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Jürgen Klopp – Drei Jahre Liverpool

Jürgen Klopp ist beim FC Liverpool mittlerweile seit drei Jahren im Amt. Die Fans der Reds lieben ihren „The Normal One“. Irgendwann allerdings muss er die Titelsehnsucht an der Anfield Road befriedigen.

Jürgen Klopp

Am 8. Oktober 2015 trat Jürgen Klopp den Posten des Cheftrainers beim FC Liverpool an. Seither hat 51-Jährige zweifellos seine Spuren beim 18-maligen englischen Meister hinterlassen. So auch an den Wänden im Stadion an der Anfield Road. Kurz vor dem Spielertunnel prangt dort auf rotem Untergrund in bronzener Farbe der Spruch: „This ist a place for big football moments“. Der Urheber dieses Zitats ist Klopp. Doch die wirklichen Legenden der Reds sind nicht nur mit Sprüchen in den Kabinen verewigt, sondern auch mit zahlreich gewonnen Titeln in den Geschichtsbüchern. Dort will und muss sich in dieser Saison auch Jürgen Klopp eintragen.

Die Vorzeichen stehen gut, dass die Spielzeit 2018/19 eine erfolgreiche für Liverpool werden könnte. Nichts wünschen sich die Fans sehnlicher als die englische Meisterschaft. Letztmals konnte sich Liverpool den Titel 1990 sichern. In dieser Saison ist die Klopp-Elf noch ungeschlagen. Allerdings hatte Klopp in Liverpool schon mehrfach die Chance einen Titel zu gewinnen. Doch immer wenn er kurz davor stand, scheiterte er. In seinem ersten Jahr musste er sich im Endspiel des Ligapokals und der Europa League geschlagen geben. In der letzten Saison folgte dann die bittere Pleite im Finale der Champions League, wo man Real Madrid mit 1:3 unterlag.

Stadioeingang des FC-Liverpool © “You’ll Never Walk Alone” (CC BY 2.0) by cchana

Um die Chancen auf einen Titel zu erhöhen, hat der Verein im Sommer auf dem Transfermarkt kräftig investiert. Das macht sich freilich auch bei einer Online Wette für die englische Meisterschaft bemerkbar. 180 Millionen Euro gab Liverpool für neue Spieler aus. Und Das, obwohl Klopp sich noch vor zwei Jahren gegen die horrenden Transfersausgaben der Konkurrenz ausgesprochen hatte. Aber auch der bodenständige Schwabe musste erkennen, dass in der Premier League an großen Geldausgaben kein Weg vorbeiführt. In England gibt es das Sprichwort. „If you can’t beat them, join them.“ Auf gut Deutsch ruft es dazu auf, aus seinen Fehlern zu lernen. Ergo, die Reds mussten sich ein Beispiel an Manchester City und Co. nehmen und tief in die Tasche greifen.  Nachholbedarf sah man vor allem in der Defensive. Im Vorjahr verlor man gegen alle vier der ärgsten Ligakonkurrenten. Die Neuzugänge Andrew Robertson, Naby Keita und Virgil Van Dijk sollen dafür sorgen, dass sich das nicht wiederholt. Und der Plan geht auf. Bislang sind die Reds in dieser Saison noch ohne Liga-Niederlage und selbst gegen den amtierenden Meister Manchester City setzte es ein 0:0-Unentschieden.

Doch ist Liverpool auch reif für den ersten Titel mit Klopp? Das bleibt abzuwarten. Denn gerade die Offensive, die im Vorjahr noch das Prunkstück, gewesen war, schwächelt derzeit etwas. Und auch wenn alles rund laufen würde, ist da immer noch mit Manchester City jene Mannschaft, die in der Vorsaison alle Rekorde gebrochen hat. Das weiß man auch in Liverpool und so wird Klopp wohl nicht daran gemessen werden, ob er in diesem Jahr einen Titel gewinnt, sondern vielmehr daran, dass er Liverpool von einem schlummernden Giganten zu einer Einheit geformt hat, die es mit jedem Spitzteam auf dem Planeten aufnehmen kann.

Sepp Spiegl