Unterwegs

Wo Lokomotiven Dampf ablassen

Unweit von deutsch-polnische Grenze in Wolsztyn(Wolstein) befindet sich die groessete Dampflokmuseum Europas. Die Dampflok-Parade ist ein Muss für jeden Eisenbahnfan. Hier sehen Sie mehrere betriebsfähige Dampflokomotiven aus Polen, Deutschland und anderen europäischen Staaten in Betrieb. Schon seit langem ist das letzte noch im Betrieb befindliche Dampflok-Bahnbetriebswerk in Wollstein Anziehungspunkt für die Dampflok-Liebhaber aus ganz Europa. Hier können Sie eine einzigartige Sammlung von Fahrzeugen aus der Dampflokära bewundern. Auf dem Gelände stehen verschiedene Fahrzeuge, darunter Dampflokunikate und historische Eisenbahnwaggons.


Die letzten Samurai

Neuerdings gilt die Insel Kyushu im äußersten Südwesten Japans als eines der bevorzugten Reiseziele. Wer verliert neben seiner Ehre auch noch gern seinen Kopf? Die Samurai des Heike-Clans wussten, was ihre Stunde geschlagen hatte. Nach ihrer Niederlage gegen die Genji-Samurai suchten die Überlebenden ihr Heil in der Flucht. Schnell verlor sich ihre Spur in den dichten Bergwäldern der Insel Kyushu. Und irgendwann gerieten die einstmals so angesehenen Samurai völlig in Vergessenheit.


Die „Blaue Blume“ als Lebensgefühl

Verbirgt sich die von Novalis vergeblich gesuchte Blaue Blume im Gräflichen Landsitz Hardenberg? Der grüne Hanf war es nicht. Jenes allgegenwärtige Rauschmittel, das unlängst eine ganze Generation Jugendlicher elektrisierte und zum Aufbruch beflügelte. Vielmehr war es die Blaue Blume, die sich in den Köpfen festsetzte und das Lebensgefühl der Menschen prägte.


Das Erbe der Maya

Guatemala ist ein zentralamerikanischer Staat, der im Norden an Mexiko grenzt. Neben Vulkanen und Regenwäldern findet man hier auch alte Stätten der Maya. Die Hauptstadt Guatemala-Stadt ist Sitz des prachtvollen Nationalen Kulturpalastes und des Nationalmuseums für Archäologie und Völkerkunde. Im westlich der Hauptstadt gelegenen Antigua sind Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit erhalten. Der Atitlán-See entstand in einem riesigen Vulkankrater und ist von Kaffeefeldern und kleinen Dörfern umgeben.


In Wanderstiefeln stempeln gehen

Der Pilgerpfad nach Santiago de Compostela präsentiert sich mit einem neuen osteuropäischen Teilstück. Stempel können süchtig machen. Und dies zu einer Zeit, in der sie an europäischen Grenzübergängen fast völlig aus der Mode gekommen sind. Stolz hält Wanderführer Piotr Goralczyk während einer Wanderpause seinen Wanderpass empor, in dem es vor dekorativen Stempelmotiven nur so wimmelt. Freie Felder nur noch am unteren Rand. Und auch die scheinen schon darauf zu warten, die bisher erbrachte Wanderleistung auf dem großpolnischen Streckenabschnitt des Jakobswegs demnächst perfekt zu machen.


Mythos “Broadway”

Es ist eine unverhoffte Explosion aus Farben, Licht und Energie. Ein geradezu rauschhaftes Geschehen, das in seinem Epizentrum zunächst Herzklopfen hervorruft, sodann aber die Sinne beflügelt und Fantasien freisetzt: Wenn sich die Saaldecke aus der Froschperspektive heraus in eine Wasseroberfläche verwandelt, auf der aufreizende Gestalten lebenslustig und ausgelassen in dem feuchten Element aufzugehen scheinen. Quirligen Rheintöchtern zum Verwechseln ähnlich, diesmal jedoch in den Fluten des East River?


10 Burgen und Schlösser in der Region Leipzig, die man gesehen haben sollte

Sachsen ist ein Land der Schlösser und Burgen: Wo einst Könige residierten und Ritter rauften, kann man heute sächsische Geschichte erleben. Besonders die Region Leipzig weist eine große Dichte an imposanten Burgen, prunkvollen Schlössern und Herrenhäusern inmitten einer abwechslungsreichen Natur- und Flusslandschaft auf.


Der Geist von Genf

Fernab von asketischer Strenge beherrscht heute ausgiebige Feierlaune die „kleinste Metropole der Welt“. Noch verbirgt sich die Sonne hinter dem Ostufer des Genfer Sees. Ob sie wohl ahnt, welchen Empfang man ihr vom lang gezogenen Steg der „Bains des Paquis“ aus bereiten wird? An diesem frühen Morgen ist es die Musikergruppe mit dem passenden Namen „Sonne von Afrika“, die sie im Rahmen der traditionellen „Aubes Musicales“-Konzerte schwungvoll über den Horizont des Seeufers geleiten will. Mit heißen Rhythmen aus Guinea, aufmunternd und anspornend zugleich.


Breitachklamm und Fellhornbahn

Oberstdorf hat sich als Ortschaft im Oberallgäu längst auf seine exponierte Lage inmitten der Natur eingestellt. Und gilt, seitdem es den Autoverkehr weitgehend aus der Innenstadt verbannt hat, als richtungsweisend für nachhaltigen Umweltschutz. Mit seiner sprichwörtlichen frischen Luft sowie den schmucken Straßen und Gässchen, die fast ausschließlich den Fußgängern und Fahrradfahrern gehören. Und natürlich der selbstbewussten Kuhherde auf ihrem täglichen Gang zu den nahen Weideplätzen.


Glanzlicht der Belle Epoque am Gardasee

„Wozu braucht man einen Schlüssel, wenn es ohnehin nichts zu stehlen gibt?“ Goethe hatte, wie immer, ein offenes Auge für seine Umgebung. Und ganz besonders während seiner legendären „Italienreise“, die ihn im Jahr 1786 mit der Pferdekutsche von Rovereto aus an das Nordufer des Gardasees führte. Den langen Stiefel der Appenin-Halbinsel noch vor sich und die „Iphigenie“ in sich, an der er gerade intensiv arbeitete. Doch sein Blick galt nicht nur der Armut dieser Region sondern auch der Schönheit der Landschaft.