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Diesel-Gaga

Von Dietrich Kantel

Autor Dietrich Kantel

Am 18. März jährt sich der Geburtstag des genialen Ingenieurs und Erfinders Rudolf Diesel zum 160. Mal. Rechtzeitig zu diesem Gedenktag verbreitet sich Hysterie im Land. Der von Politik und Umweltlobbyisten jahrzehntelang als Garant für CO2-Reduzierung gehätschelte Motor ist jetzt auf einmal bä, ganz böse und: Diesel tötet. Deutschland dreht am Rad – und durch…

Beispiellose Wertvernichtung

Weil ein ominöser Abmahnverein (gemeint ist die Deutsche Umwelthilfe, Anm.d.Verf.) mit 274 Mitgliedern zum Kreuzzug gegen den Diesel aufgerufen hat, droht nun eine beispiellose Wertvernichtung in Milliardenhöhe. Millionen Dieselfahrzeuge verlieren schlagartig an Wert, wenn ihre Verwendung gerichtlich eingeschränkt wird. Seit Beginn der Industrialisierung war die Luft in Deutschland nicht so sauber wie heute“. So kommentierte die Braunschweiger Zeitung das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Frage von Dieselfahrverboten.

Angesichts von 15 Millionen potentiell betroffenen Fahrzeughaltern und einem durchschnittlichen Anschaffungswert eines Fahrzeuges in Deutschland von rund 30.000,- Euro droht in der Tat eine Wertvernichtung allein durch Wertverlust in schwindelerregender Milliardenhöhe. Ausbaden muss dies weder eine Deutsche Umwelthilfe noch die Politik noch ein oberstes Bundesgericht, das aus guten Gründen juristisch auch anders hätte entscheiden können. Aber allenthalben hat man dort den Draht zum gemeinen Bürger längst verloren.

Grenzwertbeschließer

Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer und überzeugter Dieselfahrer bringt das wie folgt auf den Punkt: „Wie soll man das nennen, was gerade mit 15 Millionen Dieselbesitzern passiert? Staatlich verfügte Vermögensvernichtung? Kalte Enteignung? Wir reden hier nicht von Schummelsoftware oder der Manipulation von Abgaswerten. Wir reden von Millionen PKW, die ordnungsgemäß zugelassen und zertifiziert wurden. Wie konnten sie beim TÜV oder beim Kraftfahrtbundesamt Autos ein Prüfsiegel verleihen, von denen angeblich alle Experten wussten, dass sie die Grenzwerte nur unter Laborbedingungen einhalten?“

Die Politik ist dabei, Millionen Dieselbesitzer zu enteignen, die sich auf das Kraftfahrtbundesamt verlassen haben. Sie wurden beschummelt – nicht von der Industrie, sondern von Leuten, die als Umwelthelden dastehen wollen. Die Leute, die in Brüssel sitzen oder beim Umweltbundesamt…, die meisten Grenzwertbeschließer fahren Dienstwagen. Wenn es da ein Problem gibt, bestellt man sich eben ein neues Auto. Aber so funktioniert das im wirklichen Leben nicht. “

Unseriöse Panikmache: 6.000 Abgastote

Wohl um bei all den selbsternannten Umwelthelden nicht in Vergessenheit zu geraten, trumpft nun das Bundesumweltamt mit einer Katastrophenmeldung auf: Jedes Jahr käme es zu 6.000 vorzeitigen Todesfällen in Deutschland – durch Stickoxidbelastung. Das Amt, schon immer Kaderschmiede und Tummelplatz für ökologischen Rigorismus, erhöht jetzt mit einer – vorgeblich natürlich wissenschaftlich untermauerten – Studie den Druck auf fachlich zumeist völlig unbedarfte Kommunalpolitiker in Richtung Fahrverbote.

