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Technische Innovationen für die Best Ager

Der Anteil an Smartphone-Nutzern, die älter als 65 Jahre alt sind, ist seit 2017 auf starke 39 Prozent gestiegen ©istock.com/shapecharge

Die Zielgruppe der Senioren wurde lange Zeit von der Industrie ignoriert. Erst seit kurzem häufen sich die Technologien, die vornehmlich die Best Ager ansprechen sollen. Die Zeiten des “Ich kann das nicht”, “Das brauche ich nicht” oder “Das verstehe nicht, ich bin zu alt” gehören bald der Vergangenheit an. Bisher waren Technikaverse aufgeschmissen, wenn sie keine jüngeren Leute an ihrer Seite haben, um ihnen die Geräte zu erklären.

Doch mittlerweile bieten die neuen Produkte einen so umfassenden Mehrwert, dass die Bereitschaft zu lernen stark gewachsen ist. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ist der Anteil an Smartphone-Nutzern, die älter als 65 Jahre alt sind, seit 2017 auf starke 39 Prozent gestiegen. In dieser Gruppe liegt auch in Zukunft das größte Wachstumspotenzial. Doch bei technischen Hilfsmitteln für Senioren denken die meisten nur an Smartphones mit größerer Schriftart oder den Treppenlift.

Für ein aktives Leben ohne Einschränkungen

So lässt sich die Motivation der Senioren beschreiben, die offen und interessiert neuen Produkten gegenüberstehen. In der jüngeren Vergangenheit haben sich viele Firmen ihre Flaggschiff-Produkte an die individuellen Bedürfnisse für die neue Zielgruppe angepasst. Dazu zählen die “Rentnerhandys” mit größeren Tasten und Bildschirmen und klaren akustischen Signalen genauso, wie Spülmaschinen, deren Öffnungen zum Beispiel zum Nachfüllen des Spülmaschinensalzes so angebracht sind, dass auch in der Athletik eingeschränkte Personen keine Probleme haben, ein geregeltes Leben ohne Qualitätsverlust führen zu können. Auch andere Küchengeräte wie der Herd oder der Kühlschrank müssen nicht immer zwingend unter den Arbeitsflächen platziert werden, sondern bieten in einer etwas erhöhten Position dieselben gewohnten Vorteile in einer wesentlich rückenschonenderen Position.

Der Hype um die Smart-Homes ist nach wie vor ungebrochen. Da die Vergesslichkeit im Alter zunimmt gestatten Apps für das Smartphone die einfache Kontrolle sowie Steuerung des gesamten Heizsystems sowie der Beleuchtung. Sogar Hörgeräte können sich heutzutage drahtlos mit den intelligenten Kompaktentertainmentsystemen verbinden. Und auch Erfindungen wie Einparkhilfen  sind mittlerweile auf einem technisch so weit fortgeschrittenen Stand, dass sie die gesamte Arbeit abnehmen können.

Durch den Einsatz von Virtual Reality sind auch für ältere Semester virtuelle Reisen in Orte und Länder dieser Welt möglich ©istock.com/TARIK KIZILKAYA

Doch die Technik kann nicht nur das tägliche Leben einfacher und erträglicher machen. Auch in Gesundheitsfragen greifen wir Menschen immer mehr auf elektronische Unterstützung zurück. Dazu zählt unter anderem auch der Einsatz von Hilfsmitteln wie der E-Zigarette zum Abgewöhnen des Zigarette Rauchens. Dass das Qualmen generell nicht gesund ist, hat sich bereits herumgesprochen. Aber die schädliche Wirkung einer E-Zigarette liegt laut Dr. Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum der gesundheitlichen Belastung im Vergleich mit einer herkömmlichen Tabakzigarette. Aber auch top-notch Technologie wie künstliche Intelligenz kann mittlerweile zur frühzeitlichen und genauen Diagnose von Krankheiten wie beispielsweise Krebs verwendet.

Durch den Einsatz von Virtual Reality sind auch für ältere Semester zumindest virtuelle Reisen in Orte und Länder dieser Welt möglich. Doch nicht nur das: ein von Studenten entwickeltes Startup bietet beispielsweise ein VR Erlebnis aus Sicht eines Cirque-du-Soleil-Artisten an – noch eine Aktivität, die sich für ältere Menschen als schwierig gestaltet.

Dank der Innovationen können Ältere heutzutage ein erfüllteres Leben führen. Wenn man sich das Potenzial des Marktes ansieht, so sind mit Sicherheit weitere Produktadaptionen zu erwarten. Und durch solch positiven Nachrichten hinsichtlich maßgeschneiderter Hilfestellungen hat das Alter eine zunehmend weniger abschreckende Wirkung.

Sepp Spiegl