt. Unesco der am häufigsten übersetzte deutsche Schriftsteller. Vor seiner Karriere war dieser Longsellerautor Hilfslehrer und wurde mehrfach, aus Not begangener, Hochstapelei, Landstreicherei und Betrügereien überführt und bestraft.
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Die Hohenzollern und die Nazis

Der Autor ist als ausgewiesener Experte nicht zuletzt für dieses Buch von den Anwälten der Familie, genau wie viele andere, die öffentlich vertreten, was der Familienlegende widerspricht, mit Abmahnungen und Gerichtsverfahren verfolgt worden. Jahrelang hat er sich durch das Quellenmaterial gegraben, die internationale zeitgenössische Presse und Hinterlassenschaften derjenigen durchforstet, die mit der Familie in entscheidendem Kontakt standen.
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Gesellschaft

Einer von drei Männern kehrte nur zurück

Der Historiker und Archivar Kuhlbrodt hat mit seinem Buch einen wertvollen Beitrag zur Geschichte des Nordthüringer Raums vorgelegt. Zwar wurde seine Arbeit erheblich dadurch erleichtert, dass das Nationalarchiv in Den Haag die Schiffssoldbücher der Ostindischen Companie online zugänglich gemacht hat, aber auch so ist genug akribische Detailarbeit notwendig, um die verfügbaren Daten zu verifizieren.
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Tante Helene und das Buch der Kreise

Der preisgekrönte Germanist Beyer erzählt in dem Roman auf zwei Zeitebenen. Die Gegenwart spielt in New York bei der Familie von Alexander, der beruflich noch nicht gefestigt ist und seinen Lebensentwurf sucht. Er reist nach Deutschland, um das Land seiner Vorfahren näher kennenzulernen und das Erbe seiner Tante Helene zu sichten. Er erinnert sich an Besuche bei ihr und Gespräche, findet Zeitzeugen und ein unvollständiges Projekt: das Buch der Kreise, für das Helene lebenslang gesammelt hat.
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Heimweh. Verschickungskinder erzählen

Schier unerträglich liest sich, was die Kinder z.T. mehrfach in verschiedenen Heimen in den vierziger bis neunziger Jahren erleben mussten. Besonders die Vierjährigen bekamen oft vorher nichts oder Falsches erzählt, was sie da erwartete. Danach wurde ihren Erzählungen oft kein Glauben geschenkt, wodurch sie jegliches Vertrauen in ihre Eltern verloren.
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Ein Darmstädter in Ägypten

Die vorliegende Arbeit ist Bestandteil einer Dissertation der Autorin, die die ägyptischen Sammlungen der Museen in Darmstadt und Wiesbaden bearbeitete. Sehr ausführlich wertet und kommentiert sie das Reisetagebuch eines Samengroßhändlers aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, als Ägypten noch zum Osmanischen Reich gehörte.
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Elisabeth. Ein Abschied

So lapidar wie der Titel des preisgekrönten Autors ist der Text, der mit stark redundantem Inhalt ein Protokoll des Verfalls ist. Schonungslos beobachtet Buselmeier die Anzeichen des Alterns zunächst bei sich, genauso sind auch die Tagebucheinträge über seine, mit der Pensionierung in Depression verfallenden Ehefrau. Der Klappentext suggeriert, es handle sich um ein fiktives Ehepaar. Der Text wirkt aber sehr autobiographisch.
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Das Glück wohnt in Lissabon

Der Eyecatcher für dieses Buch war das Foto einer Kinderschar von etwa 1911. Sofort entstand die Frage, was die porträtierte Frankfurter Familie während der Kaiserzeit veranlasste, nach Portugal auszuwandern? Die Autorin war sogar vor Ort auf Spurensuche und hat erfolgreich nach Schauplätzen, Arbeitgebern und Zeitzeugen ihrer Schwiegerfamilie gesucht. Entsprechend sind Fotos der Firmengeschichte eingefügt. Diese Familiengeschichte hat Potential für einen Roman.
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