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Hohe Grippegefahr für chronisch Kranke

Menschen mit Diabetes, Asthma und COPD sollten sich unbedingt impfen lassen

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sind bei einer Grippeinfektion besonders gefährdet für schwere Komplikationen. Foto: djd-k/Sanofi/GettyImages

Überfüllte Arztpraxen, Krankschreibungen, Klinikaufenthalte und sogar Todesfälle – die winterliche Grippewelle bringt ernsthafte Gesundheitsrisiken mit sich. Allerdings ist nicht jeder gleich stark gefährdet, sich anzustecken oder schwere Verläufe und Komplikationen zu erleiden. Gesunde Kinder und Erwachsene kommen dank ihres starken Immunsystems meist mit mehreren Tagen Bettruhe davon. Für Risikogruppen wie Senioren über 60 Jahren, Schwangere oder Menschen mit chronischen Erkrankungen kann die echte Grippe dagegen leicht gefährlich werden.

Risiken durch Komplikationen und Krankheitsschübe

Gerade bei Menschen mit chronischen Lungenbeschwerden wie Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Atemwegserkrankung) ist das Infektionsrisiko durch die vorgeschädigten Atemwege erhöht. Greifen dann die Influenzaviren an, kann ein akuter Krankheitsschub ausgelöst werden, der das Fortschreiten der Grunderkrankung weiter beschleunigt und so das Befinden langfristig verschlechtert. Auch die Anfälligkeit für zusätzliche bakterielle Infektionen wie beispielsweise eine Lungenentzündung ist erhöht. Als Resultat können sogar ein Krankenhausaufenthalt oder eine vorübergehende Beatmung erforderlich werden.

Personen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus gehören ebenfalls zu den besonders gefährdeten Gruppen. Denn Betroffene haben meist ein geschwächtes Immunsystem. Dadurch stecken sie sich nicht nur leichter an, sondern eine Grippe verläuft bei ihnen oft schwerer, dauert länger und kann den Diabetes noch verschlimmern. Um sich zu schützen, sollten chronisch Kranke deshalb unbedingt die Möglichkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung wahrnehmen, die den bestmöglichen Schutz vor einer Ansteckung darstellt. Moderne Vierfachimpfstoffe decken die wichtigsten Virentypen ab und sind gut verträglich. Am besten holt man sich einen Termin im Oktober/November, bevor die Hauptgrippezeit beginnt.

Bei Grunderkrankungen zahlt die Krankenkasse

Die Grippeimpfung ist für über 60-Jährige und Personen mit Grunderkrankungen übrigens kostenlos, da sie von der ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich empfohlen wird. Die Krankenkassen übernehmen hier die Kosten. Neben Diabetes und Atemwegserkrankungen gehören auch chronische Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, neurologische oder neuromuskuläre Grunderkrankungen und Immunschwächen beispielsweise durch bestimmte Medikamente (z.B. Chemotherapie) zu den Risikofaktoren, bei denen die Impfung empfohlen wird.