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Erbrecht: Enterbte Angehörige dürfen Testament einsehen

Auch enterbte Angehörige haben das Recht, das Testament einzusehen. Deswegen muss die zuständige Aufsichtsbehörde den Notar auf Antrag des Enterbten von dessen Schweigepflicht entbinden download hamburger rental contract. Lehnt der Notar die Einsicht ab, handelt er rechtswidrig und verletzt den Betroffenen in seinen Rechten. So hat es der Bundesgerichtshof kürzlich entschieden amazon prime series.

Der Fall

© Rainer Sturm / pixelio.de

Ein Vater hatte etwa vier Jahre vor seinem Tod mit seiner zweiten Ehefrau ein notarielles Testament errichtet herunterladen. Darin wurde der Sohn aus erster Ehe enterbt und nur die Kinder aus zweiter Ehe wurden als Erben eingesetzt. Der Sohn aus erster Ehe erlangte von dem Testament erst im Rahmen der Testamentseröffnung, nachdem der Vater im Jahr 2016 verstorben war download microsoft team. Daraufhin verlangte der Sohn bei dem Notar Einsichtnahme in die dort vorhandene beglaubigte Abschrift des Testamentes: Es gebe Anzeichen dafür, dass einzelne Seiten in dem Originaltestament ausgetauscht worden seien Download video schneider for free. Der Notar lehnte die Einsichtnahme mit der Begründung seiner Verschwiegenheitspflicht ab.

Vorinstanzen lehnen Recht auf Einsicht ab

Der Präsident des Landgerichts Münster bestätigte als Aufsichtsbehörde des Notars die Ablehnung der Einsichtnahme und lehnte dessen Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht ab orgelmusik kostenlos herunterladen. Nach Einlegung des Rechtsmittels bestätigte auch das Oberlandesgericht Köln diese Ablehnung. Begründung: Die Manipulationsvorwürfe entbehrten jeder nachvollziehbaren vernünftigen Grundlage notability.

BGH: Geheimhaltung gilt nicht gegenüber gesetzlichen Erben

Der Bundesgerichtshof entschied nunmehr in letzter Instanz zugunsten des klagenden und enterbten Sohnes, dass der Notar durch die Aufsichtsbehörde (Präsident des Landgerichtes Münster) zwingend von der Verschwiegenheitspflicht zu entbinden sei herunterladen.

Mit dem Tod des Vaters sei nämlich dessen Interesse an der Geheimhaltung seines letzten Willens gegenüber dem enterbten Sohn entfallen. Das Recht auf Einsichtnahme bestehe nämlich ungeachtet der Frage, ob der Sohn enterbt wurde oder nicht google chrome deutsch kostenlos herunterladen. Und es komme auch nicht auf die Motivation des Sohnes als gesetzlichem Erben an, gleich, ob die Motive, über das Testament informiert werden zu wollen nachvollziehbar seien oder nicht activinspire download kostenlos.

 

– Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.7.2020, Az.: NotZ(Brfg) 1/19

(ka)