Sie spricht über Verlust, Liebe und fünf Kinder

Farvah Hajabi wollte unbedingt die bereits begonnen Doku über ihren verstorbenen Mann Xatar vollenden. Foto: highgloss.de

(pst). Als es am Abend des 8. Mai 2025 an ihrer Tür klingelte, wusste Farvah Hajabi sofort, was das bedeutete. Stundenlang hatte sie versucht, ihren Mann zu erreichen, vergeblich. „Wenn es abends an der Tür klingelt, weiß man, dass es die Endstufe ist“ sagte die 38-Jährige im NDR-Talk „deep und deutlich“. Ihr Mann, der Rapper Xatar (†43), bürgerlich Giwar Hajabi, wurde tot in der Kölner Wohnung einer Geschäftspartnerin aufgefunden. Todesursache ungeklärt, Fremdverschulden ausgeschlossen. Knapp ein Jahr nach seinem Tod widmet die ARD dem Deutschrap-Star eine dreiteilige Dokuserie: „Xatar – Ein Leben ist nicht genug“. Und Farvah Hajabi ist mittendrin. Es war ihr ausdrücklicher Wunsch, dass das Projekt, das noch zu Xatars Lebzeiten begonnen wurde, zu Ende gebracht wird. Über 15 Jahre waren die beiden zusammen, fünf gemeinsame Kinder. Sie wartete, als er wegen eines bewaffneten Überfalls auf einen Goldtransporter acht Jahre Haft bekam und nach drei Jahren vorzeitig entlassen wurde. In ihrer gemeinsamen Wohnung hat sie seit seinem Tod nichts verändert, nicht einmal den Salzstreuer. „Das gibt den Kindern Sicherheit.“ Ihr Verlust ist greifbar, wie sie dem NDR sagte: „Ich habe in diesem Moment alles verloren, was ich selber bin. Nach so vielen Jahren ist man einfach eins.“