Tag des Rock ‘n’ Roll 2021

Bill und Anette Talor, 1950, nach einem Rock n Roll Tanz musste man ihn in der Tanzstellung zum Arzt tragen, denn er konnte sich nicht mehr bewegen

Am 09. Juli 2021 ist der Tag des Rock ‘n’ Roll. Der Gedenktag geht zurück auf den Moderator Dick Clark, welcher am 9. Juli 1956 seinen Vorgänger in der legendären Musikshow “American Bandstand” ablöste java skript herunterladen. Er war eine einflussreiche Figur in der Rock’n’Roll-Szene der späten 1950er Jahre, mit seiner Fernsehshow wurden viele Highschool-Stars des Teenage Tock’n’Roll promotet. Rock ‘n’ Roll (Kurzform für “Rock and Roll”) ist ein nicht klar umrissener Begriff für eine US-amerikanische Musikrichtung der 1950er- und frühen 1960er-Jahre und das damit verbundene Lebensgefühl einer Jugend-Protestkultur herunterladen.

Kennzeichnend für die meisten Rock-‘n’-Roll-Bands ist die Besetzung mit einem als Frontmann fungierenden Sänger, begleitet von Gitarre oder Klavier, Kontrabass oder E-Bass und Schlagzeug, gelegentlich noch ergänzt durch weitere Instrumente wie Saxophon. Der Gesang ist oft kehlig-rau. Typisch sind verhältnismäßig kurze Kompositionen im 12-taktigen Bluesschema und die “rollende”, ursprünglich aus dem Boogie-Woogie stammende Basslinie film herunterladen kostenlos deutsch. Rock ‘n’ Roll gilt als Ursprungsform der Rockmusik.

Eine wichtige Rolle spielten dabei die seit den 1940er-Jahren aufkommenden Rhythm & Blues- Rundfunkstationen, die die sozialen Schranken zwischen „weiß“ und „schwarz“ zumindest musikalisch überwinden halfen. Die Einführung der billigen Kofferradios hatte die Voraussetzung für einen eigenständigen Umgang Jugendlicher mit diesem Massenmedium Rundfunk geschaffen download fonts for free photoshop. Für die etablierte Musikindustrie bedeutete diese um sich greifende Begeisterung für die afroamerikanische Musik, die von kleinen spezialisierten Plattenlabels produziert und verbreitet wurde, einen empfindlichen Verlust von Marktanteilen. Sie reagierte auf ihre Weise und produzierte die erfolgreichsten Rhythm & Blues-Titel mit den bei ihr unter Vertrag stehenden weißen Musikern einfach noch einmal nach herunterladen.

Eher einen Zufallstreffer hatte mit diesem Verfahren sogenannter Cover Versionen schon 1954 die Firma „Mercury Records“, als sie mit der kanadischen Gruppe CREW CUTS den Titel „Sh-Boom“ des afroamerikanischen Vokalsextetts CHORDS in einer bei ihnen produzierten Version herausbrachten. Mit PAT BOONEs (* 1934) Versionen von FATS DOMINOs (* 1928) „Ain’t It a Shame“ (1955) sowie LITTLE RICHARDs (* 1935) „Tutti Frutti“ (1955) begann dann die systematische Ausschlachtung der Rhythm & Blues-Charts vermittels solcher Cover Versionen durch weiße Musiker download ytd. Im Zusammenhang damit wurden auch

  • BILL HALEY (1925–1981) mit JOE TURNERs (1911–1985) „Shake, Rattle and Roll“ (1954) und
  • ELVIS PRESLEY (1935-1977) mit WILLIE MAE THORNTONs (1926-1984) „Hound Dog“ (1956)

populär.

Die Bezeichnung ist der afroamerikanischen Blues-Sprache entnommen. Die Phrase „rock and roll“ gehörte zum Standardvokabular vieler Rhythm & Blues-Texte, wo sie häufig auch in den Titeln zu finden ist, wie beispielsweise in „Good Rockin’ Tonight“ (ROY BROWN, 1947) oder in „Rock All Night Long“ (RAVENS, 1948) download video surveillance software for free. Rock ‘n’ Roll ist in der Sprache der Afroamerikaner ein vieldeutiger Slang-Ausdruck

  • sowohl zur Umschreibung des Geschlechtsverkehrs
  • als auch für rhythmische Bewegungsvorgänge anderer Art (die Schienenstöße der Eisenbahn).

