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Schott kehrt in die Gewinnzone zurück

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Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht, mit einem Ceranfeld von Schott

Der internationale Spezialglashersteller Schott blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2012/13 zurück. „Der Mitte 2012 erfolgte Ausstieg aus der multikristallinen Photovoltaik führte zu keiner dauerhaften Belastung. Nach einem Jahr Unterbrechung sind wir wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt“, berichtet Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes, auf der Bilanzpressekonferenz  in Mainz.
Der Konzernjahresüberschuss lag bei 26 Millionen Euro – nach einem Verlust von 278 Millionen im Vorjahr.

Schott wächst bei Pharmaverpackungen schneller als der Markt

Auf Wachstumskurs geblieben ist der Bereich „Pharmaceutical Systems“. Dieser umfasst im Wesentlichen Spezialglasröhren und pharmazeutische Primärpackmittel wie Spritzen, Fläschchen, Ampullen und Karpulen.
„Insgesamt wachsen wir sogar schneller als der Markt“, berichtet Dr. Heinricht. Schott stellt auf rund 800 Produktionslinien in 13 Ländern jährlich mehr als neun Milliarden Verpackungseinheiten aus Spezialglas und Kunststoff her.

Partnersuche für die Solarsparte

Weiter verkleinern möchte das Unbternehmen dagegen die Solarsparte. Nachdem der Konzern bereits die Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen in Jena schloss und sich von der Photovoltaik-Branche verabschiedete, will Schott nun die Mehrheit der Anteile der Sonnenwärme (Concentrated Solar Power) abgeben. «Wir glauben fest an diese Technologie, haben uns aber auch entschlossen, hier auf eine Partnerschaft zu setzen», sagte Heinricht.

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Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der Schott AG , mit dem hauchdünnen, flexiblen Glas von nur 100 bis 25 Mikrometern Dicke

Vorsichtiger Optimismus für  2013/14

Wegen der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft, der aktuellen Währungsschwäche vieler Schwellenländer und der anhaltenden europäischen Schuldenkrise beurteilt Schott die Rahmenbedingungen auch im laufenden Geschäftsjahr als schwierig. „Wir fühlen uns aber dennoch für dieses unsichere Marktumfeld gut gewappnet“ betont Dr. Heinricht. Im Rahmen der Neuausrichtung werde Schott sein breites Produktportfolio noch stärker nutzen und so Wachstumschancen wahrnehmen. Dr. Heinricht: „Ziel ist die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens.“
Zum 30.September 2013 beschäftigte der Mainzer Schott Konzern weltweit 15.400 Mitarbeiter, davon 5300 in Deutschland.

Sepp Spiegl