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Bluthochdruck: Gefährlich und gefährlich unterschätzt
Dass Bluthochdruck gefährlich ist, ist bekannt. Trotzdem ist weltweit die Hälfte der Betroffenen nicht diagnostiziert. Viele weitere haben zwar eine Diagnose, aber sind nicht in Behandlung oder sind nicht richtig eingestellt. Die Folgen: Herzinfarkte, Schlaganfälle, frühzeitiger Tod.
Krebserkrankungen: Ein Drittel im erwerbsfähigen Alter
Über 500.000 Menschen pro Jahr erhalten in Deutschland die Diagnose „Krebs“. Viele erkranken bereits relativ jung daran. Das zeigen Zahlen, die das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut (RKI) in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) ausgewertet hat.
„Knochenmarkkrebs wird heilbar werden“
„Das multiple Myelom war bis vor zehn oder 15 Jahren ganz schlecht behandelbar und mit einer geringen Lebenserwartung verknüpft“, so der Hämatologe PD Dr. Maximilian Merz vom Uniklinikum Leipzig (UKL). Heute haben sich die Aussichten bei Knochenmarkkrebs deutlich verbessert – dank neuer Medikamente. Die Forschung arbeitet auf eine Heilung hin.
Vorsicht „Smishing“
Immer mehr Menschen erhalten derzeit über Nachrichtenkanäle wie Whatsapp, E-Mail oder SMS Zahlungsaufforderungen zu angeblich unbezahlten Paketgebühren. Hinter der Betrugsmasche – auch als „Smishing“ (Kombination aus SMS und Phishing) bekannt – stecken Kriminelle, die täuschend echte Nachrichten versenden und sich als Zoll oder Paketdienstleister ausgeben.
Was tun, wenn der Alltag zur Last wird?
Gesundheitlich angeschlagene Menschen haben je nach Krankheit unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche. Deshalb gibt es für pflegebedürftige Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf viele Unterstützungsangebote. Ob nach einem Unfall, bei psychischen oder körperlichen Erkrankungen und Einschränkungen: Irgendwann stellt man fest, dass sich der Alltag nicht mehr wie gewohnt alleine bewältigen lässt. Dann ist es wichtig, sich Hilfe zu holen. Doch welche Möglichkeiten haben Betroffene und Angehörige?
Es müssen nicht immer Antibiotika sein
Viele Frauen haben die Folgen einer Blasenentzündung schon am eigenen Leib erfahren: Man muss oft Wasser lassen, doch es gehen nur geringe Mengen Urin ab. Dabei sticht und brennt es unangenehm. Häufig verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.
„Diabetes-Pandemie“
„Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch“, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Das gilt nicht nur für Diabetes Typ 2, sondern auch für Typ 1, zeigt eine Studie im Fachmagazin The Lancet. Deutschland müsse „endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention“ investieren, mahnt die DDG.
Sanfte Impulse gegen die Inkontinenz
Barbara Auerbach war 49 Jahre alt, als sie einen Bandscheibenvorfall erlitt. Die anschließende OP sorgte dafür, dass die heute 71-Jährige ihren Urin und Stuhl nicht mehr kontrollieren konnte. Acht Jahre nach dem Bandscheibenvorfall erfuhr Barbara Auerbach von der sakralen Neurostimulation, bei der Patienten ein kleiner elektrischer Beckenboden-Schrittmacher im oberen Gesäßbereich implantiert wird.
Bluterkrankheit Hämophilie
Ohne moderne Medizin käme die Diagnose schwere Hämophilie oft einem Todesurteil gleich: Denn die Folge dieser seltenen Erbkrankheit können unkontrollierte Blutungen sein – auch an Organen wie dem Gehirn. Gut, dass wir das Jahr 2022 schreiben: Viele Betroffene führen aufgrund innovativer Therapiemöglichkeiten ein weitgehend normales Leben.
Viele MS-Betroffene leiden unter gestiegenen Pflegekosten
Menschen mit Multipler Sklerose (MS) haben ein erhöhtes Risiko, pflegebedürftig zu werden. So nahmen laut dem Deutschen MS-Register 2021 4,1 Prozent der Betroffenen Pflegedienste in Anspruch, fast jeder vierte wird durch Angehörige unterstützt. MS-Patienten sind also besonders von den Defiziten des Pflegesystems betroffen. Wie die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) kritisiert, hat die letzte Pflegereform kaum für finanzielle Entlastung gesorgt.
