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Fußballfans zahlen teilweise horrende Summen für Eintrittskarten

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Ticketpreise im Fußball sind in jeder Saison ein heiß diskutiertes Gesprächsthema. Viele Fans unterstützen ihre Mannschaft bei allen Heimspielen und wollen auch auswärts dabei sein. Die meisten Anhänger lassen sich da von Ticketpreisen nicht abschrecken. Für viele stellen die Kosten jedoch einen bedeutenden Anteil ihres verfügbaren Einkommens dar. Je nach Land und Wettbewerb gibt es erhebliche Preisunterschiede. In manchen Fällen sind die Beträge, die von den Fans verlangt werden extrem.

Tickets in der Premier League teilweise nicht bezahlbar

Auch wenn es in Deutschland hin und wieder Beschwerden und Proteste gegen zu hohe Eintrittspreise gibt, sind die Preisverhältnisse in der Bundesliga nicht mit denen anderer Ligen vergleichbar. Besonders in der Premier League werden Fans durch die hohen Preise „ausgeschlossen“. Eine Studie von BBC aus der vergangenen Saison zeigte, dass bei vielen englischen Vereinen trotz leicht gesunkener Ticketpreise Fußball besonders für junge Fans kaum bezahlbar ist. 20-Jährige mussten letzte Saison für eine Dauerkarte des FC Arsenal beispielsweise mindestens 1.000 Euro bezahlen. Jüngere Fans im Alter von 16 bis 19 Jahren zahlten hingegen „nur“ 431 Euro. Die teuerste Dauerkarte kostete umgerechnet satte 2.000 Euro. Bei anderen Premier League Klubs sind die Preise nicht ganz so extrem. Huddersfield Town mit seinem Deutschen Trainer David Wagner verlangte für ein Saisonticket im Schnitt 199 Pfund – weniger als die Hälft von dem, was solch ein Ticket bei der Konkurrenz kostet. Die treuesten Fans wurden nach dem Aufstieg sogar mit 100-Pfund-Tickets belohnt. Damit löste Huddersfields Besitzer Dean Hoyle ein Versprechen aus dem Jahr 2009 ein. Sogar die Tickets des späteren Meisters Manchester City, der auch dieses Jahr wieder Favorit auf den Titel ist, waren bei weitem nicht so teuer wie des FC Arsenal. Vom Status innerhalb der Liga ist Manchester City sportlich mit dem FC Bayern zu vergleichen, der bei Bundesliga-Wetten von William Hill derzeit Ende Oktober mit einer Quote von 1,28 noch immer als klarer Favorit auf die deutsche Meisterschaft gilt. Daran änderte auch die vorübergehende Schwächephase der Münchener nichts. Ein erneuter Titelgewinn wäre bereits der siebte in Folge.

Kuriose Preiserhöhung beim Hamburger SV

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Auch wenn die Bundesliga im internationalen Vergleich in Sachen Ticketpreise als fanfreundlich gilt, gibt es auch in Deutschland Einzelfälle, bei denen so manch einer den Kopf schüttelt. Der Hamburger SV erhöhte trotz des Abstiegs in die 2. Bundesliga die Ticketpreise. Eintrittskarten für das Auftaktspiel gegen Holstein Kiel waren beispielsweise teurer als für das erste Saisonspiel der Vorsaison gegen Augsburg – und damals spielte man noch in der Bundesliga! Wenig überraschend sorgte dies für Unmut bei den Fans. Den eingesessenen HSV-Anhängern machte dies jedoch scheinbar wenig aus. Bereits vor Saisonstart hatte man trotz höherer Preise fast die gleiche Anzahl an Dauerkarten verkauft wie in der Abstiegssaison. Ein Grund für die hohen Preise sollen angeblich die üppigen Punktprämien sein, die der Hamburger Kader kassiert. Diese soll pro punkt bei 70.000 Euro liegen. Damit gäbe es für jeden Sieg 210.000 Euro. Zudem zahlt man laut „Sport Bild“ noch drei Millionen Euro für Mitarbeiter, die gar nicht mehr beim Verein tätig sind. Dies ist eine Folge der häufigen Trainerentlassungen – besondere die von Markus Gisdol und Bernd Hollerbach aus der vergangenen Spielzeit. HSV-Fans können da nur auf die sofortige Rückkehr in die Bundesliga hoffen. Für viele Fans würde dies vielleicht sogar die hohen Ticketpreise in Vergessenheit geraten lassen.

Sepp Spiegl