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Heimat rettet soziales Leben

Fruchtbarer Boden für Konzepte 

Der Begriff Heimat wird in den letzten Jahren immer häufiger verwendet, manchmal auch strapaziert. In den Medien entschuldigt sich kaum einer, wenn er Heimat thematisiert.

In lexikaler Lesart bezeichnet Heimat das Land, den Landesteil oder Ort, in dem man geboren oder auch aufgewachsen ist. Gemeint sein kann auch der Ort, an dem man sich durch ständigen Aufenthalt zuhause fühlt. Er kann aber auch gefühlsbetonter Ausdruck einer engen Verbundenheit zu einer bestimmten Gegend sein.  

Sterben von Heimat – Traurige Realität

Was aber geschieht, wenn Heimat langsam und stetig verlassener zu werden droht? Es fehlt dann zunehmend die notwendige Infrastruktur, die Lebensqualität schwindet und es sinkt die Attraktivität. Das ist in Deutschland insbesondere in vielen ländlichen Gebieten traurige Realität.

Um hier gegenzusteuern, müssen Ideen her. Dann braucht es Engagement und Anerkennung. Ein Beispiel für eine solche fördernde Innovation startete vor mehr als zehn Jahren die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel.

Volksbank schreibt jährlichen Wettbewerb aus

Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz bei seiner Rede

Die Banker nehmen den Leitspruch von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen sehr ernst: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“. Sie handelten spontan ganz konkret und schreiben als Volksbank seit 2009 jährlich einen Wettbewerb aus.

Bürger, Schulklassen, Unternehmen, Gemeinden, Vereine, Kirchen und Verbände in der Region Rhein, Ahr und Eifel werden aufgefordert, sich auf vielfältige Art und Weise zu engagieren. Das ist aus Sicht der Initiatoren ein Weg, um das Gebiet wieder attraktiver zu machen bzw. die Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu fördern.

Zehnter „Zukunftspreis Heimat“

Und diese Idee zündet. Seit der konstituierenden Sitzung in 2008 ist der „Zukunftspreis Heimat“ kürzlich zum zehnten Mal verliehen worden. Schulen, Gemeinden, Unternehmen, Kirchengemeinden, Initiativen und Bürger wurden ausgezeichnet.

Wer die Gelegenheit hat, Gast einer solchen Preisverleihung zu sein, fühlt sich automatisch in aufwendige Fernsehübertragungen versetzt. Man erlebt ein Event auf höchstem Niveau. Es werden regional bekannte Moderatorinnen/Moderatoren für die sehr festliche Veranstaltung ausgewählt.

Bei der Preisverleihung 2018 wurden ausgezeichnet:

Clean River Project e.V.
Das Clean River Project ist ein gemeinnütziges Umwelt-, Kunst- und Bildungsprojekt aus Winningen, das sich für saubere Flüsse und Meere einsetzt, Die Aktiven möchten die Plastikmüllverschmutzung durch Aufräumen der Gewässer und entsprechende Aufklärung senken.

Gruppenbild aller Gewinnerteams

Dauner Viadukt von Jung bis Alt
Das „Dauner Viadukt von Jung bis Alt“ ist ein Projekt, das seit 2015 das Miteinander der Generationen insbesondere der Kernstadt Daun stärkt. Das Netzwerk besteht aus aktuell 25 Partnern wie Kindertagesstätten, Seniorenheimen, dem Deutschen Roten Kreuz, Vereinen aus der Vulkaneifel sowie der Verbandsgemeinde Daun und der Stadt Daun. Ziel ist es, das Miteinander der Generationen in der Stadt Daun zu stärken und heute schon die Bedürfnisse aller Generationen im Blick zu halten.
 
Freiwillige Feuerwehren Kottenheim, Monreal und Reudelsterz

Der Zukunftspreis Heimat

Am Pfingstsamstag 2017 wurden der Ort Monreal und die umliegenden Ortschaften Reudelsterz und Kürrenberg von schweren Niederschlägen getroffen. Es traten der Trillbach in Monreal über die Ufer, so dass mehr als 20 Kellerwohnungen vollliefen und zerstört wurden. Nach dem Abpumpen des Wassers entschlossen sich die Feuerwehren Kottenheim, Monreal und Reudelsterz spontan dazu, auch nach ihrem offiziellen Einsatz den Mitmenschen ehrenamtlich zur Seite zu stehen.
 
