Rezension

Die vergessene Heimat

Als Grundlage für ihren Roman nahm die Autorin die Geschichte ihrer Eltern, über die erst detailliert gesprochen wurde, als bei ihrem Vater eine Demenz diagnostiziert wurde und er immer öfter in diese Vergangenheit abdriftete. Die erfahrene Autorin historischer Romane hat auch für das vorliegende Buch ihre Materialsuche nicht auf die Familie beschränkt, sondern im Auffanglager Marienfelde und der Stiftung Berliner Mauer recherchiert.


Die Unschuld der Opfer. Kindheit im Zweiten Weltkrieg

Rezension von Dr. Aide Rehbaum www.kreativ-schreibstudio.de Marilyn Yalom: Die Unschuld der Opfer dr fone download kostenlos. Kindheit im Zweiten Weltkrieg Die an der Politik der Trump-Ära verzweifelnde Kulturhistorikerin hat sieben Lebensgeschichten hinterlassen, die posthum von ihrem Sohn in ihrem Sinne herausgegeben wurde, der die Personen ebenfalls kannte mehr erweiterungen herunterladen. Lebenslang nutzte Yalom ihr Geschick […]


So wie unsere Mütter nicht

Die ehemalige Grundschulrektorin hat in diesem Buch autobiographische Kurzgeschichten zusammengefasst, die zunächst unabhängig voneinander und für die Enkel entstanden sind. Dadurch erklären sich zum einen einige Redundanzen, zum anderen der schlichte Stil mit bevorzugt kurzen Hauptsätzen. Leicht kann man sie unabhängig voneinander lesen.


Die Schlange im Wolfspelz

Der Germanist und Literaturkritiker Maar schöpft in seinem Standardwerk aus der Fülle seines Spezialwissens, dem eine, obwohl überdurchschnittlich auch in Weltliteratur, Belesene nur zum Teil folgen kann. Hier sind in fünfzig Porträts Autoren versammelt, auf die man noch nie in einer Buchhandlung, sondern allenfalls in Fachbereichsbibliotheken gestoßen ist. Da könnte man jetzt einwenden, das sei u.U. ein Zeichen (mangelnden) Qualitätsbewusstseins der Leserin oder für (überragendes) Können des Autors.


Ich habe dem starken Geschlecht überall den Fehdehandschuh hingeworfen

Es wird deutlich, dass Lola Montez eine Frau war, die durch ihr Verhalten jeden vor den Kopf stieß. Ihre Kindheit war geprägt von emotionaler Vernachlässigung, rumgeschoben von einem Verwandten und Bekannten zum nächsten. Wen wundert es, dass sie schwer erziehbar gegen alle Konventionen rebellierte.


Königliche Krankheit

Die als Ruth Rendell geadelte britische Krimiautorin nimmt als Insiderin sehr vergnüglich Prozedere und Alltag im House of Lords als Rahmen für ihre Geschichte. Sie war bis zu ihrem Tode 2015 dort aktiv, weiß also sehr genau, was sie schildert.


Der Empfänger

Lenze verarbeitet die Lebensgeschichte ihres Großonkels mithilfe einer fiktiven Figur. Das gelingt ihr, indem sie drei Zeitebenen anlegt, zwischen denen sie hin und herspringt: die Zeit, während der Immigrant in New York Fuß fasst
1925-1939, ein Besuch in Neuss 1949 und die Phase in Buenos Aires bzw. Costa Rica 1953.


Äquatoria

Es ist nicht das erste Buch von Patrick Deville, in dem er sich einen historischen Aufhänger sucht, um sein Detailwissen über politische Machtzusammenhänge der letzten hundert Jahre auszubreiten. In „Äquatoria“ ist dies die Biographie eines italienischen Adeligen, Pierre Savorgnan de Brazza, nach dem eine Stadt im heutigen Kongo benannt wurde.


“Furcht”

Bob Woodward, die Ikone des investigativen Journalismus in den USA, hat alle amerikanischen Präsidenten aus nächster Nähe beobachtet. Nun nimmt er sich den derzeitigen Präsidenten vor und enthüllt den erschütternden Zustand des Weißen Hauses unter Donald Trump.