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Titel-Themen

Pfade der Inspiration

Geradezu lieblich ist dagegen die Landschaft im unteren Galiläa. Hier schlängelt sich ein Wanderweg von Nazareth, dem Heimatort der Heiligen Familie, bis hinunter nach Kapernaum, einem der ersten Wirkungsorte Jesu am See Genezareth. Es ist das erste Teilstück des „Jerusalem-Wegs“, eines spirituellen Wanderweges auf den Spuren Jesu bis hinüber an den Ort seiner letzten Wirksamkeit. Als Höhepunkt dieses eindrucksvollen Pfades erweist sich allerdings das Umfeld des Sees Genezareth.


Das SPD-Gedächtnis und seine Kellermeister

Mehr als 150 Jahre alt ist die SPD. Sie ist damit die älteste deutsche Partei. In diesen anderthalb Jahrhunderten ist viel passiert. Entsprechend lang und vielseitig ist das “Gedächtnis” der Sozialdemokratie. Ein Gedächtnis, das in mehr als 50 Kilometer Akten, in tausenden von Plakaten, in Hinterlassenschaften großer und großartiger Persönlichkeiten in den Untergeschossen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn lagert – verwaltet und gepflegt von zahlreichen archivarisch geschulten Kellergeistern.


Epochenbruch

Niemand weiß, wie lange die Pandemie dauern wird, wie viele Menschen erkranken werden, wie viele Leben der Coronavirus fordern wird. Was sich aber bereits heute abzeichnet, sind die wirtschaftlichen und politischen Folgen der Coronakrise. Maßnahmen zur Einhegung der Pandemie unterbrechen rund um den Erdball das öffentliche Leben. Ausgehend von China steht in immer mehr Ländern die Produktion still. Globale Lieferketten sind unterbrochen.


Wir gegen alle

Als am 6. Oktober türkische Truppen die Grenze Richtung Syrien überschritten, war das Entsetzen in Europa groß. Von einem „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ war die Rede, durchaus seriöse Medien schrieben von „Erdogans Krieg gegen die Kurden“ – zumindest in den Überschriften verzichtete man auf die Unterscheidung zwischen Organisationen wie der YPG und den Kurden als Volk. In der Folge verhängten mehrere europäische Länder ein Waffenembargo gegen die Türkei.


„Die Stille nach dem Schock ist nur von kurzer Dauer“

Nach dem Attentat auf Paweł Adamowicz wird jetzt viel über die Verrohung der politischen und medialen Debatte in Polen gesprochen. Beobachter sehen darin eine Ursache für den Mord am Danziger Bürgermeister.


Den Populisten das Geschäft verderben

Das linke Lager steht ebenso wie die westlichen Demokratien im Allgemeinen zwei zentralen Herausforderungen gegenüber. In wirtschaftlicher Hinsicht ist es inzwischen allgemein Konsens, dass sich die Linke zu sehr in eine neoliberale Richtung bewegt hat. Sie muss jetzt ihren Kurs ändern, um die steigende Ungleichheit zu bekämpfen, die soziale Mobilität zu verbessern und den Wohlfahrtsstaat zu stärken. Bei den sozialen Themen, insbesondere bei der Einwanderung und der nationalen Identität, hat es allerdings keine vergleichbare Neubewertung gegeben. Allein der Vorschlag, eine solche sei nötig, provoziert oft heftige Reaktionen.


„Wir brauchen ein Dach – und Bildung, Bildung, Bildung“

Bischof Bruno Ateba SAC gehört dem Oden der Pallottiner an und ist Bischof. Nahe der nigerianischen Grenze in der Region Extrême-Nord, einer wilden Landschaft mit Savanne und Steppe, liegt sein Bistum Maroua-Mokolo. Nach einem Zwischenstopp im Provinzialat der Pallottiner im bayerisch-schwäbischen Friedberg zur Berichterstattung reist er zu Freunden und Förderern in Deutschland, um zu darzulegen, was mit deren Spenden erreicht werden konnte und wie es jetzt weitergeht. Sein dringendstes Anliegen: „Wir brauchen ein Dach über dem Kopf!“


Jubelnd ins Inferno

Vor 100 Jahren ist der 1. Weltkrieg zu Ende gegangen. Millionen Tote waren die Opfer der “Urkatastrophe” des 20. Jahrhunderts. In Deutschland ist das Geschehen weitgehend in Vergessenheit geraten. Anders bei den damaligen Kriegsgegnern. Auf der Basis authentischer Texte von damals – geschrieben von deutschen und französischen Soldaten und deren Angehörigen – führen Theaterstudierende der privaten Alanus Hochschule in Alfter ein bewegendes Theaterstück auf. Titel: “Weltenbrand”. Buch und Regie: Michael Barfuß.


Schluss mit dem Augenzwinkern Richtung Moskau!

Dialog hat Grenzen – und anders als Russland sollte Deutschland diese respektieren. In seiner Antrittsrede schlug Außenminister Heiko Maas einen neuen Ton gegenüber Russland an und bezeichnete die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die andauernde russische Aggression gegenüber der Ukraine als nicht hinnehmbar. Auch der Rückkehr Russlands in die G7 erteilte Maas später eine entschiedene Absage und bezog eine klare Haltung. Doch das Thema Russland spaltet weiterhin: Ein Übermaß an Verständnis gegenüber der Kreml-Politik und das Bedürfnis, gute Beziehungen zu Russland zu pflegen, herrschen in der deutschen Politik und Gesellschaft immer noch vor und überraschen stets aufs Neue.


Donald Trump und der Selbstmord des Westens

Der Schriftsteller C. S. Lewis war noch ein Kind, als seine Mutter starb. „Mit dem Tod meiner Mutter“, schrieb er später, „verschwand alles gefestigte Glück, alles Ruhige und Verlässliche aus meinem Leben. Spaß, Vergnügen, viele Stiche der Freude sollten noch kommen; aber die alte Geborgenheit war dahin. Es gab nur noch Meer und Inseln; der große Kontinent war versunken wie Atlantis.“ Es mag melodramatisch klingen, aber diese Sätze kommen mir in den Sinn, wenn ich an den Tod der US-Beziehungen zu Europa denke und an Donald Trumps jüngsten Verrat an den demokratischen Werten, die Grundlage dieser Beziehungen waren.