Schwarze Musik und weiße Hörer

Die große Akzeptanz, die der afroamerikanische Rhythm & Blues Anfang der 1950er-Jahre unter Jugendlichen aus den weißen Mittelschichten in den USA fand, resultierte vor allem aus der vehementen Ablehnung in der amerikanischen Öffentlichkeit apps op pc windows 10.

  • Diese Musik galt als anstößig und amoralisch,
  • vor allem aber als primitiver Ausdruck des „ganz unten“ in der sozialen Hierarchie und
  • gab deshalb ein ideales Oppositionssymbol ab.

Die Stile und Spielweisen

Insgesamt lassen sich in dem, was damals unter dem Verkaufsetikett Rock ‘n’ Roll vermarktet wurde, grob fünf verschiedene Spielweisen unterschiedlicher Herkunft ausmachen, die sich jeder einheitlichen Festlegung auf gemeinsame stilistische Kriterien entziehen:

  1. Rock n’ Roll in der Chicagoer Rhythm & Blues-Tradition repräsentierten vor allem CHUCK BERRY und BO DIDDLEY (* 1928) thalia ebook als pdf downloaden.
     
  2. Rock n’ Roll aus New Orleans, wie er vor allem von FATS DOMINO und LITTLE RICHARD vertreten wurde, stand in der Blues- und Boogie-Tradition.
     
  3. Der gospelbeeinflusste Rhythm & Blues afroamerikanischer Vokalgruppen wie der DRIFTERS bildete nach 1955 ebenfalls einen eigenständigen Bestandteil des Rock ‘n’ Roll, auch wenn er musikalisch mit seiner ganz anderen Stilistik und eher „schnulzigen“ Songs überhaupt nicht in diesen Kontext zu passen scheint download panono images.
     
  4. Rock ‘n’ Roll im Combo-Sound aus dem Norden der USA basierte auf Jump Blues und Western Swing und hatte in BILL HALEY seinen wichtigsten Repräsentanten.
     
  5. Rockabilly, die Imitation afroamerikanischer Musik durch weiße Sänger wie
    – ELVIS PRESLEY,
    – CARL PERKINS oder
    – JERRY LEE LEWIS und
    – BUDDY HOLLY (1936–1959)

war die einzige Spielweise des Rock ‘n’ Roll, die nicht schon lange vorher existiert hatte.

In Deutschland setzte sich für die Fans des Rock´n´Roll der Begriff “Halbstarke” durch, in England hießen sie “Teddy Boys”. Wie jede neue Lebensart hatte auch der Rock´n´Roll Einfluß auf die Mode. “In” bei den Jungen waren Röhrenjeans, Ringelsöckchen, spitze Schuhe, weite Sakkos und Krawatten aus schwarzen Samtbändern. Die Haare wurden mit Pomade nach hinten gekämmt. Die Mädchen trugen breite Gürtel, Petticoats unter ihren weiten Röcken und banden ihre Haare zu lustig im Takt wippenden Pferdeschwänzen zusammen. In den Tanzschulen war Rock´n´Roll lange verpönt. Getanzt wurde er in Diskotheken und halbdunklen Lokalen, aber dafür mit um so mehr Hingabe. Bei dieser Tanzbegeisterung etablierten sich schnell zahlreiche Tanzwettbewerbe, bei denen die Sieger entweder durch eine Prominentenjury oder durch die Applausstärke des Publikums entschieden wurde.

Der Rock-‘n’-Roll-Tanz ist ein mit dieser Musik verbundener Turniertanz, der aus dem Lindy Hop – einem Swing-Tanz der 1930er Jahre – hervorgegangen ist und dessen bekanntestes Merkmal die akrobatischen Einlagen sind. Eng mit dieser Musik verbunden sind auch die Tänze Jive und Boogie-Woogie.