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So lagert guter Wein

Wein gehört zu den langlebigen, besonders interessanten und begehrten Genussmitteln. Die Tatsache, dass die Herkunft eines Weines weltweit fast ausnahmslos mit dem Jahr seiner Erzeugung (Jahrgang) gekennzeichnet wird, prädestiniert ihn zum Sammeln und Aufbewahren. Die Verkostung älterer Weine unterschiedlichster Herkünfte sind immer wieder reizvolle und spannende Erlebnisse.

Weinlagerung zu Hause im Trend

Ein hochwertiger Wein braucht nicht nur die richtige Lagerung, sondern auch eine fachkundige Hand beim Entkorken. Foto: djd/Victorinox AG

Wie eine repräsentative bundesweite Umfrage im Auftrage der Fachmesse ProWein ergab, lagern 78 Prozent der befragten Weintrinker Wein daheim. Nur 22 Prozent kaufen Wein zum sofortigen Konsum. 65 Prozent der befragten in der Altersgruppe 50 + verfügen über einen Weinvorrat von mindestens 10 Flaschen, 12 Prozent besitzen mehr als 50 Flaschen. Die meisten Befragten (55 Prozent) lagern ihren Wein zwischen einem Monat und einem Jahr.

Geeignete Lagerweine

Die Lagerfähigkeit eines Weines hängt zunächst von natürlichen Bedingungen im Weinanbau ab: Rebsorte, Weinbergslage, Klima, Jahrgang, Reife und Erntezeitpunkt der Trauben bilden primäre Voraussetzungen für eine längere Haltbarkeit. Bei Gärung und Weinausbau bilden sich die Inhaltsstoffe im Wein, die seinen Charakter und sein Entwicklungspotential prägen. Neben dem Alkohol sind dies vor allem die Extraktstoffe wie Suren, Zucker, Mineralstoffe, Phenole (Gerbstoffe) und Farbstoffe. Je ausgeprägter diese Bestandteile im Wein vorhanden sind und je optimaler sie sich ergänzen, desto besser ihre Fähigkeit ohne deutliche Qualitätsverluste zu reifen und altern.

Mit Ausnahme des Alkoholgehaltes werden die Inhaltsstoffe des Weines auf dem Etikett nicht aufgeführt, so dass beim Weinkauf ohne vorherige Verkostung eine Orientierung nach diesen Parametern schwierig ist. Als Entscheidungshilfe bei der Auswahl geeigneter Lagerweinen dienen folgende durchschnittlichen Richtwerte für die jeweilige Haltbarkeit und Genussreife:

– 2-3 Jahre: Leichte Weißweine (Qualitätsweine Kabinett); die meisten Roséweine; einfache Rotweine mit geringem Gerbstoff und Alkohol, vor allem aus durchschnittlichen Jahrgängen
– 3-5 Jahre: Riesling und andere säureprägnanten sowie körperreiche Weißweine (z. B. Chardonnay); gehaltvolle Rotweine aus mittleren Jahrgängen, insbesondere aus Spätburgunder, Merlot, Cabernet
– 6-9 Jahre: Prädikatsweine (Spätlese, Auslese); Champagner und andere hochwertige Schaumweine; Rotweine aus guten Jahrgängen (speziell aus Pinot noir, aus den meisten südeuropäischen Weinbauregionen und der Neuen Welt)
– 10-15 Jahre: Prädikatsweine aus großen Jahrgängen; hochwertige Rotweine aus Bordeaux, Burgund, von der Rhône, Piemont und Mittelitalien, aus renommierten spanischen und portugiesischen Weinbauregionen sowie Spitzenrotweine aus der Neuen Welt
– über 15 Jahre: Edelsüße Prädikatsweine (Eiswein, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese); Große Gewächse (Premier Grand Crus aus Bordeaux), Spitzenlagen in Burgund und an der Rhône); mit Alkohol verstärkte Weine (Portwein, Sherry)
In einzelnen Fällen können die Weine auch über die jeweils angegebene Zeitspanne hinaus ihren Genusswert erhalten, sollten aber in bestimmten Zeitabständen auf evtl. beginnenden Abbau (= zunehmende Oxydation/Firne/Alterston) geprüft werden.

