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Straßenlampe als Politesse

Wer hat sich nicht schon darüber geärgert, dass die Anzeige von Parkleitsystemen nichts oder falsche Angaben macht. Kreisen ums Karree, um eine Parklücke zu erwischen, kennen auch viele. Mit Sensoren in Straßenlaternen sollen nun in einem Pilotprojekt Parkräume überwacht und ausfindig gemacht werden. Die Integrated Smart Parking Solution von Siemens kann von der Straßenlaterne aus mit Radarsensoren Parkplätze diagnostizieren und feststellen, wie groß die freien Parklücken sind. Als Nebeneffekt ist auch das Erkennen von Falschparkern möglich.

Parkplatz per App finden

Parkplatz per App finden
Foto: SIEMENS AG

In der Bundesallee nahe dem Walther-Schreiber-Platz in Berlin wird ab Mai 2015 eine Testanlage mit den neuen Sensoren aufgebaut, wie der Berliner Tagesspiegel berichtet. Die Informationen könnten für Autofahrer auf Parkplatzsuche aufbereitet werden. denkbar ist eine App fürs Smartphone. Die leitet dann den suchenden Kraftfahrer zu einer erkannten Parklücke. Ob damit auch eine Reservierung dieser Lücke per App einhergeht, ist nicht bekannt.

Bekannt ist, daß das System derzeit (noch) keine Kamera beinhaltet. Die Radarsensoren werden in Straßenlaternen integriert. Mit dieser Technik ist allerdings eine Überwachung des ruhenden Verkehrs möglich. Es kann festgestellt werden, wie lange eine Parklücke besetzt ist. Parkzeitüberschreitungen oder parken in Haltezonen können durchaus technisch selbstständig einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Bewegung setzen, um ein Knöllchen zu platzieren. Der Schritt, dieses System mit einer Kamera auszustatten, ist ein kleiner. Dann könnten die Knöllchen vollautomatisch entstehen und dem Falschparker per Post zugestellt werden. Auch Behinderungen von Radwegen, Busspuren oder Garagen- und Hofeinfahrten durch falsch geparkte Fahrzeuge erkennt das Überkopf-
System und gibt diese Informationen an die Leitzentrale weiter.

Parkplatz im Umkreis finden

Parkplatz im Umkreis finden
Foto: SIEMENS AG

Wie immer, hat jedes Ding zwei Seiten. Neben dem Auffüllen der Stadtkasse kann so der “Parkplatzsuchverkehr” reduziert werden. Es ist sogar denkbar, dieses in Navigationssysteme einzuspeisen und Verkehrsströme zu entzerren. Ob sich das Smart Parking (pdf) durchsetzt, wird vom Ergebnis des Feldversuchs in Berlin sowie der Finanzierbarkeit und Akzeptanz der Lösung abhängen.

Paul Pawlowski
Quelle: SIEMENS AG