Tag archives for Sprachkultur
Deutsche Redwendung: Stur wie ein Esel
Es gibt Sätze, die kommen ohne weitere Erklärung aus. „Der ist stur wie ein Esel.“ Jeder versteht sofort, was gemeint ist: Da sitzt jemand auf seiner Meinung, rückt keinen Millimeter davon ab und lässt sich weder durch gute Argumente noch
durch Bitten oder Druck umstimmen.
Deutsche Redewendung: Auf Draht sein
„Sei morgen im Gespräch mit dem Kunden bloß auf Draht.“ – „Unsere Mannschaft muss heute von der ersten Minute an auf Draht sein.“ – „Die Ministerin ist bei diesem Thema erstaunlich gut auf Draht.“ Kaum eine dieser Formulierungen
lässt heute noch an Kabel, Telefonleitungen oder Telegrafenmasten denken.
Deutsche Redewendung: Kleine Brötchen backen
Warum sagen wir eigentlich, jemand müsse „kleinere Brötchen backen“? Die Redewendung klingt nach Bäckerei, handelt aber längst nicht mehr von Brot. Sie steht für Bescheidenheit, Zurückhaltung und die
Einsicht, dass die eigenen Möglichkeiten manchmal kleiner sind als die eigenen Wünsche.
Deutsche Redewendung: Jetzt haben wir die Bescherung
„Jetzt haben wir die Bescherung.“ Ein Satz, der zunächst nach Weihnachten klingt: nach Tannenduft, Kerzenlicht und Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Doch wer ihn im Alltag hört, weiß meist sofort: Hier ist gerade etwas gründlich
schiefgegangen.
Deutsche Redewendung: Es hängt an einem seidenen Faden
„Es hängt an einem seidenen Faden“ – kaum eine deutsche Redewendung bringt die Zerbrechlichkeit einer Situation so eindrucksvoll auf den Punkt. Ein Projekt, eine politische Mehrheit, ein Unternehmen, eine Freundschaft oder sogar ein
Menschenleben: Alles kann scheinbar noch bestehen und doch jederzeit zu Ende sein. Der Ausdruck beschreibt eine Lage, in der nur noch eine sehr geringe Sicherheitsreserve vorhanden ist.
Deutsche Redewendung: “Schief gewickelt sein”
„Du bist doch schief gewickelt!“ Wer diesen Satz hört, weiß meistens sofort, was gemeint ist. Jemand liegt falsch. Er hat eine Sache missverstanden, setzt auf die falsche Karte oder erwartet etwas, das niemals passieren wird.
Deutsche Redewendung: Du gehst mir auf den Keks
Die Herkunft der Redewendung „jemandem auf den Keks gehen“ gehört zu den spannendsten Rätseln der deutschen Umgangssprache. Obwohl die Wendung heute zu den bekanntesten Redensarten gehört, gibt es keinen eindeutig
nachweisbaren Ursprung.
Deutsche Redewendung: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Die deutsche Redewendung „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ gehört zu den bekanntesten Sprichwörtern im deutschen Sprachraum. Sie beschreibt die Beobachtung, dass Kinder ihren Eltern häufig in Charakter, Aussehen, Verhalten, Begabungen oder Gewohnheiten ähneln.
Deutsche Redewendung: „Auf dem Holzweg sein“
Die Redewendung „auf dem Holzweg sein“ bedeutet, dass sich jemand irrt, auf dem falschen Weg ist oder falschen Annahmen folgt. Wer diesen Ausdruck verwendet, möchte ausdrücken, dass die Handlungsweise, der Gedanke oder die Schlussfolgerung einer Person nicht zum gewünschten Ziel führen.
Deutsche Redewendung: „Unrasiert und fern der Heimat“
Eine besonders bildhafte und zugleich humorvolle deutsche Redewendung lautet: „unrasiert und fern der Heimat“. Obwohl sie heute meist augenzwinkernd verwendet wird, erzählt sie eine Geschichte von Entbehrungen, Fremde und dem menschlichen Bedürfnis nach Heimat.