Kernaussage der Studie: Dieselabgase, vor allem die Stickoxyde, sind tödlich. Für das Jahr 2014 ließen sich „statistisch“ angeblich 6.000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückführen. Wie diese Feststellung wissenschaftlich seriös hergeleitet werden konnte, bleibt im Dunkeln. Denn es wird weitgehend mit solchen unscharfen Begrifflichkeiten argumentiert wie „Wahrscheinlichkeit“ und „zu vermutende“ oder „naheliegende Zusammenhänge“ für die Annahme der Todesfälle in dieser Höhe und aufgrund der Stickoxidbelastung. Und: alles wurde lediglich durch „Modellrechnungen“ hergeleitet.

So scheint denn die eigentliche Stoßrichtung des Bundesumweltamtes und seiner Präsidentin Maria Krautzenberger, einer Soziologin und von naturwissenschaftlichen Kenntnissen weitgehend unbeleckt, auch weniger die Sorge um die Gesundheit ihrer Mitmenschen zu sein. Der Angriff gilt dem ach so bösen Individualverkehr schlechthin. Krautzenberger wörtlich: „Wir müssen den Verkehr zivilisieren. Wir müssen sehen, dass die Städte mit möglichst wenig Individualverkehr auskommen“.

Jeder stirbt an irgendwas

Professor Walter Krämer, Ökonom an der Technischen Universität Dortmund mit dem Fachgebiet Wirtschafts- und Sozialstatistik hält denn auch die Zahlen über die Todesfälle, wie sie vom Umweltbundesamt behauptet werden, für unseriös. Auf die Frage, wie sich solche Werte denn statistisch ermitteln ließen, antwortet Krämer in den STUTTGARTER NACHRICHTEN jüngst: „Gar nicht, jedenfalls nicht auf seriöse Weise. Wenn eine Erkrankung häufiger als zuvor die Todesursache ist, muss das nicht an deren Gefährlichkeit liegen, sondern kann auch darauf zurückzuführen sein, dass andere Ursachen ausgefallen sind. Heute zählt zum Beispiel Krebs zu den häufigsten Todesursachen. Das liegt aber vor allem daran, dass Typhus, Cholera und Tuberkulose als konkurrierende Todesursachen ausgefallen sind – und daran, dass jeder Mensch an irgendwas stirbt“.

Die größte Schwachstelle hinsichtlich der Stickoxidtodesfälle, so Krämer weiter, sei, dass Stickoxide bei weitem nicht der einzige Umwelteinfluss seien, dem die Menschen ausgesetzt sind. Das Leben in der Stadt und auf dem Land unterscheidet sich nicht nur durch den Stickoxidgehalt der Luft, sondern auch durch viele andere Faktoren. Bei manchen Studien werden Menschen noch nicht einmal gefragt, ob sie rauchen, obwohl das alle anderen Umwelteinflüsse überlagert. Für Studien, die Stickoxide für Tausende von Menschenleben verantwortlich machen, gibt es daher nur eine Bezeichnung: Sie sind reine Panikmache.

Sauberes Stuttgart

Nicht zuletzt mit der hohen Stickoxidbelastung in Stuttgart begründete die Deutsche Umwelthilfe ihren Kreuzzug gegen den Diesel und pro Fahrverbot. Die Zahl der Überschreitungsstunden des zulässigen Grenzwertes reduzierte sich vom Höchststand im Jahr 2006 mit 853 Stunden jedoch bereits auf ganze 3 Stunden in 2017. Und auch die Zahl der Überschreitungstage für den Grenzwert Feinstaub ging vom Höchststand im Jahr 2005 mit 187 Tagen auf 45 Tage im Jahr 2017 zurück.

Wichtig zu wissen: 90 Prozent des Feinstaubes in der Luft sind naturgegeben, befindet sich in der Luft schon solange es Menschen gibt – und natürlich noch länger. 10 Prozent sind menschengemacht. Und davon resultiert der Großteil aus Wohnheizungen, Reifenabrieb und Staub von Bremsbelägen von Fahrzeugen. Da bleibt für den armen Diesel nicht mehr viel übrig.

Deutschland im Gaga-Modus. 


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