Eine Radreise durch 200 Millionen Jahre
Unterwegs auf dem Geo-Radweg im Altmühltal

Abensberg (obx) – In Ostbayern kann man eine Zeitreise durch die Erdgeschichte unternehmen – und das ganz bequem auf zwei Rädern. Der Geo-Radweg im Altmühltal führt auf rund 90 Kilometern durch 200 Millionen Jahre Vergangenheit, vorbei an fossilen Meeren, römischen Spuren, mittelalterlichen Burgen und Orten, an denen einst Neandertaler lebten. Die Rundtour verbindet Wissenschaft und Landschaft, Kultur und Natur zu einer Route, die ihre Besucher Schritt für Schritt – oder Pedaltritt für Pedaltritt – tiefer in die Geschichte der Region führt.

Der Auftakt in Abensberg steht im Zeichen moderner Architektur: Die goldene Kuppel des Hundertwasser-Turms der Brauerei Kuchlbauer ragt weithin sichtbar über die Dächer und markiert den Beginn dieser ungewöhnlichen Zeitreise. Weiter geht es nach Bad Gögging, wo schon die Römer die warmen Quellen nutzten und die Limes-Therme heute zu einer erholsamen Pause einlädt. Hinter Pförring erinnert das Kastell Celeusum daran, dass hier einst die römische Grenze verlief.Über Neustadt an der Donau und den Wallfahrtsort Mindelstetten führt die Route nach Altmannstein und weiter in das naturbelassene Schambachtal. Zwischen Felsen, Wald und Wasser öffnet sich der Weg zur Drei-Burgen-Stadt Riedenburg. Im Kristallmuseum funkelt die größte Bergkristallgruppe der Welt – ein geologischer Schatz, der Einblicke in die Tiefen der Erdzeit bietet.
Entlang des Main-Donau-Kanals geht es weiter nach Essing, wo mächtige Felsformationen und die von Neandertalern bewohnte Tropfsteinhöhle Schulerloch faszinieren. Unbedingt lohnend ist ein Abstecher auf den „Tatzlwurm“, eine der längsten Holzhängebrücken Europas. Von ihrem schwungvollen Bogen bietet sich ein eindrucksvoller Blick über das Tal bis zur Burgruine Randeck.
Kelheim bildet den spektakulären Abschluss der Tour. Dort drängt sich die Donau durch die Weltenburger Enge – Bayerns erstes Nationales Naturmonument und eines der beeindruckendsten Flussbilder Deutschlands. Eine Schifffahrt durch den Donaudurchbruch führt direkt zum Kloster Weltenburg, dessen traditionsreiche Brauerei als älteste Klosterbrauerei der Welt gilt und den Radlern einen genussvollen Abschluss ihrer Zeitreise beschert.