„Neue Mitte“: Weggemeinschaft Vulkaneifel und Ortsgemeinde Darscheid
In Darscheid wurde ein landesweit einmaliges Inklusionsprojekt initiiert: In einer Kooperation von Ortsgemeinde und der Weggemeinschaft Vulkaneifel, die Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen betreibt, realisiert man derzeit einen Dorfladen mit Bistro. Der Dorfladen sichert die dörfliche Grundversorgung mit Lebensmitteln. Er soll Treffpunkt innerhalb der Gemeinde mit ihren rund 900 Einwohnern sein.
 
Pfarreiengemeinschaft Mendig
In der Pfarrei Mendig gibt es eine rege, lebendige und vielschichtige Jugendarbeit, die in drei wesentlichen Gruppen – Pfadfinder, katholische Mädchenjugend und Messdiener – organisiert ist. Alleine im Jahr 2017 waren über 200 Kinder und Jugendliche mit den verschiedenen Gruppen der Pfarrei in (Ferien)Freizeiten unterwegs. Die Pfarreiengemeinschaft Mendig hat es geschafft, dass die Kirche heute wieder Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche ist.
 
WinTech Gmbh & Co KG
Der Unternehmensgründer Manfred Willscheidt entschied sich 2011, sein von ihm aufgebautes Unternehmen, die Firma Wintech Fenster GmbH & Co. KG, zu verkaufen. 53 Arbeitsplätze waren bedroht. Trotz verschiedener Angebote aus ganz Deutschland und dem Ausland entschied sich Willscheidt dafür, das Unternehmen an die lokalen Investoren Georg Henzgen und Peter Schommer zu verkaufen. Er tat dies bewusst mit Verzicht auf den maximalen Verkaufserlös. Und er sicherte damit die Weiterführung des Unternehmens in der bewährten Form.
 
Die zuvor ausgewählten Preisträger sind nur einige Beispiele für Auszeichnungen, die bei der Verleihung des „Zukunftspreises Heimat“ 2018 vergeben wurden. Die alljährliche Aufforderung der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel, über besondere Leistungen wie unternehmerisches Engagement und Hilfeleistungen innerhalb der unmittelbaren Umgebung und Gesellschaft zu berichten, lässt erkennen, wie „Heimat“ heute auch funktionieren kann und was für herausragende Ergebnisse damit erzielt werden können. Sie leistet einen Beitrag um zu zeigen, welche Erfolge bürgerliches Engagement erzielen kann. Sie zeigt wie Heimat höhere Attraktivität, bessere Lebensqualität und Infrastruktur gewinnt. Also alles zusammen eine Win-Win-Situation.

Günter Fiebig

 

Stadt und Land gehören zusammen

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland herzustellen. Das ist das Leitziel der Bundesregierung. Ländlich geprägte Räume sollen ebenso wie städtische Räume bestmöglich entwickelt werden. Denn Städte können ohne funktionierende ländliche Räume nicht sein und gut funktionierende ländliche Räume brauchen gut entwickelte Stadtzentren.
Klein- und Mittelstädten kommt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle zu: Rund zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Räumen lebt in Klein- und Mittelstädten. Als Wohn- und Arbeitsstandorte übernehmen sie für ihre Region eine wichtige Versorgungsfunktion.

Biologische Vielfalt bleibt wichtig

Natur und Landschaft in ihrer Vielfältigkeit bestimmen in hohem Maße Identität und Verwurzelung der Menschen in ländlichen Regionen. Die Bewahrung und Entwicklung der biologischen Vielfalt sind deshalb wesentliche Aspekte ländlicher Entwicklung.

Kleine Kommunen – groß im Klimaschutz

Ländliche Räume und ihre Kommunen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz. Denn die Mehrzahl der deutschen Kommunen zählt weniger als 50.000 Einwohner. Dort werden viele wegweisende Initiativen und Konzepte umgesetzt.

Ländliche Räume sind lebenswert

Ländliche Regionen bieten Menschen attraktive Orte zum Wohnen, Leben, Arbeiten und Erholen. Bereits seit 2010 bündelt die “Initiative Ländliche Infrastruktur” eine Vielzahl von Maßnahmen für eine Stärkung der ländlichen Räume. Ziel ist es, die Zukunftsperspektiven für die Bewohnerinnen und Bewohner in diesen Räumen zu verbessern und neue Perspektiven aufzuzeigen.

Textausschnitte übernommen aus
https://www.bmu.de/laendlicher-raum/


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