Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Tschernobyl zum größten nuklearen Unglück in der Geschichte der Kernenergie.

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Der Reaktor von Tschernobyl, 1992 ©seppspiegl

Tschernobyl steht für die größte Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie-Nutzung: In dem ukrainischen Atomkraftwerk kam es am 26. April 1986 zur Kernschmelze und damit zum Größten Anzunehmenden Unfall (GAU). Der Reaktor Block 4 explodierte, und radioaktiver Staub verbreitete sich über ganz Europa. Die Region ist bis heute unbewohnbar, Mensch und Natur kämpfen mit den Spätfolgen. An den Problemen in Tschernobyl hat sich in den 30 Jahren seither nur wenig verändert. Sie heißen weiterhin Cäsium, Strontium, Uran und Plutonium. Das Nuklid Cäsium-137 hatte es nach der Explosion des Blocks 4 sogar bis nach Bayern und Baden-Württemberg geschafft, wo bis heute Strahlung nachweisbar ist. Cäsium ist vergleichsweise leicht und konnte sich so über die Luft großräumig verteilen.

Sepp Spiegl

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