Schloß Flamersheim

Die Burg Flamersheim, auch Schloss Flamersheim genannt ©seppspiegl

Die Burg Flamersheim, auch Schloss Flamersheim genannt, ist eine Schlossanlage im Stadtteil Flamersheim der nordrhein-westfälischen Stadt Euskirchen. Sie ging aus einer mittelalterlichen Wasserburg am Flämmerbach hervor und war ein Jülicher Lehen.

Wohl im 15. Jahrhundert wurde diese Anlage ein erstes Mal umgebaut. Im 17. Jahrhundert zu einem Schloss verändert, folgten im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts weitere Umbauten im Stil des Barocks. Nachdem die Fabrikantenfamilie von Bemberg das Anwesen gekauft hatte, ließ sie es noch einmal im Stil des Neobarocks verändern und gab ihm damit sein heutiges Aussehen windows games for free. Die Familie ist auch heute noch Eigentümerin und bewohnt die Anlage gemeinsam mit einigen Mietern. Das Schloss ist seit 1982 zusammen mit dem kleinen Schlosspark als Baudenkmal geschützt. Eine Besichtigung ist nicht möglich.

Schon die Chronik des Prümer Abts Reginor berichtet für das Jahr 870 von einer regia villa nomine Flameresheim, einem Königsgut in Flamersheim. Es ist jedoch nicht sicher, dass dies eine Vorgängeranlage des heutigen Schlosses war. Der Besitz kam an die Pfalzgrafen, die ihn um die Mitte des 11 musik lizenzfrei herunterladen. Jahrhunderts an das Kölner Stift St. Maria ad Gradus übertrugen. Die Kirche ließ den Fronhof durch adlige Vögte verwalten, die zur Sicherung des Gutes eine erste Burg errichteten.

Die wehrhafte Anlage wurde erstmals in einer Urkunde vom 1. Juni 1358 erwähnt. An jenem Tag bestätigte Emelrich von Ringsheim den Status seines Hauses Flamersheim mit Vorburg und Befestigungen (huys Vlaemersheim mit deme vurburge ind vestenen) als Offenhaus des Jülicher Herzogs. Zu jener Zeit war Flamersheim also bereits eine zweiteilige Anlage, bestehend aus Vor- und Kernburg, was ihr bis in das 18. Jahrhundert die Landtagsfähigkeit sicherte download viagogo app.

Ab 1429 gehörte die Burg als Jülicher Lehen der Familie Krümmel von Eynatten, von der sie Anfang des 16. Jahrhunderts an die von Palant überging, als Sophie von Krümmel Gerhard von Palant heiratete. Im Jahr 1564 gelangte Burg Flamersheim durch Heirat der Sophia von Palant an die Familie Quadt von Landskron, die bis in das 18. Jahrhundert Besitzerin blieb. Dietrich von Quadt ließ das mittelalterliche Burghaus 1713 zu einem wohnlicheren und repräsentativen Barockschloss umgestalten. Eine – wenngleich sehr ungenaue – Abbildung im Codex Welser zeigt es als zweiteilige, wasserumwehrte Anlage Download skype.

Die Burg Flamersheim, auch Schloss Flamersheim genannt ©seppspiegl

Dietrichs Nachfahrin und Erbtochter der Familie, Josina Christina von Quadt, heiratete 1746 Johann Otto Ferdinand von Dalwigk zu Lichtenfels, sodass die Anlage nach Aussterben der Quadt im Mannesstamm 1776 an die von Dalwigk fiel. Josinas und Johanns Sohn Friedrich Wilhelm baute das Schloss im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts gemeinsam mit seiner Frau Wilhelmine Frederike Charlotte von Calcum genannt Lohausen zu einem repräsentativen Landsitz im Stil des Spätbarocks um. Davon zeugt das Allianzwappen des Paares am schmiedeeisernen Gitter der gartenseitigen Terrasse. Bei den Arbeiten erhielt das Gebäude Stichbogenfenster, einen einachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, Eckpilaster und eine Terrasse mit Freitreppe empire total war kostenlosen vollversion. Zudem wurde der Wassergraben zwischen Herrenhaus und Vorburg verfüllt. Der Architekt des Umbaus könnte Johann Georg Leydel gewesen sein, der von 1768 bis 1772 das Schloss Miel in sehr ähnlichen Formen schuf.

