Wirtschaft

In Schockstarre

Parallel zum Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan, der mittlerweile praktisch abgeschlossen ist, haben die Taliban in den vergangenen Wochen gut 200 der etwa 400 Distrikte des Landes eingenommen. Den überwiegenden Teil davon können sie bislang halten. Die Soldaten der Regierung schienen in entfernt gelegenen Distrikten buchstäblich auf verlorenem Posten zu kämpfen und sahen sich angesichts ausbleibender Nachschublieferungen zum Aufgeben gezwungen.


Gemeinsam einsam

Was mein Interesse weckte, war nicht seine Berichterstattung über das Chaos im Weißen Haus und Trumps erschreckende Entgleisungen – einige Details sind neu, aber insgesamt ist diese Seite der Geschichte bekannt. Fasziniert war ich vielmehr von Benders Bericht über die Menschen, die Trump von Kundgebung zu Kundgebung folgten wie autoritätshörige Hohlköpfe.


Warum heißt die Marke so? Heute: Uhu

Die Marke Uhu wurde bereits 1913 – zunächst für Karton und Papierwaren – von den Brüdern August und Hugo Fischer angemeldet. Die beiden hatten 1905 eine kleine chemische Fabrik im badischen Bühl übernommen, die Tinten, Stempelkissen, Farben und Klebstoffe herstellte. Der Name Uhu entsprach dem Zeitgeist, ähnlich der aus dem Schreibwarenbereich bekannten Marken Pelikan und Schwan.


Vollständige Verwirrung

Donald Trump war vielleicht nicht „der erfolgreichste Präsident aller Zeiten“, aber politische Kommunikation hat er für immer verändert. Heute erfreuen sich Populisten, Rechtsextreme und Konservative allesamt an den Erkenntnissen der Trump-Jahre. Deren Essenz: Fake News. Als der Begriff im Dezember 2016 erstmals in Trumps Twitterfeed auftauchte, markierte das den Beginn einer zynischen Erfolgsstory, die lange unterschätzt und als ein vor allem amerikanisches Problem gesehen wurde.


Hochwasserrisiken wurden deutlich unterschätzt

Die Hochwasserkatastrophe in der vergangenen Woche hat in Deutschland mehr als 170 Todesopfer gefordert (Stand: 21. Juli 2021). Immer noch werden Menschen vermisst. Die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur lassen sich erst grob bestimmen und gehen in die zweistelligen Milliarden – davon allein mindesten zwei Milliarden Euro für Verkehrsinfrastrukturen.


Fußball im Mutantenstadl

Das Finale und die beiden Halbfinals im fast vollen Wembley-Stadion erinnerten viele Zuschauerinnen und Zuschauer in England daran, dass der Fußball angeblich „auf dem Heimweg“ ist, andere sahen wohl eher eine Petrischale. Es flossen nicht nur Bier und Tränen, vermutlich waren auch einige Exemplare der neuen Delta-Variante unterwegs. Aber die Regierung rund um Boris Johnson ist fest entschlossen, sich von der neuen Mutante nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Die Einbahnstraße in die Normalität, wie man die Roadmap aus dem Lockdown tituliert hatte, endet am 19. Juli, dem Freedom Day, wie ihn der nie um bombastische Etiketten verlegene Premier genannt hat.


Cybermeister

„Öffnen Sie diese E-Mail von ‚McDonald‘s‘ nicht“. Auf meinem Handy-Display poppt in weißen Buchstaben auf grünem Grund das Wort „Warnung“ auf. Darunter steht – mit einem gelben „M“ versehen – „Vi er kede“, ein dänisches „Sorry“. Das klingt irgendwie vertraut und lässt einen unwillkürlich an fettige Burger und Pommes denken, den sündigen Genuss nach einem langen Arbeitstag im Büro. Mit dieser Meldung wird vor einer – als Nachricht von McDonald’s getarnten – Betrugsmail gewarnt, die gerade im Umlauf ist.


Das Problem mit dem Regenbogen

In der vergangenen Woche rückte das internationale Symbol der LGBTI-Community, die Regenbogenflagge, in den Fokus der europäischen Politik- und Medienwelt. Die Union der Europäischen Fußballverbände (UEFA) löste einen Sturm der Kritik aus, weil sie die Bitte des Münchner Bürgermeisters ablehnte, das Stadion von Bayern München während des Europameisterschaftsspiels Deutschland gegen Ungarn in den Regenbogenfarben leuchten zu lassen.


Selbst ist die Frau

Als 2020 die Jugend in Massen auf die Straße ging, um gegen das Abtreibungsverbot der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) zu protestieren, sprachen Beobachter von einer sich im Land anbahnenden sozialen Revolution. Angeführt von jungen Frauen und ganz im Zeichen der Geschlechtergleichstellung zeigte diese Generationsrevolte, dass paternalistische Normen und die bisherigen politischen Arrangements nicht mehr zum realen Lebensstil junger Menschen passen.


Warum heißt die Marke so? Heute: VW Käfer

“Und läuft und läuft und läuft …”. Menschen über 30 müssen nicht lange überlegen, für welches Kult-Auto mit diesem legendären Satz geworben wurde. Dabei ist der letzte VW Käfer vor fast 20 Jahren vom Band gelaufen. Die Geschichte seines Namens ist kurios.