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Wo sind die “deutschen Tugenden?”

Mitunter hört man ihn noch – den Begriff „deutsche Tugenden“. Meistens, wenn die Fußball-Nationalmannschaft mal wieder ein schlechtes Spiel abgeliefert hat und zwischen Rhein und Oder, Flensburg und Konstanz über 80 Millionen Experten (also nahezu die gesamte Bevölkerung) die Hände über den Köpfen zusammenschlagen. Ja, die Helden von damals, die Recken um Fritz Walter, Uwe Seeler, selbst noch um Lothar Matthäus – die gaben nie auf, sondern haben gekämpft und gerackert bis zur letzten Sekunde. Aber die heutigen Generationen, denen schon in jungen Jahren alles Unangenehme abgenommen wird... Wie sollen die denn zu Handeln wissen, falls es mal eng und schwierig wird in ihrem Leben? Was ist los mit den "deutschen Tugenden"? Und wo sind sie geblieben?
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Gesellschaft

Ohne Punkt und Sternchen

Zwei Großbaustellen werden Emmanuel Macrons Erbe symbolisieren: die im Wiederaufbau befindliche Kathedrale Notre Dame und das nordöstlich von Paris gelegene Jagdschloss von Villers-Cotterêts. Hier eröffnete Macron nun „seine“ Cité internationale de la Langue Française – ein elegantes Kulturzentrum rund um die französische Sprache.
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Angemerkt

Doof im Land der Dichter und Denker

Vierzig Prozent der Schulkinder in Deutschland können am Ende der vierten Grundschul-Klasse gar nicht oder nur mangelhaft lesen und schreiben, verstehen mithin auch die Inhalte der Lehr- und Lernbücher nicht. Fast jedes zweite Schulkind müsste demnach eigentlich noch einmal ganz von vorn anfangen. In Deutschland! Also dort, wo man früher einmal stolz darauf war, als das Land der Dichter und Denker gerühmt zu werden! In jenem Deutschland, das heute vor allem von jenseits der Grenzen als eine der reichsten Regionen der Welt angesehen wird, worauf sich dann seine Bürger gern berufen, wenn sie wieder eine Wohltat vom Staat einfordern. Vierzig Prozent - mithin beinahe die Hälfte - lese- und schreibschwache Grundschulkinder (nicht irgendwo, sondern) in dem besonders vom Export abhängigen Land, das ausschließlich auf die „Rohstoffe“ Verstand und Bildung zurückgreifen kann. Aber nicht diese Misere bestimmt die öffentliche Debatte, sondern Gendern und die Zahl der sexuellen Eigenschaften. Lieb Vaterland magst ruhig sein...
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Jemensch, Niemensch, Diversity

Es muss eine Festwoche gewesen sein für die Partisanen der Vielfalt. Italien, das Land der Machos, erhielt die erste Ministerpräsidentin. Großbritannien hat jetzt einen Premier, der Sohn indischer Einwanderer ist. Und in Frankfurt erhielt Kim de l’Horizon, laut Wikipedia eine „genderfluide nicht-binäre schweizerische Person“, den deutschen Buchpreis. Begeisterung über den dreifachen Diversity-Erfolg will indes nicht aufkommen.
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Kultur-Terror

Der Ravensburger Verlag - bekannt für seine Gesellschaftsspiele und Puzzles - hat zwei Kinderbücher aus seinem Sortiment genommen. Titel "Der junge Häuptling Winnetou". Na und? Die Verantwortlichen finden den Inhalt, also die Darstellung der Indianer, nicht mehr korrekt. Tatsächlich aber knickte der Verlag ein, weil in den so genannten Sozialen Netzen etliche Leute entsprechend auf die Pauke gehauen haben. Die Entscheidung ist, für sich genommen, nicht sonderlich aufregend. Würde sie nicht exakt dem entsprechen, was eine zunehmende Zahl von Bürgerinnen und Bürgern als Kulturterror empfindet: Einhämmern von Genderbegriffen im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, Sprachverbote für angeblich rassistische Wörter ("Mohren"), kulturelle Anmaßungen (Afrolook-Frisuren bei Weißen) usw. usw. Doch alle Umfragen belegen, dass die Mehrheit im Lande das nicht will. Warum nimmt sie es aber trotzdem hin und wehrt sich nicht?
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Weirichs Klare Kante

Die sprachliche Selbstverstümmelung in Deutschland durch das mit Geschlechtergerechtigkeit begründete „Gendern“ trifft auf immer mehr Widerstand. So werfen 170 Wissenschaftler dem aus Pflichtbeiträgen finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, die sprachlichen Marotten einiger Redakteure zur allgemein gültigen Norm zu erheben. Dieser Versuch der Umerziehung sei „zutiefst undemokratisch“. Den sprachlichen Umerziehen hingegen gilt die "Verzierung" ungezählter männlicher Hauptwörter mit einem weiblichen "in" als gesellschaftspolitisches "Muss"
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