Die Erbtochter Eberhardine Franziska heiratete 1796 den Freiherrn Ernst von Vincke und brachte den Besitz an ihren Mann, der auch die rund 20 Kilometer entfernte Burg Odenhausen erwarb. Das Paar nutzte Flamersheim zumindest zeitweise als Wohnsitz. Sein einziges Kind, die Tochter Charlotte, verkaufte das Schloss an den Immobilienspekulanten Franz Georg Weckbecker, dem auch die im Familienbesitz befindliche Burg Ringsheim und die Burg Langendorf gehörten lieder herunterladen samsung. Im Gegensatz zu Langendorf ließ er Rings- und Flamersheim aber ungeteilt und verkaufte sie an die Brüder Kaufmann aus Köln.

Die beiden Kölner verkauften die Anlage 1861 an Caroline Bemberg geb. Wülfing, die Witwe des Elberfelder Fabrikanten Julius August Bemberg. Sie baute das Schloss bis 1863 im Stil des Neobarocks grundlegend um. Aus dem einst klar gegliederten, einfachen Herrenhaus mit hohem Walmdach und geschweiften Hauben auf den Ecktürmen wurde ein viktorianisch anmutendes, reich gegliedertes Gebäude mit Mansarddach, Pilaster, Portikus und offenen Turmobergeschossen. Um vom Haupthaus eine Fernsicht genießen zu können, ließen die neuen Eigentümer den Südost-Flügel der Vorburg abreißen. Linas 1884 in den erblichen preußischen Adelsstand erhobener Sohn Julius erbte beide Güter und legte in Flamersheim den Grundstein für den heutigen Schlosspark, indem er ein Boskett anlegen ließ download vcr player for free. Auch die heutige Gestaltung des Schlossvorplatzes und die Verbreiterung eines Teils des Wassergrabens zu einem Teich geht auf ihn zurück.

Die Burg Flamersheim, auch Schloss Flamersheim genannt ©seppspiegl

1903 übernahm Juliusʼ Sohn Robert den Besitz. Zu seiner Zeit als Schlossherr entstand 1923 ein eingeschossiger Küchentrakt als Anbau an der Nordostecke des Herrenhauses, und während des Zweiten Weltkriegs wurde die Vorburg beschädigt. Nach Roberts Tod trat sein Sohn Jürgen von Bemberg-Flamersheim die Nachfolge an. Er nahm diverse Instandsetzungsarbeiten an der Anlage vor, so zum Beispiel die Restaurierung des Ostturms inklusive Erneuerung seines Schieferdachs und die Renovierung einer Scheune samt ihrer Dacheindeckung download anstoss 1. Nach Jürgen von Bemberg-Flamersheim folgte 1988 sein Sohn Robert. Er ließ das Herrenhaus für sich und seine Familie herrichten. Dabei wurde unter anderem die Haustechnik zeitgemäß erneuert. 1991 folgte die Sicherung und Instandsetzung des Westturms und die Renovierung der Herrenhausfassade. Ab 1993 ließ die Eigentümerfamilie zudem die beiden Gebäude, die den Schlossvorplatz flankieren, zu Wohnungen umbauen. Diese ehemaligen Rinder- und Pferdeställe hatten zuvor lange ungenutzt leer gestanden. Bei den Umbauten wurden auch die Kriegsschäden vollständig behoben, die zuvor nur notdürftig repariert worden waren audible titel downloaden.

1998/1999 erfolgte die Modernisierung und Instandsetzung des ehemaligen Pächterhauses und bis 2003 schließlich die Erneuerung des Fachwerks am Pförtnerhaus, dessen Dach 1979 durch ein Feuer beschädigt worden war. Noch heute dient Schloss Flamersheim der Familie von Bemberg-Flamersheim als Wohnsitz. Das erste Obergeschoss des Herrenhauses ist vermietet. Die zum Besitz gehörende Landwirtschaft ist mittlerweile ausgelagert. Die dadurch frei gewordenen Gebäude an der Hauptzufahrt werden heute durch eine Gastronomie genutzt vimeo videos downloaden mit passwort.

 

Bisherige Schlösser:

1.)  Burg Odenhausen – https://www.rantlos.de/lebensart/burg-odenhausen.html

2.)  Schloß Vettelhoven  –  https://www.rantlos.de/lebensart/schloss-vettelhoven.html

3.)  Tomburg – https://www.rantlos.de/lebensart/die-tomburg.html

4.) Burg Kirspenich – https://www.rantlos.de/lebensart/burg-kirspenich.html

5.) Schloß Wachendorf – https://www.rantlos.de/lebensart/schloss-wachendorf.html

6.) Schloß Merode  –  https://www.rantlos.de/feingeist/kultur_und_unterhaltung/schloss-merode.html

7.) Schloß Veynau  –  https://www.rantlos.de/lebensart/schloss-veynau.html