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Achtung Autofahrer: Neue StVO-Regeln und Bußgeldkatalog verschärft

Einmal wieder hat der Gesetzgeber die Straßenverkehrsordnung geändert und die Sanktionen des Bußgeldkataloges – passgenau vor dem langen Mai-Wochenende –  teils drastisch verschärft. Die wichtigsten Änderungen fasst rantlos.de nachfolgend zusammen. Der Autofahrer sollte das beachten. Denn: Der Führerschein könnte sonst ungeahnt schnell weg sein. Was ab 28.April gilt:

Kraftfahrer, die die neuen Tempovorgaben nicht beachten verlieren schneller den Führerschein ©seppspiegl

Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit um 16, 21 oder 26 km/h
Kraftfahrer, die die neuen Tempovorgaben nicht beachten, müssen zukünftig deutlich höhere Strafen zahlen und verlieren viel schneller den Führerschein. Wer inner- und außerorts 16 km/h zu schnell ist, kassiert jetzt einen Punkt in Flensburg. Dazu noch ein Bußgeld von 70 Euro innerorts bzw. 60 Euro außerhalb geschlossener Ortschaften.
Bei 21 km/h Überschreitung (innerorts) gibt es 80 Euro Bußgeld und zwei Flensburg-Punkte und einen Monat Fahrverbot.
Außerorts gilt: Bei Überschreitung von 26 km/h greift ein Bußgeld von 95 Euro, dazu ebenfalls zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Parkverstöße
Wird das Fahrzeug an einer unübersichtlichen Stelle geparkt, kostet das Knöllchen 35 Euro (zuvor 15). Parken in einer Feuerwehr- oder Rettungswagenzufahrt: 55 Euro (zuvor 35). Werden dabei die Rettungsfahrzeuges auch noch behindert: 100 Euro plus ein Flensburg-Punkt.
Unbefugtes Parken auf einem Behindertenparkplatz oder auf einem Platz für E-Ladestation oder Car-Sharing: 55 Euro. Ebenso werden für Halten oder Parken in zweiter Reihe 55 Euro fällig.
Parken auf Geh- oder Radwegen bzw. Schutzstreifen kostet 55 Euro; bei Behinderung 70 Euro plus ein Punkt.

Rettungsgassse nicht gebildet oder widerrechtlich ausgenutzt
Wird keine Rettungsgasse gebildet, fallen 200 Euro Bußgeld an, zwei Punkte in Flensburg plus ein Monat Fahrverbot. Das gilt jetzt unabhängig davon, ob dadurch konkret eine Behinderung für Einsatzfahrzeuge verursacht wurde. Kommt es zu Behinderungen oder Sachbeschädigungen werden 240 bis zu 320 Euro fällig, plus zwei Punkte, plus ein Monat Fahrverbot. Das war bislang erst möglich, wenn es zu einer Behinderung oder Gefährdung Dritter beziehungsweise zu einer Sachbeschädigung kam. Die Höhe der Bußgelder für diese Vergehen bleibt unverändert und betragen 240, 280 und 320 Euro. Dasselbe gilt für Fahrzeugführer, die die Rettungsgasse widerrechtlich ausnutzen.

Behinderung von Radfahrern
Transporter oder Lkw über 3,5 Tonnen dürfen innerorts beim Rechtsabbiegen maximal Schrittgeschwindigkeit fahren. Überschreitung bedeutet 70 Euro Bußgeld und ein Flensburg-Punkt. Autofahrer müssen beim Überholen zu Radfahrern einen Mindestabstand von 1,50 Meter (innerorts) sowie 2 Meter (außerorts) einhalten. Bei Verstoß: 30 Euro; bei Behinderung 80 Euro plus ein Punkt.

Das neue Verkehrszeichen „Überholverbot von Zweirädern“.

Nutzung einer Blitzer-App 
Das Nutzen einer Blitzer-App während der Fahrt ist verboten und wird jetzt mit einem Bußgeld von 75 Euro geahndet, dazu wird ein Punkt in Flensburg fällig.

Auto-“Posen“
Auch für Auto-Poser wird es teurer. Das Verursachen von unnötigem Lärm, z.B. durch durchdrehende, qualmende Reifen, hochdrehen des Motors im Leerlauf/Stand und Abgasbelästigung sowie das unnütze Hin- und Herfahren kostet bis zu 100 Euro

Neue Verkehrszeichen
Einige neue Verkehrszeichen
wurden geschaffen, z.B. für Parkraum für Car-Sharing, Lastenfahrräder und der „Grüne Pfeil“ zum Abbiegen nur für Radfahrer. Besonders wichtig für Kraftfahrer zukünftig zu beachten ist jedoch das neue Zeichen „Überholverbot von Zweirädern“.

(ka)