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Gesellschaft

Geachtet, gehasst und sehr oft verkannt

Wer erinnert sich, in unserer kurzlebigen Zeit, noch an Alfred Dregger? An den Mann, der einst die Hessen-CDU aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und zum Sieg über die unüberwindbar erscheinende SPD geführt hatte? An den Unions-Fraktionschef im Bundestag, der die politischen Gegner gleich reihenweise zur Weißglut brachte – und dennoch nie die Grenzen des Anstands überschritt?. Im kommenden Jahr würde Alfred Dregger 100 Jahre alt. Dieter Weirich, jahrelang einer seiner engsten Mitarbeiter, hat jetzt eine Biografie veröffentlicht. Nicht nur in der CDU sucht man heute solche Persönlichkeiten vergeblich.


Mehr Atomstrom wagen !

Bis 2022 soll der letzte deutsche Atommeiler abgeschaltet sein. Auch der Kohleausstieg ist beschlossen. Radikal-Grünen zufolge am besten schon bis 2025. Derweil explodiert die EEG-Umlage erneut um satte 5,5 Prozent. Dabei zahlt der deutsche Verbraucher schon heute den höchsten Strompreis in Europa und weltweit den zweithöchsten. Zeitgleich stockt der zunehmend umstrittene Ausbau von Windkraftanlagen. Das hat mehrere Gründe, offenbart aber, dass der deutsche Sonderweg, genannt „Energiewende“, im Begriff ist, vor einer Wand zu enden.


Wo bleibt der Sputnik-Moment?

Es ist verdächtig ruhig in Deutschland – die Rezession ergreift die Auto-Zulieferer, das Bankenwesen taumelt und in puncto digitaler Infrastruktur und Innovation überholen uns andere Nationen. Während die Zeichen sich mehren, dass die wirtschaftliche Stabilität zunehmend gefährdet ist, reagieren Politik und Gesellschaft mit einer erstaunlichen Lethargie. Es ist höchste Zeit, aus diesem Dornröschenschlaf aufzuwachen.


Tiefer Schmerz in Stein gehauen

Vor 101 Jahren, am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand der 1. Weltkrieg. Trauer und Schmerz – Käthe Kollwitz verdichtete in ihrer Kunst menschliche Dramen. Zu den ersten Opfern im Ersten Weltkrieg gehörte ihr Sohn Peter. Ihr Leiden gestaltete sie in Stein: “Trauernde Eltern” dokumentiert die innere Erstarrung auf dem deutschen Soldatenfriedhof Vladslo in Belgien. Die zwei sind ein einziges Bild unendlicher Trauer, ein trauerndes Elternpaar. Käthe Kollwitz, die große Zeichnerin vor allem der kleinen und geknechteten, im Schatten des Lebens stehenden Menschen hat es geschaffen und ihm zugleich auch diesen Namen gegeben.


Wenn der Pikser zur Pflicht wird …

„Ich will die Masern ausrotten“ – erklärte Bundesgesundheits-
minister Jens Spahn bereits im Frühjahr. Um die dafür notwendige Impfabdeckung von 95 Prozent der Bevölkerung zu erreichen, soll zum 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen die Virusinfektion in Kraft treten. Das Masernschutzgesetz, das aktuell im Bundestag diskutiert wird, wirft vor allem bei Eltern viele Fragen auf.


Wirtschaftliche Streubomben auf Europa

Europa wird von einer Waffe bedroht, die ein Fachmann in Berlin jüngst mit Streubomben verglich. In der Vergangenheit wurde sie fast nie auf uns gerichtet, so dass wir Europäer ihren flächendeckenden Zerstörungen nichts entgegenzusetzen haben, schließlich mussten wir damit bisher nicht rechnen. Nicht nur das: Sogar die Logik, nach der die Waffe eingesetzt wird, ist uns fremd. Wir können uns eigentlich immer noch nicht so richtig vorstellen, warum uns jemand derart angreifen würde.  


Vor 75 Jahren: Auf Leben und Tod im Hürtgenwald

Zweiter Weltkrieg, im Westen Endphase: Das tausendjährige Reich kurz vor dem Untergang. Die Alliierten in Belgien. Hitler schaffte noch einmal alles an die Westfront. Zusammengeschusterte Einheiten aus Wehrmacht, Waffen-SS und Volkssturm. Mit Soll-Stärken, die nur auf dem Papier existieren: Restaufgebote von irgendwo und irgendwie. Dabei der junge Reserveoffizier. der Oberleutnant Willy Kantel. Mit 24 schon Kompaniechef, gerade aus Russland zurück, musste nun ein dezimiertes Regiment führen. Und dann begegnete er im Nebel einem GI. Auf Leben und Tod.


Die Hölle im Hürtgenwald

Hürtgenwald – für viele Deutsche und Amerikaner auch 75 Jahre nach den brutalen Schlachten 1944/45 in der Eifel noch immer das Synonym für die Schrecken des Krieges. Besonders schlimm ging es seinerzeit in der “Allerseelenschlacht” zu. Vereinzelt spross allerdings auch das Pflänzchen Menschlichkeit.


Spiel mit dem Feuer

Was ist los in Deutschland? Vor 30 Jahren haben die Menschen in der DDR unter großen persönlichen Gefahren das kommunisische Joch abgestreift. Jetzt, in Thüringen, wählen sie die Nachfolger ihrer einstigen Peiniger in die Regierung. Dazu noch eine zweite Partei aus dem exakt entgegengesetzten politischen Lager. Ist das Vabanque-Spiel, absolute Leichtfertigkeit, vielleicht sogar ein gefährliches Spiel mit dem Feuer? Denn, im Vergleich mit praktisch allen vergleichbaren Ländern, geht es Deutschland doch beneidenswert gut. Wäre da nicht Angela Merkel…


Déjà-vu der Sicherheitspolitik?

In der NATO lässt Donald Trump große Zweifel an der Bündnistreue der USA aufkommen. Der EU wurde in Nordsyrien jüngst wieder einmal außenpolitische Ohnmacht vorgeworfen; und die G7, die Helmut Schmidt 1975 mitgründete, konnte sich 2018 nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung mit den USA einigen – 2019 kam lediglich ein einseitiges Papier zustande. Derzeit verlieren genau die sicherheits- und außenpolitischen Institutionen zunehmend an Wirkungskraft, für die sich Helmut Schmidt zeitlebens eingesetzt hatte.