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Unterwegs

Sprungbrett Konstanz

„Wenn ich den See seh‘. brauch ich kein Meer mehr!“ Diese schwärmerische Einschätzung trifft sicherlich ohne Einschränkung zu auf die sommerlichen Reize des Bodensees. Vor allem auf dessen Westhälfte, die mit ihren romantischen Inseln und einladenden Buchten eine nahezu unüberschaubare landschaftliche Vielfalt bereithält.


Der Geist von Genf

Fernab von asketischer Strenge beherrscht heute ausgiebige Feierlaune die „kleinste Metropole der Welt“. Noch verbirgt sich die Sonne hinter dem Ostufer des Genfer Sees. Ob sie wohl ahnt, welchen Empfang man ihr vom lang gezogenen Steg der „Bains des Paquis“ aus bereiten wird? An diesem frühen Morgen ist es die Musikergruppe mit dem passenden Namen „Sonne von Afrika“, die sie im Rahmen der traditionellen „Aubes Musicales“-Konzerte schwungvoll über den Horizont des Seeufers geleiten will. Mit heißen Rhythmen aus Guinea, aufmunternd und anspornend zugleich.


Breitachklamm und Fellhornbahn

Oberstdorf hat sich als Ortschaft im Oberallgäu längst auf seine exponierte Lage inmitten der Natur eingestellt. Und gilt, seitdem es den Autoverkehr weitgehend aus der Innenstadt verbannt hat, als richtungsweisend für nachhaltigen Umweltschutz. Mit seiner sprichwörtlichen frischen Luft sowie den schmucken Straßen und Gässchen, die fast ausschließlich den Fußgängern und Fahrradfahrern gehören. Und natürlich der selbstbewussten Kuhherde auf ihrem täglichen Gang zu den nahen Weideplätzen.


Glanzlicht der Belle Epoque am Gardasee

„Wozu braucht man einen Schlüssel, wenn es ohnehin nichts zu stehlen gibt?“ Goethe hatte, wie immer, ein offenes Auge für seine Umgebung. Und ganz besonders während seiner legendären „Italienreise“, die ihn im Jahr 1786 mit der Pferdekutsche von Rovereto aus an das Nordufer des Gardasees führte. Den langen Stiefel der Appenin-Halbinsel noch vor sich und die „Iphigenie“ in sich, an der er gerade intensiv arbeitete. Doch sein Blick galt nicht nur der Armut dieser Region sondern auch der Schönheit der Landschaft.


Die Jagd nach dem Licht

„Eisige Zeiten!“ Manche ergeben sich in stoischer Gelassenheit ihrem Schicksal. Andere hingegen verleihen mit einem infernalischen Aufschrei ihrem Entsetzen Ausdruck. Mit solchem Nachdruck, dass selbst die das Oberdeck umkreisenden Möwen dabei zusammen zucken und erschrocken das Weite suchen. Doch die Tradition will es so und duldet weder Widerspruch noch Aufschub. Denn sobald der Nördliche Polarkreis in nördlicher Richtung überschritten ist, steigt Meeresgott Neptun persönlich hervor aus den Fluten des Nordatlantiks, angetan mit Netz, Dreizack und Krone. Nur aus dem einzigen Grund, um an dieser imaginären geografischen Linie die ihm zufallende heilige Handlung zu vollziehen: die Polarkreistaufe.


Schatzsuche auf schwankenden Planken

Langsam schließt sich die Schlinge um den schlanken Hals. Selbst für Gesetzesbrecher der guten alten Zeit in aller Regel Grund genug zur Panik. Nicht jedoch für „La Buse“, den gefürchteten König der Piraten im Indischen Ozean. Denn für ihn, der unzählige Male aus dem Hinterhalt gegen die französischen Kolonialherren zugeschlagen hatte „wie ein Bussard“, gehörte dieser zweifellos unangenehme Anlass offenbar zum Restrisiko seines Freibeuterdaseins. Vielleicht sogar bewusst herbeigeführt als standesgemäßer finaler Galaauftritt vor der Weltöffentlichkeit. Und damit – vergleichbar dem legendären Coup Klaus Störtebekers – als Freibrief für den geplanten Einzug in die Geschichtsbücher?


Pferdefieber in Marokko

Das lässt keinen kalt. Wenn zwanzig Berberpferde mit trommelnden Hufen in wildem Galopp auf Tuchfühlung nebeneinander heran preschen. Und dabei mit zunehmender Geschwindigkeit den großen Paradeplatz von El Jadida in deutlich spürbare Vibration versetzen. Wollen sie etwa den ihnen in Nordafrika voraus eilenden Ruf ungebändigter Wildheit erneut übertreffen? Angefeuert und angetrieben von den lautstarken Kriegsrufen des Vorreiters?


Wiederentdeckung der Romantik

Bravourös offenbart die „Katharina von Bora“ den Zauber nördlicher Küstengewässer entlang der Oder. Einst bewegte eine „Blaue Blume“ die Gemüter. Als Sinnbild der Romantik verzehrten sich die Künstler einer ganzen Epoche nach ihr, doch stets ohne Erfolg. Denn kaum hatten sie sich ihr in ihrem inneren Empfinden angenähert, entzog sie sich wie von Geisterhand gelenkt ihrem Zugriff. So blieb sie gleich einer ungreifbaren Fata Morgana auch weiterhin nur das imaginäre Symbol unerfüllter Träume und Sehnsüchte.


Schätze der Natur

Gottes Fußschemel von einst hat sich in Form der „Euganeischen Hügel“ erhalten. Diese erwiesen sich auch später noch als bestens geeignet, zum Wohlergehen von Leib und Seele beizutragen. Dies bestätigen eindrucksvoll die Benediktinermönche von Praglia, die sich hier in spiritueller Hinsicht stets gut aufgehoben wussten.


Bullenwurst (Teil 10)

Vor dem montäglichen Abendspiel in Leipzig habe ich viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Dabei wird mir überdeutlich, Leipzig ist nicht nur eine Bücherstadt sondern auch eine Stadt der Bratwurst. In der Innenstadt sehe ich buchstäblich an jeder Ecke einen umlagerten Verkaufsstand. Touristen und Einheimische sind die Kunden. Schon die Kleinsten werden, kaum dass sie des Kauens mächtig sind, mit Wurst im Kinderwagen gefüttert. Voller freudiger Erwartung fahre ich ins Stadion, in die Red Bull Arena.