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Männer machen Mode

Worauf sollten Männer beim Einkauf von Textilien achten und was darf im Kleiderschrank nicht fehlen? Modetipps hat etwa Thies Meyer vom Berliner Label About Companions, unter dem nachhaltige Klassiker entworfen und vertrieben werden.


Ein “Weg der Hoffnung” auf dem Todesstreifen

Der Todesstreifen an der innerdeutschen Grenze teilte auch die Rhön. Zwischen Fulda und Eisenach steht heute ein einzigartiges Kunstwerk und Mahnmal: der aus Eisen geschmiedete “Weg der Hoffnung”. Symbol der Teilung und Wiedervereinigung. 1,5 Kilometer Erinnerung an einen Hot Spot der “Kalten Krieges”. Ein Rundgang. am einstmals “heißesten Punkt im Kalten Krieg”.


Hamstern? Oder Verzichten?

In der Tierwelt soll es nicht selten vorkommen, dass bestimmte Verhaltensweisen sozusagen genetisch weiter vererbt werden. Tatsächlich haben Biologen in der Rhön Rehe – vereinzelt und im Rudel – beobachtet, wie sie auch viele Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung den Streifen nicht überquerten, wo vorher jahrzehntelang die von Stacheldraht und Minenfelder bewehrte Todeszone allen Lebewesen das Passieren verwehrt hatten. Ob das menschliche Erbgut vielleicht ebenfalls über ähnliche, von Generation zu Generation weiter getragene, Informationen verfügt? Dann würde das ja bedeuten, dass zwischen den hoffnungslos überfüllten und zumeist aus den Großstädten ins bäuerliche Umland führenden Zügen vor mehr als sieben Jahrzehnten und verschiedenen leeren Regalen in den deutschen Supermärkten ein direkter Zusammenhang bestünde.


Christiane Arp: Mode ist heutzutage politisch

Auch die Berliner Modewoche kann sich den aktuellen politischen Ereignissen in der Welt nicht entziehen. Nach Meinung von Christiane Arp, der Vorstandsvorsitzenden FCG „kann Mode künftig nicht mehr unpolitisch gedacht“ werden. „Ich glaube, die Mode ist an einem Punkt, wo sie sich selbst neu erfinden muss. Jedes Stück, das ich anziehe, sendet eine Nachricht – immer“, sagte die ehemalige Chefredakteurin der deutschen „Vogue“.


Ein einziges Bild von unendlicher Trauer

Vor 103 Jahren, am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand der 1. Weltkrieg. Trauer und Schmerz – Käthe Kollwitz verdichtete in ihrer Kunst menschliche Dramen. Zu den ersten Opfern im Ersten Weltkrieg gehörte ihr Sohn Peter. Ihr Leiden gestaltete sie in Stein: “Trauernde Eltern” dokumentiert die innere Erstarrung auf dem deutschen Soldatenfriedhof Vladslo in Belgien. Die zwei sind ein einziges Bild unendlicher Trauer, ein trauerndes Elternpaar. Käthe Kollwitz, die große Zeichnerin vor allem der kleinen und geknechteten, im Schatten des Lebens stehenden Menschen hat es geschaffen und ihm zugleich auch diesen Namen gegeben.


Sommersonnenwende am Polarkreis

„Wo ist das Haus vom Nikolaus?“ Manche vermuten es in Alaska oder gar am Nordpol. 40.000 Kinder aus aller Welt hingegen meinen es aus Erfahrung besser zu wissen. Alljährlich schicken sie ihre an Santa Claus adressierten Herzenswünsche direkt an den Nördlichen Polarkreis nach Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands. Mit großem Erfolg. Denn Santa Claus und seine Helfer versäumen es nicht, zum Beweis seiner Existenz und zur Freude aller Kinder die Briefe persönlich zu beantworten.


Weirich am Montag

In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es in der hessischen CDU einen Kreis von honorigen, lebenserfahrenen Persönlichkeiten, die bei der Auswahl von Abgeordneten für Bund und Land ein gewichtiges Wort mitredeten. Die Union war im damals „tiefroten Hessen“ bei der Entsendung von Abgeordneten vor allem auf die Landesliste angewiesen. Die Rangliste dieses „Rates der Weisen“ war neben der Beachtung des Regionalproporzes also durchaus entscheidend für die Karriere von Bewerbern.


Sprachpolizei und Mohrenjagd

Identitätspolitik – ein Begriff, der in Deutschland zur Zeit vor allem die politische Linke umtreibt. Bei der SPD führte das fast zur Verbannung des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse aus der Partei. Der hatte die Sozialdemokraten gefragt, ob es für sie nicht wichtigere und entscheidendere Themen gebe als “Gendersprache” und die Befindlichkeit einzelner ethnischer oder sexuell orientierter Minderheiten. Die Frage ist tatsächlich: Setzt sich die optische und phonetische Verhunzung durch? Ob TV-Nachrichten oder Talkshows – mitunter klingt die künstliche “Mitnahme” des weiblichen “in” hinter “männlichen” Hauptwörtern wie ein Hicksen oder Sprachfehler. Lieb Vaterland, magst ruhig sein? Bloß nicht.


Weirich am Montag:

Man braucht kein Prophet zu sein, um für die hessischen Kommunalwahlen am kommenden Sonntag einen Briefwahl-Boom zu erwarten. Viele werden sich angesichts von Corona den Gang ins Wahllokal sparen, wo sie mit Maske geschützt und mit einem eigenen Stift für die Wahl ausgestattet sein müssen. Die Abstimmung per Brief – bei ihrer Einführung als Ausnahme für Urlauber, Geschäftsreisende, ältere oder behinderte Mitmenschen gedacht – wird ohnehin immer populärer.


Könnte es eine Sepsis sein?

„Alle sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis“, heißt es auf der Seite der Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“, die das „Aktionsbündnis Patientensicherheit“ gemeinsam mit weiteren Organisationen im Februar gestartet hat. Sie soll über die Blutvergiftung aufklären. Denn viele Todesfälle wären vermeidbar – durch frühzeitige Erkennung, Präventionsmaßnahmen und bessere Behandlung.