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Unterwegs

Die Jagd nach dem Licht

„Eisige Zeiten!“ Manche ergeben sich in stoischer Gelassenheit ihrem Schicksal. Andere hingegen verleihen mit einem infernalischen Aufschrei ihrem Entsetzen Ausdruck. Mit solchem Nachdruck, dass selbst die das Oberdeck umkreisenden Möwen dabei zusammen zucken und erschrocken das Weite suchen. Doch die Tradition will es so und duldet weder Widerspruch noch Aufschub. Denn sobald der Nördliche Polarkreis in nördlicher Richtung überschritten ist, steigt Meeresgott Neptun persönlich hervor aus den Fluten des Nordatlantiks, angetan mit Netz, Dreizack und Krone. Nur aus dem einzigen Grund, um an dieser imaginären geografischen Linie die ihm zufallende heilige Handlung zu vollziehen: die Polarkreistaufe.


Schatzsuche auf schwankenden Planken

Langsam schließt sich die Schlinge um den schlanken Hals. Selbst für Gesetzesbrecher der guten alten Zeit in aller Regel Grund genug zur Panik. Nicht jedoch für „La Buse“, den gefürchteten König der Piraten im Indischen Ozean. Denn für ihn, der unzählige Male aus dem Hinterhalt gegen die französischen Kolonialherren zugeschlagen hatte „wie ein Bussard“, gehörte dieser zweifellos unangenehme Anlass offenbar zum Restrisiko seines Freibeuterdaseins. Vielleicht sogar bewusst herbeigeführt als standesgemäßer finaler Galaauftritt vor der Weltöffentlichkeit. Und damit – vergleichbar dem legendären Coup Klaus Störtebekers – als Freibrief für den geplanten Einzug in die Geschichtsbücher?


Pferdefieber in Marokko

Das lässt keinen kalt. Wenn zwanzig Berberpferde mit trommelnden Hufen in wildem Galopp auf Tuchfühlung nebeneinander heran preschen. Und dabei mit zunehmender Geschwindigkeit den großen Paradeplatz von El Jadida in deutlich spürbare Vibration versetzen. Wollen sie etwa den ihnen in Nordafrika voraus eilenden Ruf ungebändigter Wildheit erneut übertreffen? Angefeuert und angetrieben von den lautstarken Kriegsrufen des Vorreiters?


Wiederentdeckung der Romantik

Bravourös offenbart die „Katharina von Bora“ den Zauber nördlicher Küstengewässer entlang der Oder. Einst bewegte eine „Blaue Blume“ die Gemüter. Als Sinnbild der Romantik verzehrten sich die Künstler einer ganzen Epoche nach ihr, doch stets ohne Erfolg. Denn kaum hatten sie sich ihr in ihrem inneren Empfinden angenähert, entzog sie sich wie von Geisterhand gelenkt ihrem Zugriff. So blieb sie gleich einer ungreifbaren Fata Morgana auch weiterhin nur das imaginäre Symbol unerfüllter Träume und Sehnsüchte.


Schätze der Natur

Gottes Fußschemel von einst hat sich in Form der „Euganeischen Hügel“ erhalten. Diese erwiesen sich auch später noch als bestens geeignet, zum Wohlergehen von Leib und Seele beizutragen. Dies bestätigen eindrucksvoll die Benediktinermönche von Praglia, die sich hier in spiritueller Hinsicht stets gut aufgehoben wussten.


Michelstadt – das Kleinod im Odenwald

Hm, Odenwald? Gehören Sie vielleicht auch zu denen, die da sagen: “Hab ich schon mal gehört. Aber muss man den wirklich kennen?” Ja, man muss! Und zwar angefangen von der “Perle” dieses wunderschönen deutschen Mittelgebirges, dem malerischen Fachwerkstädtchen Michelstadt. Die Neugier auf “mehr” kommt dann von ganz allein.


Bullenwurst (Teil 10)

Vor dem montäglichen Abendspiel in Leipzig habe ich viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Dabei wird mir überdeutlich, Leipzig ist nicht nur eine Bücherstadt sondern auch eine Stadt der Bratwurst. In der Innenstadt sehe ich buchstäblich an jeder Ecke einen umlagerten Verkaufsstand. Touristen und Einheimische sind die Kunden. Schon die Kleinsten werden, kaum dass sie des Kauens mächtig sind, mit Wurst im Kinderwagen gefüttert. Voller freudiger Erwartung fahre ich ins Stadion, in die Red Bull Arena.


Wurst im Abstiegskampf (Teil 9)

In Hannover werden besonders große Schützenfeste gefeiert. In der norddeutschen Tradition dieser Volksfeste ist die Bratwurst fest verankert. Die Hannoveraner sollten also für eine gute Bratwurst sorgen können. Gespannt mache ich mich auf den Weg in die Hannoveraner HDI Arena.


Wurst bei den Geschmähten (Teil 8)

Sinsheim an der A 6 ist ein außergewöhnlicher Ort. Auf der einen Seite der Autobahn ragen unübersehbar die Silhouetten einer Concorde und einer Tupolev TU-144 in den Himmel, direkt gegenüber auf der anderen Seite grüßt die beeindruckende PreZero Arena von einem Hügel herab, das Fußballstadion der TSG Hoffenheim von 1899. Hier begebe ich mich nun auf die Suche nach der Stadionwurst und bin gespannt, was die Badener so über den Tisch reichen.


Endzeitwurst auf Schalke (Teil 7)

Vieles geht zu Ende an diesem kalten und ungemütlichen Abend in der VELTINS-Arena auf Schalke in Gelsenkirchen: Für die deutsche Fußballnationalmannschaft das Jahr mit einer verkorksten WM und den insgesamt schlechtesten Spielergebnissen seit ewigen Zeiten, für Mercedes-Benz eine 46jährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußballbund, für den wieder schwach spielenden Thomas Müller nach seinem 100 Spiel in der DFB-Elf vielleicht eine große internationale Karriere und eventuell auch eine Stadionwurst-Tradition auf Schalke.