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Patrick Moore: CO2 ist Leben

Von Dietrich Kantel

Al Gore

„An Unconventient Truth“, mit seiner „Unbequemen Wahrheit“ landete der vormalige US-Vizepräsident Al Gore mit dramatisch überhöhten Bildsequenzen einen international gefeierten Doku-Hit, verdiente ein weiteres Vermögen und erlangte Nobelpreisstatus. Betrachter brachen unter der Wirkung der Bilder einer Klimakatastrophe in Tränen aus oder verfielen in Schockstarre. Wenig später wurde Gore entlarvt als Links-Redender und Rechts-Lebender, mancher sagte „Scharlatan“: Ökologisch korrekte Sparsamkeit für die Menschen predigend, lebte der Millionär selber sehr “convenient”, bequem in seiner 20-Zimmer-Villa mit 1.000 qm Wohnfläche und einem Swimmingpool, der allein schon den Energiebedarf von sechs durchschnittlichen US-Privathaushalten verschlang.

In den USA schlug diese Enthüllung Wellen. In Europa wurde diese andere „Unconvenient Truth“ ignoriert. Um Al Gore ist es seither eher still geworden. Nur DER SPIEGEL feierte ihn ob Gore´s Folge-Doku „Eine weitere unbequeme Wahrheit“ weiterhin als Klima-Welten-Retter. Spätestens seit Gore stellt sich die Frage nach der Wahrheit oder – eine Etage kleiner: nach der Lauterkeit im wissenschaftlichen Diskurs eines – vielfach behaupteten und fachlich inzwischen bestrittenen – menschengemachten „Klimawandels“ oder amerikanisch dem: Man Made Global Warming.

Kernsätze der herrschenden Klimaagenda

Kohlendioxyd, CO2 ist Treibhausgas und Gift. CO2 ist verantwortlich für einen gegenwärtigen Temperaturanstieg. Der ist menschengemacht, muss begrenzt werden, darf nicht mehr als 2 Grad Celsius erreichen. Sonst kollabiert eigentlich alles, z.B. auch die Zirkulation des Golfstroms. Der Meeresspiegel steigt dramatisch binnen Kurzem. Länder gehen unter und die Menschheit stirbt. Das ist, zugegebenermaßen stark verkürzt. Die weiteren Details können jedoch als weitgehend bekannt gelten.

Moore – der Anti-Gore

Patrick Moore

Gegen diesen Mainstream, der weltweit mit Milliardensummen subventioniert werde (außer z.B. in China oder Russland – und inzwischen auch nicht mehr in den USA des Präsidenten Trump und damit nicht mehr von Staaten, die knapp 2/3 der Weltwirtschaftsleistung erbringen ) stellt sich Patrick Moore. Diese Subventionierung locke Heerscharen von Scharlatanen an, die daraus mit immer neuen Katastrophenmeldungen Geld saugen wollten. So der vormalige Greenpeace Mitbegründer, Anti-Atomwaffenaktivist und Kämpfer gegen den gewerbsmäßigen Walfang.

Moore verließ Greenpeace nach 12 Jahren heftigsten Engagements, das bei Schlauchbootaktionen gegen japanische und russische Walfangschiffe bis hin zum Einsatz des Lebens ging. Warum er Greenpeace verließ ?

In einer Diskussionsveranstaltung, die kürzlich in Bonn von dem Verein „Fortschritt in Freiheit e.V.“ sowie der „Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt“ organisiert wurde erklärt Moore:

Durch enorme Spendeneinnahmen von jährlich bis zu 100 Millionen US-Dollar habe sich die Greenpeace-Führungsspitze korrumpieren lassen weg von einer ursprünglich dem Menschen und der Natur gleichermaßen verpflichteten Initiative hin zu einer geschäftlich orientierten Profitmaschine. Diese stelle den Menschen nunmehr mit beständiger Panikmache als alleinigen Feind der Erde dar und produziere vornehmlich nur noch eins: Furcht bei den Menschen. Um so das Spendenaufkommen weiter anzuheizen. Als einziger habe er im sechsköpfigen Direktorium über eine naturwissenschaftliche Ausbildung verfügt, sich jedoch mit Sachargumenten nicht mehr durchsetzen können.

