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Tod eines Angehörigen – was ist zu tun?

© Francesco Corbisiero

Der Tod eines geliebten Menschen trifft die nächsten Angehörigen wie ein Schlag. Sie versinken in ihrer Trauer und denken oft nicht an die bürokratischen Formalitäten, die nun anstehen. Zügiges Handeln ist erforderlich, vor allem bei Finanz- und Versicherungsfragen. Zudem sind die Bestattung und der Nachlass zu regeln. Was aber ist genau zu tun?

Totenschein oder Leichenpass

Findet der Angehörige den Toten selbst, muss er sofort einen Arzt oder den Notdienst verständigen. Je nachdem, ob der Tod in Deutschland oder im Ausland eintritt, ist ein Totenschein oder Leichenpass auszustellen. Darin sind Todesursache und Todeszeitpunkt festgehalten. Stirbt der Angehörige in einem Pflegeheim, Hospiz oder Krankenhaus, kümmert sich das Personal der Einrichtung um diese Formalie. Nach dem festgestellten Tod informiert der nächste Angehörige weitere Familienmitglieder über den Verlust.

Unterlagen ordnen

So tief der Schmerz auch sitzt, jetzt sind sämtliche Unterlagen für die nachfolgenden Regelungen zu ordnen und sichten. Gibt es ein Testament? Hat der Verstorbene zu Lebzeiten Bestattungswünsche (Erd-, Feuer-, Seebestattung) geäußert? Welche Konten und Versicherungen existieren? Sind die Angehörigen mit der Situation überfordert oder kennen nicht alle Versicherungen und Konten, können sie auf externe Hilfe zurückgreifen. So bieten beispielsweise Bestatter digitale Nachlassregelungen an. Über ein Online-Schutzpaket meldet der Angehörige Online-Konten des Toten automatisch ab. Dabei hat er die Möglichkeit, die ermittelten Konten und Verträge zu übernehmen oder zu kündigen. Die Recherche und den Abschlussbericht übernimmt TrauerHilfe Denk. Zudem übernimmt die Bestattung München auf Wunsch auch Bestattungsleistungen und Trauerbegleitung.

Bestattung organisieren

Die nächsten Angehörigen sind verpflichtet, sich um die Bestattung des Verstorbenen zu kümmern. Dabei sind zahlreiche Entscheidungen zu treffen. In der Regel beauftragen die Hinterbliebenen ein Bestattungsunternehmen mit der Organisation inklusive Traueranzeige. Der Bestatter berät über die Möglichkeiten und Kosten einer Erdbestattung oder Feuerbestattung. Entscheidet sich die Familie für eine Erdbestattung, ist eine christliche Trauerfeier oder Abschiedszeremonie zu organisieren.

Information der Vertragspartner

Beauftragen die Angehörigen keinen Bestatter mit der digitalen Nachlassregelung, müssen sie sich selbst die Vertragspartner informieren. Alle Versicherungen oder Verträge, die auf den Verstorbenen liefen, müssen gekündigt oder umgeschrieben werden, wie Mietvertrag, Stromvertrag, Mitgliedschaften in Clubs oder Vereinen. Die Haftpflichtversicherung hingegen endet automatisch mit dem Tod des Versicherungsnehmers. Der Verstorbene wird von Kranken- und Pflegeversicherung abgemeldet. Existiert eine Lebensversicherung auf den Verstorbenen, ist diese unverzüglich nach dem Tod zu informieren.

Nachlassregelung

Die Sterbeurkunde ist der behördliche Nachweis über den Tod des Angehörigen. Sie ist gleichzeitig der nötige Nachweis bei Vertragspartnern, wie Behörden, Banken und Versicherungen. Sie beim zuständigen Standesamt beantragt – am besten gleich mehrere Ausfertigungen. Hat der Verstorbene ein Testament erstellt, ist es dem Nachlassgericht des Amtsgerichts vorzulegen. Das Nachlassgericht benachrichtigt die Erben über die Testamentseröffnung. Wollen die Hinterbliebenen das Erbe antreten, müssen sie beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen, der sie als legitime Erben ausweist.

Hinterbliebenenrente beantragen

Haben die Hinterbliebenen, wie Ehepartner oder Kinder, kein eigenes Einkommen, können sie bei der Rentenversicherung eine Witwen- bzw. Waisenrente beantragen. Im ersten Quartal dem Tod erhalten die Hinterbliebenen die Rente des Verstorbenen als Vorschuss voll ausbezahlt. Allerdings ist auch dieser Vorschuss innerhalb von 30 Tagen beim Rentenservice der Deutschen Post zu beantragen. Versäumen die Angehörigen die Frist, wird der erhöhte Rentenbetrag mit der tatsächlichen Witwen- und Waisenrente ausbezahlt.

Sepp Spiegl