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Karl Lagerfeld († 85): Der letzte Dandy von Paris ist tot

Doch die berühmten Sprüche des Modeschöpfers leben weiter

Charakter-Kopf Karl Lagerfeld prägte die Modeszene wie kein anderer. Foto: highgloss.de

Als Karl Lagerfeld am 22. Januar der Chanel-Show des Pariser Hauses fernblieb, häuften sich die Gerüchte über den Gesundheitszustand des Modezaren. Nun berichteten mehrere französische Medien vom Tod des 85-Jährigen am 19. Februar. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben, doch laut „RTL“ soll der Designer an Bauchspeicheldrüsen-Krebs gelitten haben. Makaber: Als das französische Magazin „Numéro“ den Verstorbenen im April letzten Jahres fragte, was nach seinem Tod mit ihm geschehen solle, sagte Lagerfeld: „Eine Beerdigung? Wie schrecklich! Es wird keine Beerdigung geben. Ich will verbrannt werden und meine Asche soll zusammen mit der meiner Mutter verstreut werden und mit der von meiner Katze Choupette, wenn sie vor mir stirbt.“ Ähnlich äußerte er sich bei einer Veranstaltung vor zehn Jahren. „Verbrennen, Asche und ab in die Mülltonne“, sagte er damals. Auf Instagram brachten inzwischen zahlreiche Promis ihr Beileid zum Ausdruck wie etwa Victoria Beckham, die Karl als Genie bezeichnete, das immer „so wahnsinnig nett und großzügig“ war. Designerin Donatella Versace betonte die Genialität, mit der der Modeschöpfer so viele Leben beeinflusst hätte. Und auch Hollywood-Star Diane Kruger zeigte sich tief betrübt: Die Schauspielerin weilte bereits in Paris, um ihrem langjährigen Freund ihre kleine Tochter vorzustellen – bedauerlicherweise kam sie leider zu spät. Berühmt war Karl Lagerfeld nicht nur für seine Mode, sondern seine Sprüche erlangten ebenfalls Kult-Status. So sagte der Mann mit dem Zopf, der Sonnenbrille, dem Anzug und den legendären Handschuhen: „Ich misstraue kleinen Männern. Sie sind von allen die boshaftesten, verbittertsten, nachtragendsten, die es gibt.“ Zudem fand Karl, wer eine Jogginghose trage, habe die Kontrolle über sein eigenes Leben verloren. Über die „MeToo“-Debatte ließ der gebürtige Hamburger verlauten: „Das ist unglaublich. Wenn du nicht willst, dass dir jemand die Hose herunterzieht, dann werde kein Model. Geh in ein Nonnenkloster.“ Allzu viele Sorgen wollte sich Lagerfeld zu Lebzeiten auch nicht machen, er erklärte: „Denken ist genau das, was ich vermeide. Ich möchte ein angenehmes Leben ohne Probleme haben.“ Lagerfelds Luxus-Kätzchen Choupette erfreut sich übrigens bester Gesundheit.