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Weihnachtskarpfen – ein gesundes Festtagsmahl mit Tradition

Gefüllter Weihnachtskarpfen

Zu einem „richtigen“ Weihnachtsfest gehört für viele Deutsche der traditionelle Weihnachtskarpfen. Doch nicht nur hierzulande, auch in Süd-, Mittel- und Osteuropa steht dieser Fisch als Klassiker auf dem weihnachtlichen Speiseplan. Auf dem befindet sich vielerorts auch gern die Weihnachtsgans, andere bevorzugen an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat oder man begeht die Geburt Christi mit Fondue bzw. Raclette. Im Gegensatz zu diesen Festtagsklassikern hat der Weihnachtskarpfen jedoch einen religiösen Hintergrund. Denn früher zählte die Adventszeit nach der christlichen Lehre zur Fastenzeit, womit Fleisch verboten war. Alternativ dazu gab es Fisch.

Dieser hat zudem für Christen eine spezielle Bedeutung: Denn der griechische Begriff für Fisch lautet „ichthys“. Dieses Wort setzt sich aus I-Ch-Th-Y-S (ΙΧΘΥΣ) zusammen, was als Anfangsbuchstaben die Formel „Jesus“, „Christus“, „Gottes Sohn“, „Erlöser“ ergibt. Somit stellte das griechische „ichthys“ ein knapp zusammengefasstes Glaubensbekenntnis dar. Zudem erinnert das I-Ch-Th-Y-S-Symbol, das aus zwei gekrümmten Linien besteht, an einen Fisch. Entsprechend hatte das Symbol des Fischs bei den Urchristen hohen Stellenwert und wurde von ihnen in der Zeit der Verfolgung als unauffälliges Erkennungszeichen genutzt, etwa an Häusern oder Türen. Der Fisch wurde erst im 5. Jahrhundert vom Kreuz als christliches Symbol abgelöst.

Wer also am Heiligen Abend zu Fisch greift, wird langer christlicher Tradition gerecht. Doch nicht nur das, der Weihnachtskarpfen ist zudem ein geschmacklich gehaltvoller und zugleich gesunder Festtagsschmaus. Denn das Fleisch des Süßwasserspeisefischs, der ursprünglich aus Asien und Südosteuropa stammt, ist entgegen eines weit verbreiteten Vorurteils als eher fettarm einzustufen. Tatsächlich weise ein gut ernährter Karpfen einen Fettanteil von nicht mehr als zehn Prozent auf, wissen Fachleute. Damit ist der Karpfen nicht fetter als etwa eine Forelle, die jedoch gemeinhin als erheblich weniger „kalorienbelastet“ gilt.

Ernährungswissenschaftler zählen den Karpfen auch deshalb zur „gesunden Küche“, weil sein Verzehr den Cholesterinspiegel nicht hochtreibt, wie wissenschaftliche Studien belegen. Das ist besonders vorteilhaft für Menschen mit ohnehin schon erhöhten Cholesterinwerten. Untersuchungen weisen zudem aus, dass die ungesättigten Fettsäuren, die im Karpfenfleisch besonders üppig enthalten sind, eine positive Wirkung auf Gefäße haben. Diese Fettsäuren sollen sogar angegriffenen Gefäßwänden bei der Regeneration helfen. Darüber hinaus wird den Fischölen des Karpfens zugeschrieben, das Risiko von Thrombosen zu verringern. Wer sich also für den Karpfen als klassisches Weihnachtsessen entscheidet, darf sich aus gesundheitlicher Sicht auf der sicheren Seite fühlen. Denn das Karpfenfleisch enthält zudem noch etliche Mineralstoffe, Eiweiß, Vitamine.

In Deutschland sind hauptsächlich Spiegelkarpfen im Angebot, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn berichtet. Die beste Qualität haben die Fische demnach im Herbst und Winter. Denn die Zuchtkarpfen bleiben nach dem Abfischen dann auch noch eine Weile in einem Durchlaufbecken beim Fischwirt, bevor es zum Verkauf geht. Das verbessere den Geschmack entscheidend, betont die BLE. Karpfen werden hierzulande fast ausschließlich frisch, ganz oder als Filets angeboten.

Zur Geschichte des Karpfens als Weihnachtsschmaus gehören jedoch nicht allein seine Bedeutung für die Christen und seine Vorteile für das Wohlbefinden. Es ranken sich auch noch andere Überlieferungen um das beliebte Gericht: So soll nach einem alten Brauch die Schuppe eines Weihnachts- oder Neujahrskarpfens im Portemonnaie Glück und Wohlstand im folgenden Jahr sichern. Einer anderen Legende zufolge befindet sich über den Augen des Karpfens ein mondförmiger Stein, der seinem Finder Glück bringen soll.

Wohl dem, für den dies zutrifft. Alle anderen dürfen sich mit dem Weihnachtskarpfen auf einen leckeren und gesunden Festschmaus freuen.

Ihre Redaktion WOHL_be_FINDEN – eine Initiative der Almased Wellness –


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