Die optimale Weinlagerung

1. Liegend oder Stehend
Forscher der Weinuniversität Geisenheim haben in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass es keinen Unterschied macht, ob Weinflaschen stehend oder liegend gelagert werden. Das befürchtete Austrocknen des Korkens, wenn er nicht mehr von Wein umspült wird, findet wohl nicht statt. Zudem werden heutzutage vermehrt Schraub-, Glas und Kunststoffverschlüsse verwendet. Allerdings benötigen stehende Flaschen mehr Platz als liegende. Auch das Auffinden einzelner Flaschen ist bei liegender Aufbewahrung einfacher.

2. Temperaturgerecht
Weinflaschen sollten weder starken Klimaschwankungen noch extremen Lagerungstemperaturen ausgesetzt sein. Größere Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen beeinträchtigen das Reifen und damit die Lagerfähigkeit eines Weines. Sie führen zur vorzeitigen Oxydation (Braunwerden, Verringerung der Frische/Säure, Abbau der Aromastoffe). Ähnliche qualitative Veränderungen verursacht dauerhafte Lagerung bei weniger als 5 Grad C. oder über 17 Grad C. Eine Faustregel besagt: Je höher die Lagertemperatur, desto schneller Reife und Alterung des Weines. Die Idealtemperatur liegt zwischen 11 und 14 Grad C.

3. Moderate Luftfeuchtigkeit
Weinflaschen nicht in zu trockenen und zu feuchten Räumen lagen. Trockene Luft beeinträchtigt die Elastizität der Korken, die allmählich undicht werden. Hohe Luftfeuchtigkeit führt zur Schimmelbildung (an Kapseln und Korken) und beeinträchtigt die Weinetiketten. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60, höchstens 80 Prozent.

4. Ruhig, dunkel und geruchsneutral
Weinflaschen sollten dauerhaft nur in geruchsneutralen, und erschütterungsfreien und nicht zu stark beleuchteten Räumlichkeiten gelagert werden. Bei längerer Lagerung kann sich intensiver Geruch anderer im selben Raum aufbewahrter Produkte auf den Wein übertragen. Ständige Vibrationen (z. B. durch benachbarte technische Anlagen) beeinflussen das „innere“ Gleichgewicht des Weines. Trotz einer gewissen UV-Beschichtung moderner Weinflaschen bieten sie nicht kompletten Schutz gegen den Einfluss ständiger heller Lichtquellen.

Weinklimaschrank / Weinkühlschrank / Weintemperierschrank

Weinklimaschrank/Weinkühlschrank
Als Einzonen-Modelle verfügen sie über eine einheitliche Temperatur und kommt vor allem für die längere Weinlagerung in Betracht.

Vinovilla Duo 42 Zweizonen-Weinkühlschrank von Klarstein

Weintemperierschrank/Weinschrank
Die Mehrzonen-Modelle bieten mindestens zwei Temperaturzonen mit individueller Einstellmöglichkeit. Sie sind für die Vorratshaltung verschiedener Weinarten (Weißwein, Rosé, Rotwein, Sekt) konzipiert, die auch im Schrank zur Verkostung mit der jeweils passenden Trinktemperatur zur Verfügung stehen.

Die Geräte auf einen Blick:
– Fassungsvermögen: (je nach Modell) von 12 bis 3900 Flaschen Bauformen:
– für den Wohnbereich: freistehendes Einzelgerät
– für die Küche: Unterbaugerät (in Küchenzeile) oder als Bestandteil einer Einbauküche
– Klimazonen: (je nach Modell Mono- oder Multitemperaturzonen)
– Regaleinlagen, meist ausziehbar (Gleitregale)
– Energieeffizienz: je nach Modell A bis D

Technische Ausstattung:
– Individuelle Klimaregulierung (5 bis 20 Grad C.)

– Umstellung der Temperaturen: Lager- oder Degustationstemperatur

– Optimale Luftfeuchtigkeit (60 bis 80 Prozent)

– Belüftung mit Aktivkohlefilter (verhindert Geruchsbildung)

– Vibrationsfreie Lagerung

– Keine UV-Einstrahlung (getönte und isolierte Glastüren)

– Innenbeleuchtung: (zuschaltbar) durch LEDVerschiedene Sicherheitsfunktionen

In Design und Farbgebung (Edelstahl, silberfarben oder dunkel) mit getönten Glastüren passen sich alle Geräte zeitgemäßen wohnlichen Einrichtungen ebenso an wie moderner Küchenmöblierung.

 

Titelfoto: Mehrere Funktionen in einem: Das Messer entkorkt nicht nur den Wein, sondern verfügt gleichzeitig noch über eine Klinge, um Käse und Brot etwa beim nächsten Picknick zu schneiden. Foto: djd/Victorinox AG


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