Why I Left Greenpeace

Celebrate CO2 – Das CO2 nicht verteufeln

Der 71jährige Moore, an der Universität von British Columbia in Vancouver promovierter Ökologe, befindet sich derzeit auf Vortragsreise durch mehrere deutsche Städte. In Bonn wie anderenorts referiert Moore über seine Sicht vom CO2 und die ist eine völlig andere als diejenige, wie vom „Weltklimarat“ der Vereinten Nationen (IPCC), einem Al Gore oder dem in Deutschland medial geradezu überhöhten Mojib Latif.

Im Kern lautet Moores Botschaft wie folgt:

Es gibt keinen wissenschaftlich fundierten Beweis dafür, dass Kohlendioxyd (CO2) verantwortlich ist für eine mäßige Erwärmung, die in den letzten 300 Jahren seit Ende der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (etwa 1570 bis 1715) aufgetreten ist. Unbestreitbar ist dagegen die Tatsache, dass CO2 der Grundpfeiler jeglichen Lebens auf Erden ist. Ohne CO2 in ausreichender Konzentration in der Atmosphäre wäre die Erde ein toter Planet. Der seit 1950 zu verzeichnende Anstieg des CO2-Gehaltes in der Luft auf aktuell 420 ppm (Parts per million) komme dagegen von einem erdgeschichtlich einmalig niedrigen Niveau vor ca. 20.000 Jahren, welches mit 180 ppm nur knapp über dem für Grünpflanzen lebenswichtigen Minimum von 150 ppm gelegen habe. Dagegen habe der CO2-Gehalt in der längsten Zeit der Erdgeschichte lange bis zu 10-fach höher gelegen, als aktuell, wobei das für das Pflanzenwachstum wissenschaftlich erwiesene Optimum bei dem 5-fachen des heutigen Wertes, nämlich bei 2.000 ppm liege. Und seit der Mensch insbesondere seit den 1950er Jahren dazu beitrage den CO2-Gehalt der Atmosphäre leicht zu erhöhen, habe sich das Grünpflanzenwachstum weltweit deutlich verstärkt; in einigen Regionen, wie z.B. der Sahel-Zone um über 30 Prozent. Mehr CO2 lasse die Erde ergrünen. Die heute übliche Verteufelung von Kohlendioxyd als Gift und die damit einhergehende Verbreitung von Furcht sei unverantwortlich.

C02 und „Global Warming“

Anhand umfangreichen Zahlenmaterials, verbildlicht in Kurven, stellt Moore dar, dass es vor allem auch nicht den behaupteten Zusammenhang gebe: steigt der CO2-Gehalt, steigen weltweit die Temperaturen. Das verfügbare Zahlenmaterial belege vielmehr, dass zuerst die Temperaturen steigen – maßgeblich durch Sonneneinfluss) und dann erst mit Verzögerung der CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

Im Hinblick auf das vom IPCC verkündete Ziel, eine Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius begrenzen zu müssen, verweist Moore auf eine andere erdgeschichtliche Tatsache, die wissenschaftlich gesichert sei: vor ca. 65 Millionen Jahren lag die durchschnittliche Erdtemperatur um 16 Grad Celsius höher als heute. Und es habe sich um eine Periode größter pflanzlicher und tierischer Blüte gehandelt. Insofern sei das ausgegebene 2-Grad-Ziel vor allem eins: wissenschaftlich unseriös und allein politisch motiviert.

Versachlichung der Diskussion

Patrick Moore

Es lohnt, sich mit den Darstellungen von Patrick Moore auseinanderzusetzen. Sie bergen einen entscheidenden Vorteil: sein Zahlenmaterial und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen basieren auf gesicherten Kenntnissen aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit und nicht auf zum Teil recht spekulativen Computermodellrechnungen für die Zukunft, wie das IPCC und zahlreiche Klimaforschungsinstitute es heute vornehmlich vertreten und damit letztlich Angst schüren.

Eine Versachlichung der Klimadiskussion erscheint dringend geboten. Moore steht nicht allein da. Er und die auch hinter ihm stehende nicht unbeträchtliche Garde von Wissenschaftlern und Technikern leisten dafür einen wichtigen Beitrag, der nicht überhört werden sollte.