Kinotipp

Die Täuschung

1943: Der Zweite Weltkrieg hat Europa erfasst, der D-Day steht kurz bevor und die Alliierten befürchten ein Massaker, wenn ihre ungeschützten Truppen in der Normandie landen. Mit allerhöchster Geheimhaltung wird deshalb auf Spionage-Ebene die sogenannte „Operation Mincemeat“ ins Leben gerufen. Während die Invasion Italiens auf Sizilien vorbereitet wird, soll den Deutschen indes ein Täuschungsmanöver vorgegaukelt werden, dass die Truppen eigentlich Griechenland ins Auge gefasst haben.


Stasikomödie

Nach „Sonnenallee“ und „NVA“ beendet Leander Haußmann seine DDR-Trilogie mit einer Komödie, die im Ostberlin der 1980er Jahre spielt. Die Stasi will die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs infiltrieren und zersetzen. Doch ein Unterleutnant entdeckt sein schriftstellerisches Talent.


Nawalny

Der Dokumentarfilm “Nawalny” über den Putin-Kritiker Alexej Nawalny ist spannend wie ein Thriller. Daraus lässt sich auch etwas lernen. Über Dummheit, Bösartigkeit und die Skrupellosigkeit des Kreml.


Vortex

Der Regisseur Gaspar Noé ist bekannt für Filme, die schockieren. Sein neues Werk „Vortex“ erzählt leise und zärtlich von einem alternden Ehepaar, von Demenz und Tod. Ein genialer gestalterischer Einfall macht den Film besonders eindrücklich.


Die wundersame Welt des Louis Wain

Katzenbilder, Katzenporzellan, Katzenvideos, Katzenkitsch. Noch gar nicht so lange werden Katzen als die goldigen Samtpfoten vergöttert. In bäuerlichen Gegenden war es eine Notwendigkeit, sich eine Katze zu halten, um den Mäusen Einhalt zu gebieten. Doch Zeichner Louis Wain erkannte, dass sie drollig, niedlich und zutiefst verspielt sind — und brachte uns diese Sichtweise näher.


Eingeschlossene Gesellschaft

Freitag Nachmittag, längst nach Schulschluss: Es klopft. Ein Schüler? Nein, ein nervöser, etwas hilflos wirkender Vater (Thorsten Merten). Lästig, denken die wenigen verbliebenen Lehrer und Lehrerinnen vor ihrem Start ins Wochenende und wollen ihn abwimmeln – bis er mit einer Pistole herumfuchtelt. Sein Sohn droht wegen eines einzigen Notenpunktes in Latein beim konservativen Prinzipien-Pauker Engelhardt (Justus von Dohnányi) durchs Abitur zu rasseln.


Wo in Paris die Sonne aufgeht

Liebe in den Zeiten von Tinder. Das ist der Kern des neuen Films des französischen Regisseurs Jacques Audiard, der für harte Genrefilme bekannt ist und diesmal scheinbar neue Wege einschlägt. Im Kern ist jedoch auch “Wo in Paris die Sonne aufgeht” ein genau beobachteter Film über gesellschaftliche Sphären, angesiedelt im von Migranten geprägten 13. Pariser Arrondissement.


Bis wir tot sind oder frei

Es sind die frühen 1980er-Jahre in der Schweiz – Rebellion liegt in der Luft. Die engagierte Anwältin Barbara Hug (Marie Leuenberger) will das rückständige Justizsystem von Grund auf umkrempeln. Sie vertritt Linksautonome wie die rebellische Heike (Jella Haase) und nutzt das Gericht als ihre Bühne.


Come On, Come On

Johnny (Joaquin Phoenix) ist ein New Yorker Radiomoderator und hat sich nach einer sehr langen Beziehung gerade wieder daran gewöhnt, Single zu sein. Als ihn seine Schwester Viv (Gaby Hoffmann) aus heiterem Himmel anruft und darum bittet, sich um ihren neunjährigen Sohn Jesse (Woody Norman) zu kümmern, wird das Leben von Johnny ordentlich durcheinandergewürfelt.


Petite Maman – Als wir Kinder waren

Nachdem Nellys (Joséphine Sanz) Großmutter verstirbt hilft das achtjährige Mädchen ihren Eltern beim Ausräumen des Hauses, in dem ihre Mutter Marion (Nina Meurisse) ihre gesamte Kindheit verbrachte. Nelly erkundet das Haus und die umliegenden Wälder, in dem schon ihre Mutter früher spielte und das Baumhaus baute, von dem Nelly schon so viel gehört hat.