Weirich

Weirich am Montag

Angela Merkels bislang 15-jährige Zeit als Bundeskanzlerin geht in die Endphase. Am 26. Septembr 2021 wird ein neuer Bundestag, damit auch eine neue Regierung mit einem – höchstwahrscheinlich – wieder männlichen Bundeskanzler gewählt. Vor einem Jahr war der Kanzlerin vom heutigen CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder eine Kabinettsumbildung empfohlen worden, um die Wahl mit neuen Personen anzugehen. Sie wollte das nicht. Und “regiert” darum jetzt mit dem letzten Aufgebot.


Hoffen statt klagen

Wer in Corona-Zeiten tief in die Herzen unserer Kinder schauen will, der muss sich die im „Weihnachtspostamt Himmelpfort“ eingehenden Wunschzettel ansehen. In der Pandemie sind die Kleinen schreibfreudiger geworden. Schon über 100 000 Briefe haben das seit über 50 Jahren bestehende Weihnachtspostamt im niedersächsischen Himmelpforten  erreicht. Der Weihnachtsmann beantwortet sie alle.


Weirich am Montag

Der Schlussspurt im Rennen um den künftigen Vorsitz der CDU (und damit vemutlich auch des Kanzlerkandidaten von CDU und CSU im nächsten September) hat begonnen. Läge die Entscheidung bei der so genannten “Basis”, hieße der Favorit mit hoher Wahrscheinlichkeit Friedrich Merz. Wie stark werden am Ende die Truppen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sein? Wie seiner Anhänger stehen noch in Deckung.


Weirich am Montag

“Welche Regierung ist die beste: Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren”. Wie so viele andere Erkenntnisse, geht auch diese Weisheit auf Frankfurts größten Sohn, Johann Wolfgang von Goethe, zurück. Aber gilt dieser Appell an die Selbstverantwortung, also die menschliche Vernunft, sowohl jedes Einzelnen als auch der Gesellschaft beim aktuellen Kampf gegen das Corona-Virus? Und wie steht es um die Qualität der öffentlichen Informationspolitik? Hoffentlich wird die sich verbessern, wenn es – vielleicht schon in Kürze – darum geht, die Leute von der Notwendigkeit des Impfens zu überzeugen.


Frankfurt ruft “zur Ordnung”

Frankfurt besitzt eine starke Stimme bei der Neubesinnung auf die Soziale Marktwirtschaft. Die Stadt weist die meisten jungen Gründer auf und ist ein Zentrum der Wirtschafts- und Finanzwelt. Außerdem beeinflusst die Hessen-Metropole seit jeher die Besetzung der Spitze der Ludwig-Erhard-Stiftung. So auch jetzt wieder. Neuer “Chef” ist seit wenigen Tagen der frühere hessische Ministerpäsident Roland Koch.


Digital fatal

Eine Lockerung der Corona-Beschränkungen? Eher dürften die Länderministerpräsidenten bei ihrer Besprechung mit der Bundeskanzlerin diese Woche eine Verlängerung beschließen. Eines hat der Verlauf der Virus-Pandemie schonungslos offengelegt: Die digitale Rückständigkeit Deutschlands. Zwar steht die Bundesrepublik im europäischen Vergleich noch relativ gut da. Aber in Asien ist man viel weiter. Warum orientieren wir uns nicht daran?


 Politische Farbenspiele

Man mag von Donald Trump, seiner Person und/oder Politik, halten was man mag. Eines ist jedoch unbestreitbar: Seine Art zu Polarisieren hat nicht nur innerhalb der USA, sondern auch bei uns und weltweit das Interesse an Politik wieder geweckt und verstärkt. Kein amerikanischer Präsident, und schon gar ncht ein Herausforderr, hatte jemals zuvor so viele Stimmen auf sich vereinigt. Seltsam zudem – wie kommt es, dass die ansonsten doch jegliche Art von “Sozialismus”erbittert bekämpfenden Republikaner für sich ausgerechnet die Frabe Rot gewählt haben?


9. November – Dankbarkeit und Scham

Der 9. November. Ein “deutscher Tag”, ganz ohne Zweifel. Kein anderes Datum verbindet sich so sehr mit der Geschichte unseres Landes über die vegangenen hundert Jahre. Ausrufung der Republik durch den Sozialdemokraten Philipp Scheidemann am 9. November 1918. Der Staatsstreich-Versuch mit dem “Marsch auf die Feldherrnhalle” rechter Horden am 9. November 1923 in München. Der Sturm auf die und die Zerstörung der Synagogen und anderer jüdischer Einrichtungen auf Befehl des nationalsozialistischen Regimes am 9. November 1938. Und schließlich die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989. Freude und Scham, konzentriert in einem einzigen Datum.


Weirich am Montag:

Die deutsche Hauptstadt, also das Bundesland Berlin, ist vom Stamme Nimm. Ungeniert pflegt der dortige rot-rot-grüne Senat seine Rolle als Kostgänger der Republik. Jetzt hat die Tarifgemeinschaft deutscher Lander – also die Arbeitgeber-Organisation der Bundesländer – offensichtlich die Nase voll und will die Berliner aus seinem Verbund schmeißen. Das ist nur konsequent.


Weirich am Montag:

Protestpartei, wo man noch um Fundamentalisten buhlt. Realpolitik, wo man an der Regierung beteiligt ist. Ein bissiger Kommentar zum “durchsichtigen Gesellschaftsspiel ´Bäumchen wechsle dich`” der Grünen. (Mit freundlicher Genehmigung der “Frankfurter Neuen Presse”)